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Rund um den Brustring

·30. September 2022

Rund um das Spiel in Wolfsburg

Artikelbild:Rund um das Spiel in Wolfsburg

Nach der Länderspielpause ist vor dem Abstiegsduellkracher. Am Samstag um 15:30 Uhr trifft der Sechzehnte gegen auf den Siebzehnten. Beide Mannschaften trennen nur vier Punkte. Dabei haben die Wölfe aber dem VfB was voraus: Sie haben diese Saison schon einen Sieg einfahren können. Kann der VfB endlich auch mal gewinnen oder wird er zum AuVfBaugegner für den angezählten Nico Kovac?

Der VfB kommt aus der Länderspielpause und will aber nicht zur Ruhe kommen. Kaum vergeht ein Tag ohne neue Nachrichten oder Kommentar zur aktuellen Lage rund um Mislintat und Wehrle. Schon fast untergangen ist dabei die Verpflichtung von Abwehrtalent Dan-Axel Zagadou und das Tausend-Tage-Jubiläum von Cheftrainer Pellegrino Matarazzo. Das Spiel gegen Wolfsburg kommt da vielleicht zur rechten Zeit. Denn bei den Wölfen hängt auch der Haussegen schief. Max Kruse und Nico Kovac können sich wohl weniger leiden als Andreas Rettig und Uli Hoeneß und führen ihre kleine Fehde auch vor laufenden Mikrofone (oder auf Instagram). Dazu kommt mit Marcel Schäfer ein neuer Geschäftsführer sowie mit Sebastian Schindzielorz  ein neuer Sportdirektor. Man könnte meinen, der VfB könnte von der misslichen Lage profitieren wie damals 2020 gegen Mainz, als die Mannschaft sich komplett gegen Achim Beierlorzer gestellt hatte, doch in der Mercedesstraße läuft auch alles nicht perfekt. Nach einem hart erkämpften Punkt in München, verfiel die Mannschaft wieder in ihre altbekannte Lethargie und verlor gegen Frankfurt. Die Probleme sind mittlerweile bekannt und gefühlt immer die Gleichen: Zu wenig Kreativität im Angriff, zu viele Patzer in der Defensive. Genau die Fehler, die man sich gegen Wolfsburg beziehungsweise gegen keinen Bundesligisten erlauben darf. Stuttgart ist schon am achten Spieltag zum Siegen verdammt. Sonst wird das mit dem Klassenerhalt enorm schwierig.

Personalsituation

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Pellegrino Matarazzo hat oft schon Neuzugänge relativ früh in die Startaufstellung geschickt weswegen für mich ein Startelfeinsatz von Daxo keineswegs überraschend kommt. Der 23-jährige Franzose ersetzt den zuletzt formschwachen Ito, könnte aber auch für Mavropanos in die Startelf rutschen. Zuletzt spielte Dinos bei der griechischen Nationalmannschaft zweimal 90 Minuten durch und könnte dementsprechend müde zurückgereist sein. Im Mittelfeld könnte das Dreieck aus Endo, Führich und Ahamada starten, aber ein Einsatz von Egloff und/oder Ata würden mich nicht überraschen. Auf dem rechten Flügel wird Pascal Stenzel höchstwahrscheinlich den verletzten Josh Vagnoman ersetzen, während Sosa links noch fraglich aufgrund einer Erkältung ist (ich bin aber optimistisch!). Vorne im Sturm wird es spannend. Guirassy war gegen Frankfurt unsichtbar, während Silas stets bemüht war. Ich denke die Beiden werden vorne nochmal Spielen. Silas könnte dabei immer wieder auf den rechten Flügel rutschen um Stenzel in der Offensive zu entlasten. Ansonsten könnte ich mir noch Tomas vorstellen, der durch sein Pressing Druck ausüben könnte. Ansonsten, wer bleibt da noch ernsthaft? Perea und Pfeiffer müssen sich erst an die Bundesliga gewöhnen, Kastanaras hat gerade erst Bundesliga-Luft geschnuppert, dann bleibt da nur noch Alou Kuol, der wohl vom Cannstatter Loch verschluckt wurde.

Statistik

Im 53. Duell der beiden Altmeister gehen die Gastgeber als leichter Favorit in die Partie. Insgesamt führt der VfB mit 24:22 Siegen (8 Unentschieden). Beim letzten Besuch in Wolfsburg entführten die Schwaben nach Toren von Mavropanos und Förster (!) 3 Punkte aus Wolfsburg. Die Wölfe sind übrigens einer der schwächsten Offensiven der Liga. Sie kreieren sowohl die wenigstens Torchancen als auch die niedrigsten xG der Bundesliga, da sind sie sogar schlechter als Augsburg. Überhaupt haben sie durchschnittlich nur eine richtig herausgespielte Torchance. Auch defensiv lassen sie Einiges zu. Platz 15 in zugelassenen Torchancen sowie Platz 14 in xG allowed.

Fazit

Wir müssen gewinnen. Ganz einfach. Es gibt für diese Mannschaft und für ihren Trainer keine Ausreden mehr. Wolfsburg ist – und das meine ich absolut nicht despektierlich- schlecht. Sie darf sich nicht den Schneid abkaufen lassen, sie muss Siegeswillen zeigen und den Kampf annehmen. Ansonsten wird es schwierig. Und dann beginnen auch sportlich die Cannstatter Chaostage.

Titelbild: © Alex Grimm/Getty Images

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