Schalke drängt auf Verkauf: Harit für Marseille kein Thema mehr? | OneFootball

Schalke drängt auf Verkauf: Harit für Marseille kein Thema mehr?

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Noch immer versucht Schalke 04 Amine Harit zu verkaufen. Mit Olympique Marseille hat sich der wohl größte Interessent offenbar aus dem Rennen verabschiedet, da Alexis Sanchez verpflichtet wurde. Wie geht es nun mit Harit weiter?

Amine Harit ist der letzte verbliebene Spieler, den Schalke noch aktiv abgeben möchte - und muss. Viel zu groß sind die Gehaltszahlen, die sich monatlich anstauen. Ein Verbleib inklusive Reaktivierung in der Mannschaft ist daher nicht möglich. Schon die Einsatz- und Punkt-Prämien würden die Gelsenkirchener vor finanzielle Probleme stellen.

Es deutet sich an, dass sich das Szenario aus dem letzten Sommer wiederholt: Schon im Vorjahr hat es bis zum Ende der Transferphase gedauert, bis mit Olympique Marseille ein Abnehmer gefunden wurde.

Doch es war nur eine Leihe und nicht der schon damals anvisierte Verkauf. Daran führt dieses Mal aber kein Weg vorbei. Auch wenn eine Leihe in der Theorie noch einmal möglich wäre, so kommt für Rouven Schröder nur ein Verkauf in Frage. Das Thema soll endgültig geschlossen werden.

Bis zuletzt sah es so aus, als könnte Harit nach seiner Leih-Saison in Marseille weiterspielen.

Er wollte durchaus bleiben und der französische Klub schien interessiert daran zu sein, ihn fest unter Vertrag zu nehmen. Vor ein paar Wochen war von einem sehr niedrigen Angebot die Rede, das S04 ablehnte.

Seitdem war aus Marseille nichts mehr zu hören. Da der Verein auch nicht gerade mit Geld um sich werfen kann, war mit einer Verzögerung zu rechnen. Immerhin ist allen Interessenten bewusst, dass Königsblau ebenso sehr auf das liebe Geld achten muss.

Nun hat sich der amtierende Vizemeister der Ligue 1 aber mit Alexis Sanchez über einen Transfer geeinigt. Er wird in Kürze unterschreiben. Der Chilene, der seinen Vertrag mit Inter zuvor auflöste, wird nicht nur weiteres Gehalt einnehmen, sondern durchaus auch eine Rolle auf dem Spielfeld, die auch Harit im Vorjahr bespielt hat.

Somit ist es inzwischen fraglich, ob Marseille überhaupt noch an einer Verpflichtung des Schalkers arbeitet. Realistisch gesehen scheint das Thema abgehakt zu sein.

Mehr und mehr deutet es sich an, dass Königsblau und damit allen voran Schröder Geduld beweisen muss. Auch im Hinblick auf die weitere Saisonplanung und etwaige Winter-Transfers braucht es die paar Millionen Euro an Einnahmen und die Einsparungen durch das Gehalt. Auf einen erneut vertrösteten Verkauf kann sich der Aufsteiger in diesem Transfer-Sommer nicht einlassen.

Notfalls wäre wohl auch eine Vertragsauflösung ein inzwischen denkbares Szenario. Sollte überhaupt kein Transfer zustande kommen, was jedoch unwahrscheinlich scheint, könnte das Harit-Thema auch mit einer Einmalzahlung beendet werden. Schlussendlich stünden die Gehalts-Einsparungen im Fokus.

Noch ist es allerdings zu früh, um sich vorzeitig festzulegen. Bis zum Ende der Transferperiode ist noch genug Zeit für verschiedene Entwicklungen.

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