"Sehr schwer ausrechenbar": FCK-Coach Schuster warnt vor Paderborn | OneFootball

"Sehr schwer ausrechenbar": FCK-Coach Schuster warnt vor Paderborn

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Am Freitagabend um 18:30 Uhr kommt es auf dem Betzenberg zum Duell zwischen dem zweitplatzierten 1. FC Kaiserlautern und den direkt dahinter platziertem SC Paderborn. Unterschätzen sollte man die Ostwestfalen keinesfalls, wie FCK-Trainer Dirk Schuster am Donnerstag auf der Spieltagspressekonferenz riet.

Lautern zuletzt offensiv "relativ schlampig"

Der 2:1-Heimsieg über den FC St. Pauli "tat uns richtig gut", so Schuster, schränkte aber unmittelbar ein: Bezüglich der "Art und Weise, wie wir diesen Sieg geholt haben", habe sein Team "sehr viel Potential nach oben." Im Offensivspiel habe sich dieses nach dem Führungstreffer durch Terrence Boyd (9.) "relativ schlampig" angestellt "und deswegen empfand ich auch, die kritischen Worte in der PK zu diesem Spiel mehr als angebracht, um auch alle – nicht nur im Verein, sondern auch außerhalb – bisschen zu sensibilisieren."

Da "Paderborn nicht so der allergrößte Name im deutschen Fußball ist" und sich die Roten Teufel auf einer Ebene mit Klubs wie beispielsweise dem Hamburger SV und dem 1. FC Nürnberg sehen, könne "man leicht in Versuchung" geraten, "auch so einen Gegner dann im nächsten Heimspiel vielleicht als leicht schlagbar anzusehen. Und das ist absolut nicht der Fall."

"Ein ganz, ganz dickes Brett"

Denn "wer die Spiele von Paderborn bisher gesehen hat, mit zehn Toren in den Punktspielen wohlgemerkt", der habe erkannt, "dass sie gewaltiges Offensivpotential haben – dass da eine riesengroße Welle auf uns drauf zu rollen wird, die es gilt zu stoppen und aufzuhalten. Weil die Paderborner natürlich mit sehr viel Tempo nach vorne spielen, sehr flexibel nach vorne spielen. Auch ein gutes System gefunden haben, wo beide Schienenspieler mit dem falschen Fuß außen stehen, dann auch über die Spielverlagerung kommen."

Außerdem lobte Schuster die individuelle Qualität im SCP-Kader und bezog sich dabei größtenteils auf die Offensive. Wegen der Flexibilität im Spielaufbau seien die Ostwestfalen "sehr schwer ausrechenbar." "Beton anrühren wollen" die Roten Teufel wegen der gegnerischen Offensivpower zwar nicht, "aber wir müssen hochkonzentriert Defensivarbeit verrichten. Tiefe Wege mitgehen, die der Gegner vorgibt, und wir in diese Richtung auch reagieren müssen. Wir haben allerdings auch gesehen, dass es gewisse Dinge gibt, wenn zu viele Spieler auf des Gegners Seite offensiv denken, wo sie vielleicht ihre Schwachstellen haben oder wo man sie vielleicht verletzen kann. Und diese wollen wir ausnutzen, ohne dass ich jetzt dabei ins Detail gehen möchte".

Es gab und wird "gewisse Lösungsvorschläge" geben, "um da zu mindestens auch selber viele Offensivaktionen starten zu können und um unser Ziel zu erreichen, dass wir nach Möglichkeit die nächsten drei Punkte noch hierbehalten. Aber das wird ein ganz, ganz dickes Brett", so der gebürtige Chemnitzer. "Selber aktiv zu werden, selber den Gegner vor Aufgaben stellen " sei beispielsweise immens wichtig. Für einen Heimsieg sei außerdem "eine riesige Energieleistung notwendig", "der Zusammenschluss (der Mannschaft, Anm. d. Red.) und die Unterstützung der Fans" als auch der "Zusammenschluss mit den Fans".

Redondo "definitiv auch ein Kandidat für die erste Elf"

Personell kann Schuster fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Angelos Stavridis und Ben Zolinksi sind verletzungsbedingt keine Optionen für den Spieltagskader. Kenny Price Redondo, der vergangene Woche gegen die Kiezkicker als Joker stach, sei "definitiv auch ein Kandidat für die erste Elf. Speziell in seiner Einwechslung im letzten Spiel gegen St. Pauli hat er deutlich unter Beweis gestellt, was für Qualitäten er hat. Und hat auch das gemacht, was wir von ihm gefordert haben."

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