SCP gibt Sieg noch aus der Hand: "Krankes, vogelwildes Spiel" | OneFootball

SCP gibt Sieg noch aus der Hand: "Krankes, vogelwildes Spiel"

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Sieben Tore,  weitere aberkannt, Aluminum und einige VAR-Einsätze: Was für ein Spektakel am Samstagnachmittag in Ostwestfalen. Das Problem für den SC Paderborn war jedoch die Torverteilung. Denn die Gastgeber verloren nach 3:1-Führung noch mit 3:4.

Zu Hause ist der Wurm drin

Es als Fluch zu bezeichnen, wäre vielleicht etwas zu dramatisch. Aber die magere Punkteausbeute im eigenen Stadion bleibt den Paderbornern erhalten. Erst neun Punkte konnte das auswärtsstärkste Team der Liga (21 Punkte aus neun Spielen) in elf Heimspielen holen. Am Samstag reichte selbst eine 3:1-Führung gegen Werder Bremen nicht, am Ende gab es in der Benteler-Arena zum sechsten Mal in dieser Saison keine Punkte.

"Es war ein krankes, vogelwildes Spiel", sagte Coach Lukas Kwasniok auf der Pressekonferenz und sah sein Team als "unglücklichen Verlierer. Das ist umso schwerer zu akzeptieren, wenn man 3:1 führt". Am Ende hätte das Spiel "in beide Richtungen" kippen können. "Ich saß selten so enttäuscht hier", meinte der 40-Jährige. "Wir müssen weitermachen, die Leistung betätigen und uns Stück für stück weiter entwickeln."

Bremen schafft schnell den Anschluss

Dabei sah es eigentlich gut aus für die Hausherren. Florent Muslija erzielte per Elfmeter das 1:0 (15.). Es war der zweite Anlauf aus elf Metern. Zuvor hatte Sven Michel verschossen, der Strafstoß wurde nach Einschreiten des VAR jedoch wiederholt, da ein Bremer Spieler zu früh in den Strafraum gelaufen war. Nach dem Ausgleich von Marvin Ducksch (35.), brachte Muslija seinen neuen Klub kurz darauf wieder in Führung, schlenzte den Ball sehenswert ins lange Eck (38.).

Nach 57 Minuten legte Felix Platte aus 40 Metern das 3:1 nach, hatte gesehen, dass Werder-Schlussmann Jiri Pavlenka etwas zu weit vor seinem Tor gestanden hatte. Ausschlagend für die dennoch zustande gekommene Niederlage sei gewesen, "dass wir es nicht geschafft haben, nach dem 3:1 die Führung länger zu halten", schätzte Kwasniok ein. Denn nur zwei Minuten später brachte Romano Schmid die Norddeutschen wieder heran (59.). Nur sieben Zeigerumdrehungen später war Niclas Füllkrug zur Stelle und glich die Partie wieder aus (66.). Es war ein wilder Ritt.

Hutz patzt kurz vor Schluss

Nachdem auf beiden Seiten nach VAR-Einsatz jeweils ein Tor aberkannt worden war, besorgte Ömer Toprak den Bremer-Sieg, nutzte dabei einen Fehler von SCP-Keeper Jannik Huth aus, der nach einer Ecke am Ball vorbeisegelte (86.). Neben eigenen Fehlern und der Qualität des Gegners habe auch der Rasen einen großen Anteil am wilden Spiel gehabt, sagte Kwasniok: "Der Rasen hat es zu einem Flipperspiel bis zum Schluss gemacht. Du brauchst sechs Kontakte, bis du die Kugel kontrollierst. Bei einem besseren Rasen kannst du Gegner und Ball besser kontrollieren."

Für die Paderborner, die fünf Punkte hinter den drittplatzierten Bremern auf Rang neun liegen, treffen am 5. Februar auf den FC St. Pauli. Endlich wieder ein Auswärtsspiel…

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