Ruhnert über die Schalke-Krise: "Heldt hatte diesen Verein verstanden"

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Der FC Schalke 04 will am heutigen Sonntag gegen Union Berlin sein Punktekonto für die neue Saison eröffnen. Die anhaltende Krise der Königsblauen schmerzt auch Oliver Ruhnert, der inzwischen als Geschäftsführer für die Eisernen verantwortlich zeichnet.

Der ehemalige Leiter der Nachwuchsabteilung auf Schalke spricht sogar noch in der ersten Person Plural, wenn es um die Knappen geht. "Solange man über Fußball gesprochen hat, waren wir erfolgreich", sagt er über die Krise von Schalke gegenüber der WAZ. Der 48-Jährige hat eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wann sein Ex-Klub die falsche Abbiegung genommen hat. "Mit dem Abschied von Horst Heldt hat ein Umdenken im Verein eingesetzt", so Ruhnert.

"Zusammenhalt scheint verloren"

"Der Zusammenhalt des Klubs scheint mir verlorengegangen." Tradition und Familie, vormals wichtige Werte auf Schalke, hätten zu sehr an Bedeutung verloren. "Horst Heldt hatte diesen Verein verstanden", bringt es Ruhnert auf den Punkt. Der Ex-Profi, heute beim 1.FC Köln tätig, war von 2010 bis '16 auf Schalke aktiv. Sein Nachfolger Christian Heidel kam mit großen Vorschusslorbeeren aus Mainz, seine Zeit in Gelsenkirchen gilt heute als großes Missverständnis.

"Wie ist das möglich?"

Ruhnert leidet durchaus mit dem Klub, dem er am Sonntag als Konkurrent einen weiteren Stoß versetzen will. "Man sitzt manchmal schon da und denkt: Wie ist das möglich? Ich wünsche mir wirklich, dass sie aus dieser Situation wieder herauskommen", so der Union-Boss. Ab dem fünften Spieltag solle Schalke gerne alle Spiele gewinnen, meint Ruhnert. Das wäre ein Paukenschlag: Nächste Woche steigt das Revierderby bei Borussia Dortmund.