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·5. April 2025
Seidls Selbstkritik: 'Sonst wäre ich Weltfußballer'

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·5. April 2025
Der SK Rapid Wien durchlebt aktuell eine schwierige Phase in der ADMIRAL Bundesliga. Nach einem vielversprechenden Start in die Saison 2024/25 geriet die Mannschaft ins Straucheln. Mit drei aufeinanderfolgenden Niederlagen zum Frühjahrsauftakt - ein negativer Vereinsrekord - und einer Niederlage gegen Salzburg in der Meistergruppe verlief die Rückrunde bisher alles andere als wunschgemäß.
Kapitän Matthias Seidl beschreibt die Situation nüchtern: "Die letzten Wochen waren durchwachsen. Natürlich nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben, als Mannschaft und auch persönlich nicht." Der 24-jährige Offensivspieler steht selbst in der Kritik, nachdem seine Leistungen nicht an die der Vorsaison anknüpfen konnten.
In 40 Pflichtspielen kommt Seidl auf drei Tore und neun Vorlagen - zahlenmäßig nicht weit entfernt von seinen 16 Scorerpunkten der Vorsaison (zehn Tore, sechs Assists in 42 Spielen), jedoch mit deutlich weniger eigenen Treffern. Die Kritik an seiner Person nimmt der Kapitän gelassen: "Wenn man im Fußball den Job hat und das läuft mal nicht so, dann kommt gleich mal Kritik von jeder Seite. Ich lese mir das gar nicht so durch, weil ich glaube, dass ich mich selbst gut einschätzen kann."
Seit Saisonbeginn trägt Seidl die Kapitänsbinde bei Rapid. In diese Führungsrolle muss er noch hineinwachsen: "Natürlich ist es nicht immer einfach. Wenn es läuft, ist natürlich immer schön und alle stehen hinter dir. Wenn es mal nicht läuft, dann kriegst du Kritik ab."
Besonders auffällig: Mitte Februar saß Seidl im Wiener Derby gegen Austria Wien nur auf der Bank, was für Aufsehen sorgte. Auch danach fehlte er wiederholt in der Startelf oder wurde früh ausgewechselt.
Der Offensivspieler, dessen Karriere in den letzten Jahren steil nach oben ging - vom Aufstieg mit Blau-Weiß Linz zum Kapitänsamt bei Rapid - bleibt trotz der aktuellen Situation optimistisch und selbstironisch: "Wenn es immer bergauf geht, man ist sich schon bewusst, dass nicht immer nur so weitergehen kann. Wäre für mich auch schön gewesen, dann wäre ich in drei Jahren Weltfußballer. Aber so läuft es leider nicht."
Für den Rest der Saison haben Seidl und seine Mannschaft klare Ziele: In der Meisterschaft will man wieder nach oben klettern, und in der Conference League träumt man vom Halbfinale gegen den FC Chelsea.
Quelle: SkySportAustria