📾 So stillos gab Bayern die Trennung von Niko Kovač bekannt

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Matti Peters

Artikelbild: 📾 So stillos gab Bayern die Trennung von Niko Kovač bekannt

Niko Kovač Zeit in MĂŒnchen ist vorbei. Das sollte mittlerweile jeder wissen. Wie geschmacklos und unwĂŒrdig das Aus kommuniziert wurde, dĂŒrfte noch nicht jedem bewusst sein.

Der aufmerksame Beobachter dĂŒrfte sich am Abend nĂ€mlich gewundert haben, dass die Pressemitteilung innerhalb kĂŒrzester Zeit angepasst wurde. ZunĂ€chst war da zu lesen: „Niko Kovac ist nicht mehr Trainer des FC Bayern MĂŒnchen“, war da zu lesen. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sah darin „Handlungsbedarf“.

Wenige Minuten spĂ€ter verschickte der deutsche Rekordmeister eine zweite Mitteilung. Laut des Klubs war der Grund fĂŒr die nachgereichte Mitteilung ein „technisches Problem“. In der zweiten Form kam Kovač nun selbst zu Wort. Daraus ging auch hervor, dass der Kroate selbst seinen RĂŒcktritt angeboten hatte.

Zu allem Überfluss wurde die Meldung auch noch um eine Aussage von Sportdirektor Hasan SalihamidĆŸić ergĂ€nzt. Ohne Brazzo geht es schließlich nicht. Was jedoch auf dem ersten Blick wie eine normale Forderung rĂŒberkam, war letztlich nur eine recycelte Version aus der Mitteilung zur Entlassung des letzten Trainers Carlo Ancelotti. Schlichtes Copy und Paste.

Eins zu Eins die Worte von Rummenigge im September 2017, als Don Carlo seinen Hut nehmen musste. Mehr war offenbar fĂŒr den Chefcoach, der sie in der vergangenen Saison zum Double fĂŒhrte, nicht drin.

Mit der legendĂ€re Pressekonferenz aus dem vergangenen Oktober im Hinterkopf dĂŒrfte diese Handhabung in ein noch schlechteres Licht rĂŒcken. Rummenigge etwa sagte einem Reporter der ‚tz‘: „Sagen Sie Ihrem Kollegen, Paste and Copy bei der ‚Bild‘-Zeitung sei dann doch nicht die ErfĂŒllung Ihres Jobs.“ Die Berufung auf die WĂŒrde des Menschen nach Artikel 1 und die Medienschelte hatten Bayerns Verantwortliche bei der Formulierung der Kovač-Trennung wohl nicht mehr in stĂ€rkster Erinnerung.