🎙 Rückkehr der Bundesliga: So reagieren die Klub-Bosse | OneFootball

🎙 Rückkehr der Bundesliga: So reagieren die Klub-Bosse

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Antonia Hennigs

Die Entscheidung ist gefallen – die Politik gab am Mittwochnachmittag grünes Licht für die Wiederaufnahme der Bundesliga. Während Fußballdeutschland gespalten reagiert, äußerten sich auch zahlreiche Klub-Bosse der Bundesliga und 2. Liga zu dem Beschluss.

Hans-Joachim Watzke (Borussia Dortmund): „Wir sind sehr froh darüber, dass sich die Menschen in Deutschland – und regional betrachtet die Menschen in Dortmund und Umgebung – in den vergangenen Wochen so großartig verhalten haben, dass sich eine Ausbreitung der Pandemie zumindest in Grenzen gehalten hat. Nur weil die Bevölkerung ungemein diszipliniert war, können wir jetzt sukzessive und in kleinen Schritten zu einer anderen Form der Normalität übergehen.“


Oliver Leki und Jochen Saier (SC Freiburg): „Die heutige Entscheidung der Politik ist ein ganz wichtiger Schritt für den deutschen Profifußball. Damit ist die Grundlage geschaffen, die Saison 2019/20 zu Ende zu spielen, was aus sportlicher und wirtschaftlicher Sicht für die Clubs von großer Bedeutung ist.

Jetzt geht es darum, dass das entwickelte Hygiene- und Organisationskonzept von allen Beteiligten konsequent umgesetzt wird. Der SC Freiburg ist sich dabei seiner Verantwortung bewusst.“


Thomas Hitzlsperger (VfB Stuttgart): „Wir haben immer betont, welche Bedeutung die Fortsetzung der Saison für den Fußball hat. Dementsprechend froh sind wir über die getroffene Entscheidung. Gleichzeitig wissen wir, welche Verantwortung mit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs einhergeht. Dieser Verantwortung wollen und werden wir gerecht werden und weiterhin sehr genau auf die Einhaltung der vorgegebenen Richtlinien achten.“


Horst Heldt (1. FC Köln): „Wir sind immer noch in einer schwierigen Situation als Gesellschaft im Kampf gegen die Pandemie. Trotzdem überwiegt bei uns allen ein Gefühl der Erleichterung und Vorfreude: Wir dürfen wieder Fußball spielen! Das ist weit mehr als unser Job, das ist unsere Leidenschaft, und ich kann es – bei allem Bedauern über die Einschränkungen – kaum erwarten, wenn es wieder um Punkte für den FC, für unsere Fans und unsere Stadt geht.“


Thomas Röttgermann (Fortuna Düsseldorf): „Nach über acht Wochen ist diese positive Nachricht ein sehr wichtiges Signal. Die Mannschaften haben jetzt wieder ein Ziel, auf das sie hinarbeiten können, und durch die nun planbareren TV-Einnahmen steigen die uns treffenden finanziellen Herausforderungen nicht noch weiter. Bezüglich der morgen stattfindenden DFL-Versammlung erwarte ich nun auch die genaue Datierung des Neustarts und den genauen Spielplan.“


Oke Göttlich (FC St. Pauli): „Allen muss klar sein, dass dieser Re-Start auch der unbedingte Anstoß einer Debatte über die Neuausrichtung des systematisch aus dem Ruder gelaufenen Profi-Fußballs sein muss. Spiele ohne Fans bieten in allen Facetten ein gruseliges Bild, was wir alle im puren Marktglauben aus diesem Spiel gemacht haben. Das Verhältnis aus Sport, Kultur und Wirtschaft muss neu justiert werden.“


Michael Born (Dynamo Dresden): „Wir haben die Entscheidung der Spitzenpolitik zur Fortsetzung des Spielbetriebes zur Kenntnis genommen. Legt man die für einige Clubs schon jetzt bedrohliche wirtschaftliche Situation zugrunde, dann muss man von einem guten Tag für den deutschen Profi-Fußball sprechen.“


Peter Görlich (TSG Hoffenheim): „Wir bedanken uns für das Vertrauen, dass die Ministerpräsidenten und die Bundesregierung dem Profifußball entgegengebracht haben und das für uns nun natürlich auch eine Verpflichtung ist.“


Hans-Peter Villis (VfL Bochum): „Wir sind uns darüber im Klaren, dass es seitens der Politik ein großer Vertrauensvorschuss ist, wofür wir dankbar sind. Der VfL wird alles unternehmen, um die Spieler, an denen wir beteiligt sind, unter Einhaltung sämtlicher geltender Hygiene- und Gesundheitsregeln bestmöglich durchzuführen. Die oberste Prämisse ist natürlich, gesund zu bleiben und die Gesundheit zu schützen.“


Karl-Heinz Rummenigge (FC Bayern München): „Ich darf mich bei der Politik dafür bedanken, dass sie mit ihrer heutigen Entscheidung die Möglichkeit geschaffen hat, die Bundesligasaison zu Ende zu spielen. Wir freuen uns nun darauf, idealerweise schon ab Mitte Mai den Spielbetrieb wieder aufnehmen zu können. Damit ist gewährleistet, dass die sportlichen Entscheidungen auf dem Platz und nicht am grünen Tisch fallen.“


Fabian Wohlgemuth (SC Paderborn): „Wir freuen uns sehr über die Entscheidung der Politik, den Wiedereinstieg in den Spielbetrieb der Bundesliga und der 2. Bundesliga zu ermöglichen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat ein überzeugendes Konzept entwickelt, das eine sehr gute Grundlage für einen Ligabetrieb unter Berücksichtigung strenger Hygiene- und Verhaltensregeln darstellt.“


Steffen Schneekloth (Holstein Kiel): „Ein Abbruch der Saison hätte für den Profifußball in Deutschland existenzielle Folgen gehabt. Mit dieser Entscheidung der Bundesregierung bietet sich uns nun die Chance, dieses Szenario noch abwenden zu können. Und wir werden alles daran setzen, diese Chance zu nutzen!“


Oliver Mintzlaff (RB Leipzig): „Für unsere Fans tut es uns schon jetzt sehr leid, dass sie uns sobald es wieder losgeht nicht im Stadion oder auswärts anfeuern können, aber um noch größeren wirtschaftlichen Schaden als ohnehin schon abzuwehren, sind Spiele ohne Zuschauer die einzige Möglichkeit.“