Roundup: Schalke mit spätem Sieg, Remis im Spitzenspiel | OneFootball

Roundup: Schalke mit spätem Sieg, Remis im Spitzenspiel

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In den Freitagsspielen der 2. Bundesliga hat der FC Schalke 04 bei Hannover 96 Chancenwucher betrieben und sich letztlich doch belohnt. Zeitgleich endete das tabellarische Spitzenspiel zwischen dem SC Paderborn und Jahn Regensburg mit einem Unentschieden.

In Niedersachsen erspielte sich der Gast aus dem Revier nach kurzer Zeit ein bisweilen deutliches optisches Übergewicht und kam so nach und nach auch zu Chancen. Mehmet Aydin traf mit der besten Gelegenheit aus spitzem Winkel den Pfosten (12.), Malick Thiaw setzte einen Kopfball nach einer Freistoßflanke knapp neben den Kasten (32.), zudem parierte Ron-Robert Zieler einen strammen Fernschuss von Thomas Ouwejan sehenswert (42.). Über Ansätze kam Hannover in der Offensive selbst kaum hinaus, bei der gefährlichsten Szene verpasste Lukas Hinterseer einen Fallrückzieher und hatte zuvor ohnehin im Abseits gestanden. Immerhin aber hatte 96 Simon Terodde ordentlich im Griff, für den mehrfachen Torschützenkönig der 2. Bundesliga ging es um den Treffer, der ihn zum alleinigen Rekordhalter im Unterhaus machen würde.

Im zweiten Durchgang drückte Schalke weiter aufs Tempo, Zieler schwang sich in dieser Phase zum besten Mann auf dem Platz auf. Erst behielt er im Eins-gegen-eins mit Marius Bülter die Oberhand (47.), dann zeigte der Weltmeister von 2014 eine Top-Reaktion beim Abschluss von Marcin Kaminski aus kurzer Distanz im Anschluss an eine Ecke (53.), schließlich riss der 96-Keeper auch beim Kopfball von Dominick Drexler zum richtigen Zeitpunkt eine Faust hoch (54.). Kaminski verzog nach der resultierenden Ecke einen weiteren Schuss über den Kasten. Die Führung für die Gäste wäre also nun längst fällig gewesen, Hannover schwamm defensiv arg. Das halsbrecherische Tempo konnte Schalke freilich nicht aufrecht erhalten, so vergingen bis zur nächsten Chance, einem wuchtigen Fernschuss von Reinhard Ranftl, knapp 15 Minuten. Kurz darauf kam Terodde mal zum Abschluss, dem geschichtsträchtigen Treffer aber per Kopf nicht sonderlich nahe. Der so überragend aufgelegte Zieler musste anschließend mit einer Verletzung an der Wade vom Feld (77.). Ersatzmann Martin Hansen musste sich zunächst nicht auszeichnen, tatsächlich verflachte die Partie gegen Ende zunehmend. Die Königsblauen landeten aber doch noch den Lucky Punch: Drexler flankte von links, Victor Palsson verlängerte per Kopf, Kaminski nahm das Leder geschickt mit der Hacke an und überwand Hansen mit seiner dritten guten Gelegenheit der Partie (90.+5). Der Treffer hatte nicht mehr in der Luft gelegen, der Sieg für die Gäste war aber völlig verdient.

Schalke springt dadurch nach Punkten an den FC St. Pauli und Jahn Regensburg heran, liegt auf Platz drei. Hannover droht, von Rang 13 weiter abzurutschen.

Paderborn und Regensburg verpassen die Spitze

Bei der Partie zwischen den Überraschungsmannschaften SC Paderborn und Jahn Regensburg ging es um die Tabellenführung für wenigstens eine Nacht für den etwaigen Sieger. Dabei gelang den Gästen von der Donau ein Traumstart: Beim ersten koordinierten Angriff der Partie legte Sarpreet Singh auf Charalambos Makridis, der auf einen Gegenspieler zu dribbelte, ihn mit einer Körpertäuschung ins Leere schickte und die Kugel mit hoher Präzision ins Netz lenkte (2.). In der Folge wirkten die Ostwestfalen mitunter angeknockt, ein fataler Fehlpass von Robin Yalcin hätte beinahe zum 2:0 für die Gäste geführt (10.). Mit fortwährender Spieldauer fand Paderborn aber besser in die Partie und erspielte sich vor allem in Person von Sven Michel mehrere gefährliche Szenen. Der Angreifer hatte unmittelbar vor der Pause den Ausgleich auf dem Fuß, Jahn-Keeper Alexander Meyer lenkte das Geschoss aber stark an die Latte. Kurz zuvor hatte Benedikt Saller mit einem Schlenzer seinerseits den zweiten Treffer für Regensburg denkbar knapp verpasst (43.).

Nach dem Seitenwechsel ging Paderborn mit zwei frischen Kräften ans Werk und war optisch schnell überlegen, Großchancen ergaben sich aber zunächst auf beiden Seiten nicht. In der 63. Minute war SCP-Joker Kai Pröger plötzlich durch, scheiterte aber am aufmerksamen Meyer. Der Schlussmann parierte drei Minuten später auch gegen einen Kopfball von Felix Platte erstklassig. Alles konnte aber auch Meyer nicht halten, wobei es einen absoluten Sonntagsschuss von Pröger brauchte, um ihn zu bezwingen. Der Einwechselspieler nahm sich aus großer Distanz ein Herz und belohnte die starke Phase der Hausherren in der 2. Halbzeit (71.). Paderborn blieb auch nach dem Ausgleich am Drücker: Denis Srbeny setzte einen Kopfball knapp neben den Kasten (79.), 60 Sekunden später verzog Michel einen Volley deutlich. Von Regensburg war im zweiten Durchgang vor dem gegnerischen Kasten bis dato noch nichts nennenswertes zu sehen gewesen. Erst in der absoluten Schlussphase deuteten die Gäste nochmal zarte Offensivbemühungen an, schienen grundsätzlich aber mit der Punkteteilung sehr einverstanden zu sein. Von Paderborn ließ sich dies nicht behaupten, allerdings fehlte es den Hausherren in den Schlussminuten zu sehr an der Präzision in den eigenen Angriffen.

Auch in der vierminütigen Nachspielzeit gab es so keinen großen Aufreger mehr. Paderborn rutscht auf Rang vier ab, Regensburg ist weiterhin zweiter, jetzt aber punktgleich mit St. Pauli und Schalke.

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