Schalke 04: Vorstandsmitglied Jobst legt Amt wegen Bedrohungen nieder

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News | Alexander Jobst, Vorstand Marketing, Vertrieb und Organisation, wird den FC Schalke 04 am Saisonende verlassen.

Jobst verlässt Schalke

Der FC Schalke 04 hat heute offiziell mitgeteilt, dass Alexander Jobst den Verein zum Saisonende verlassen wird. Grund für sein Aus seien „die anonymen Anfeindungen bis hin zu Bedrohungen, denen er und auch seine Familie seit einiger Zeit ausgesetzt sind“, wie es in der Mitteilung der Königsblauen steht. Jobst zeige Verständnis für emotionale Reaktionen, aber die rote Linie sei in diesen Fällen überschritten worden. „Ich gehe sehr, sehr schweren Herzens und habe lange mit dieser Entscheidung gerungen“, erklärte er und richtete den Blick nach vorne: “ Schalke 04 ist einzigartig und hat die Kraft, auch sportlich wieder erfolgreich zu werden. Darauf kommt es an. Es war mir eine große Ehre, für diesen Verein arbeiten zu dürfen.“

Der Klub betonte, dass unter Jobsts Führung erst kürzlich der Vertrag mit Hauptsponsor Gazprom bis 2025 verlängert wurde. Die Verantwortlichen auf Schalke sind zufrieden mit seiner Arbeitet, umso schmerzlicher ist die Trennung im Sommer. „Wir verlieren Alexander Jobst nur sehr ungern. Die Zusammenarbeit zwischen dem Aufsichtsrat und ihm war immer sehr vertrauensvoll und professionell. Der FC Schalke 04 verliert einen überall anerkannten Fachmann, dessen Erfolge für sich sprechen“, so Aufsichtsrats-Chef Dr. Jens Buchta, der ihm für die Zusammenarbeit dankt und ihm alles Gute für die Zukunft wünscht. Dr. Buchta berichtete zuletzt selbst von persönlichen Anfeindungen sowie Bedrohungen gegen sich.

Jobst arbeitet seit 2011 im S04-Vorstand und legt sein Amt am 30. Juni nieder. Der Aufsichtsrat kam seiner Bitte nach.

Foto: Imago