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·2. Oktober 2022

Roundup: Nürnberg verliert in Karlsruhe, Remis im Aufsteiger-Duell

Artikelbild:Roundup: Nürnberg verliert in Karlsruhe, Remis im Aufsteiger-Duell

Der Karlsruher SC hat am Sonntagmittag einen deutlichen 3:0-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg gefeiert. Während der 1. FC Kaiserslautern nicht über ein 1:1 gegen Eintracht Braunschweig hinauskam, gewann Magdeburg knapp gegen Jahn Regensburg (1:0).

Nürnberg geht in Karlsruhe baden

Der Start der Partie zwischen dem Karlsruher SC und dem 1. FC Nürnberg wurde durch die Gastgeber geprägt. Der KSC verteidigte bei Nürnberger Ballbesitzphasen relativ kompakt, ließ damit wenig zu und erspielte sich nach Balleroberungen Chancen. Marvin Wanitzek brachte jedoch sowohl einen Kopfball (7.) als auch einen Schuss (9.) nicht im Tor unter. Das hohe Karlsruher Pressing bereitete dem FCN Probleme, die erste Chance ergab sich erst in der 19. Minute, doch Felix Lohkempers Kopfball stellte keine Gefahr dar. Auf der anderen Seite prüfte Jerome Gondorf Christian Mathenia, der den Schuss aus der zweiten Reihe über das Tor lenkte (21.). Etwas gefährlicher wurde es, als Christoph Daferner einen Distanzschuss von Kwadwo Duah abfälschte, Marius Gersbeck hielt den Ball erst im Nachfassen fest (24.). Mit der Zeit fand Nürnberg etwas besser ins Spiel, den gefährlicheren Eindruck machte aber weiterhin Karlsruhe – Mathenia hielt aber gegen Fabian Schleusener, Wanitzek (beide 36.) und Marcel Franke (38.) die Null fest. In der 45. Minute wurde der FCN-Keeper geschlagen, Schleusener köpfte eine Flanke von Wanitzek gekonnt ins lange Eck zum 1:0 ein. Mit dieser ging es auch in die Kabine.

Nürnberg kam mit einer veränderten Haltung aus den Katakomben, die Gäste waren deutlich aktiver und hatten in der 48. Minute durch Sadik Fofana gleich die erste Gelegenheit – der Kopfall segelte denkbar knapp am Tor vorbei. Es entwickelte sich ein kämpferisches Spiel, in dem der Club nach und nach mehr Spielanteile sammelte. Fofana hatte eine weitere Gelegenheit, Gersbeck parierte (63.). Im weiteren Verlauf tat sich die Elf von Robert Klauß schwer, weitere Chancen zu erspielen, erst in der 71. Minute hatte Manuel Wintzheimer eine solche – doch erneut war Gersbeck zur Stelle. Das Verpassen der eigenen Möglichkeiten wurde in der 78. Minute bestraft, Philip Heise erzielte mit einem wuchtigen Linksschuss das 2:0 für Karlsruhe. Drei Minuten später kam es noch dicker, Wanitzek erzielte nach Vorlage von Mikkel Kaufmann das 3:0. Dieser Treffer war der Schlusspunkt der Partie, in der Nürnberg keine Antwort mehr lieferte.

Dank des vierten Saisonsieges hat der Karlsruher SC nun 14 Punkte auf dem Konto und belegt den achten Tabellenplatz. Der 1. FC Nürnberg ist dagegen erst in der unteren Tabellenhälfte zu finden, rangiert auf Platz 14 und hat mit zehn Zählern nur einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegszone.

Braunschweig holt einen Punkt in Kaiserslautern

Der 1. FC Kaiserslautern erwischte im Aufsteiger-Duell gegen Eintracht Braunschweig den besseren Start. In der Anfangsphase hatten die Hausherren gleich mehrere Möglichkeiten: Philipp Klement setzte einen Schuss knapp neben das Tor (4.), Terrence Boyd konnte Jasmin Fejzic aus spitzem Winkel nicht überwinden (8.) und Robin Krauße klärte einen Kopfball von Boris Tomiak kurz vor der Torlinie (9.). Auf der anderen Seite hatte Lion Lauberbach die erste gute Chance für Braunschweig, Avdo Spahic parierte (13.). In der 18. Minute erzielte Antony Ujah nach einem Eckball die vermeintliche Führung für die Löwen, aufgrund eines vorausgegangenen Foulspiels wurde der Treffer aber aberkannt. Wenige Minuten später verhinderte Krauße erneut nach einem Kopfball von Tomiak die Führung für den FCK (23.). In der 30. Minute unterlief Boyd bei einem Braunschweiger Freistoß beinahe ein Eigentor, sein missglückter Klärungsversuch ging so gerade noch über das Tor. Damit blieb es bis zur Pause beim 0:0.

Nach dem Seitenwechsel war Kaiserslautern in den ersten Minuten optisch überlegen, jedoch erzielte Braunschweig das erste Tor des Tages: Nach einem Freistoß in der eigenen Hälfte darf Krauße unbedrängt nach vorne marschieren und Lauberbach bedienen, der im Strafraum cool blieb und zum 1:0 traf (52.). Die Führung währte allerdings nicht lange, bei einem Eckball in der 55. Minute erzielte Tomiak den Ausgleich (55.). Die Pfälzer wirkten beflügelt und gingen weiter mutig nach vorne. Jean Zimmer versuchte sich aus der Distanz und blieb erfolglos (63.), auch Boyd hatte aus kürzerer Distanz kein Glück (64.). Braunschweig setzte ebenfalls Nadelstiche und setzte sich in Szene, der Versuch von Jan-Hendrik Marx landete am Außennetz (65.). Mit Beginn der Schlussphase zog sich der BTSV etwas zurück und Lautern machte mit frischen Kräften Druck, zum Ende hin nahmen die Löwen aber Tempo aus der Partie und beruhigten das Geschehen. Um ein Haar erzielte Hikmet Ciftci den Siegtreffer für den FCK, Fejzic kratzte den Ball von der Linie (90.+3). Damit blieb es beim 1:1-Endstand.

Für den 1. FC Kaiserslautern war es zwar das fünfte Unentschieden in Serie, nichtsdestotrotz hat der Aufsteiger 15 Punkte auf dem Konto und belegt damit Platz sieben. Demgegenüber liegt Eintracht Braunschweig mit neun Punkten auf Platz 16.

Magdeburgs kurioser Siegtreffer

Zu Spielbeginn war der 1. FC Magdeburg die aktivere Mannschaft und spielte sich häufig in das letzte Angriffsdrittel. Die erste gute Gelegenheit hatte allerdings Jahn Regensburg: Christian Viet prüfte Dominik Reimann aus etwa 20 Metern, der zur Ecke parierte (11.). Die Gäste fokussierten sich ihrerseits auf ein kompaktes Spiel gegen den Ball und schnellen Umschaltmomenten nach Eroberungen, doch das Gegenpressing des FCM erstickte die Kontergefahr zunächst im Keim. Chancen innerhalb des Strafraums ergaben sich dennoch selten, da Regensburg mit einer Dreier- respektive Fünferkette agierte und sich in der Gefahrenzone rasch ordnete. Dennoch ergaben sich Chancen auf beiden Seiten: Während Reimann gegen Andreas Albers (23.) und Nicklas Shipnoski (30.) parierte, war Dejan Stojanovic gegen Amara Conde zur Stelle (29.). In der 35. Minute jubelten die Hausherren kurz über die Führung: Leon Bell Bell zog von der rechten Außenbahn ins Zentrum, schloss wuchtig mit dem linken Fuß ab und brachte den Ball im unteren rechten Toreck unter – wegen einer Abseitsstellung war der Magdeburger Treffer aber ungültig. Somit endete die erste Halbzeit torlos.

Auch nach dem Seitenwechsel war Magdeburg die aktivere Mannschaft. Connor Krempicki wurde in der 51. Minute von Bell Bell bedient und scheiterte an Stojanovic. Kurz darauf traf Baris Atik per direktem Freistoß das Außennetz (57.). Nach 65 Minuten hatte Regensburg eine Top-Chance, Reimann verhinderte gegen Prince Osei Owusu den Rückstand. Auf der gegenüberliegenden Seite avancierte Stojanovic zum Pechvogel: Reimann schlug den Ball in die Tiefe, der Regensburg-Keeper kam weit heraus und verschätzte sich, weshalb das Rund über ihn segelte – Luca Schuler hatte leichtes Spiel und erzielte die Magdeburger Führung (68.). Die Gäste erhöhten daraufhin den Druck, wodurch sich nach Ballverlusten Räume für Konter ergaben, die aufgrund ihres tiefen Positionsspiels kein Kapital daraus geschlagen haben. Das primäre Ziel lautete, die knappe Führung über die Zeit zu bringen, was der Mannschaft von Christian Titz schlussendlich gelang.

Der 1. FC Magdeburg hat dank des dritten Saisonsieges die Abstiegsränge verlassen, zehn Punkte bedeuten in der Endabrechnung den 13. Tabellenplatz. Unmittelbar darüber liegt Jahn Regensburg mit elf Zählern auf Rang zwölf.

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