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·2. Oktober 2022

S04 bereitet sich sehr konkret auf den möglichen Abstieg vor

Artikelbild:S04 bereitet sich sehr konkret auf den möglichen Abstieg vor

Erst sieben Partien sind absolviert, noch nicht einmal ein Viertel der kompletten Bundesliga-Saison. Und doch zeigt sich schon klar, dass es für den FC Schalke 04 tatsächlich allein um den Klassenerhalt gehen wird. Dieses Unterfangen kann auch misslingen. Darauf bereiten sich die Verantwortlichen bereits jetzt sehr detailliert vor.

Was so manchen Fan in dieser Deutlichkeit erschrecken dürfte, ist nichts anderes als die gebotene professionelle Herangehensweise an alle Eventualitäten. Dass ein neuerlicher Abstieg alles andere als ausgeschlossen ist, dürfte alleine schon beim Blick auf die Höhe des Etats deutlich werden. In diesem Bereich weisen nur der VfL Bochum und Werder Bremen einen niedrigeren Wert auf. In der Geldtabelle steht Schalke damit ohnehin schon auf dem Relegationsplatz.

Peter Knäbel legte der WAZ gegenüber dar, dass man eben auch mit dem Negativfall rechnen müsse. Dieser würde ein neuerliches Absinken der Einnahmen auf allen Ebenen bedeuten. Die TV-Gelder würden von jetzt 43,7 Millionen Euro um rund 20 Millionen Euro sinken. Ebenfalls wäre mit geringeren Zuschauereinnahmen zu rechnen, zumal Schalke wohl die Eintrittspreise für eine weitere Saison in der zweiten Bundesliga senken würde. Zwar gilt der Vertrag mit Hauptpsonsor MeinAuto.de auch für die zweite Liga. Doch würde dieser wohl ähnlich wie die meisten anderen Sponsoren dann weniger zahlen (müssen).

Kramer wäre wohl nicht zu halten

Aufgrund der dann zu erwartenden geringeren Einnahmen würde auch der Etat für die Lizenzspieler wieder drastisch sinken. Er liegt jetzt bei 36 Millionen Euro, würde dann wohl etwa halbiert werden. Altlasten mit horrend dotierten Verträgen wie beim ersten Abstieg würde es diesmal allerdings nicht geben. Alle Spieler besitzen Verträge mit Gültigkeit für die erste Liga sowie angepasst auch für die zweite Liga. Dennoch würde sich das Gesicht des Kaders wohl wieder enorm verändern. Spieler wie Thomas Ouwejan müssten wohl verkauft werden, etliche Verträge würden nicht verlängert.

Geld für Neueinkäufe wäre dann erneut nur in überschaubarem Maße vorhanden. Allerdings hat Rouven Schröder im vorvorletzten Sommer bewiesen, dass er ein gutes Händchen dafür hat, auch mit wenig Geld gut einzukaufen.

Was die Position des Trainers betrifft, so vermutet die WAZ, dass Frank Kramer im Falle des Abstiegs nicht zu halten wäre. Hier müsste also ein neuer Mann her, sofern Kramer nicht schon vor Ende der Saison ausgetauscht würde. Und auch die übrigen Mitarbeiter – insgesamt rund 450 – müssten wohl erneut Gehaltseinbußen akzeptieren oder sich anders orientieren.

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