Schmadtke zieht Lehre aus Rekordtransfer von Ex-Spieler Osimhen

fussball.news

Artikelbild: Schmadtke zieht Lehre aus Rekordtransfer von Ex-Spieler Osimhen

Beim VfL Wolfsburg hat Viktor Osimhen noch als Transferflop gegolten, doch nun ist der Mittelstürmer für 80 Millionen Euro zum SSC Neapel verkauft worden, was die Frage aufwirft, ob die "Wölfe" bei dieser Personalie nicht geschlafen haben. Manager Jörg Schmadtke hat Stellung bezogen.

Im Januar 2017 hat der VfL Wolfsburg einen gewissen Viktor Osimhen für 3,5 Millionen Euro verpflichtet. Ein junges afrikanisches Talent für den Sturm, das nach 16 Spielen ohne Tor für die "Wölfe" im Jahr 2019 ebenfalls für 3,5 Millionen Euro nach Belgien verkauft wurde. Ein gescheitertes Experiment, das nun bittere Gefühle beim VfL auslösen wird, denn nur ein Jahr nach dem Verkauf ist Osimhen für 80 Millionen Euro vom OSC Lille zum SSC Neapel gewechselt - damit ist der 21-Jährige der teuerste Afrikaner der Fußballgeschichte.

"Man will als Verein nie Teil von solchen Entwicklungen sein"

Nachdem Osimhen in Belgien überzeugt hat, wurde er nach Lille transferiert, wo er ebenfalls auf sich aufmerksam gemacht hat. In 38 Pflichtspielen nach seiner Wolfsburg-Zeit hat der Nigerianer 24 Torbeteiligungen gesammelt, die ihn nach Napoli gebracht haben. Erst hat Osimhen 22 Millionen, dann 80 Millionen Euro eingebracht - nun steht Wolfsburg blöd da. "Solche Dinge passieren nun einmal. Man will als Verein nie Teil von solchen Entwicklungen sein, aber dagegen ist man nie gefeit", bezog VfL-Manager Jörg Schmadtke gegenüber Sportbuzzer Stellung.

Wichtigste Lehre: Geduld

Laut Schmadtke waren "die damaligen Umstände für den Jungen nicht so gegeben waren, dass er sein Potenzial hätte entwickeln können“. Das passiere „schon mal, wenn ein Klub im Ungleichgewicht ist". Wolfsburg hat sich damals im Abstiegskampf befunden, jungen Spielern konnte keine große Aufmerksamkeit geschenkt werden, sodass Osimhen leichtfertig abgegeben wurde. Für den 56-Jährigen ist nun klar: "Die wichtigste Lehre ist, dass man bei manchen Transfers Geduld haben muss. Man kann nicht sagen: Wir verpflichten da einen, sorgen für Unterkunft und Verpflegung und dann funktioniert das schon. Der Stellenwert des Faktors Geduld wird manchmal unterschätzt."