Roundup: Fortuna dreht 0:2, Paderborn holt ersten Sieg

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Fortuna Düsseldorf hat am vierten Spieltag der zweiten Bundesliga den nächsten Rückschlag abgewendet. Gegen Jahn Regensburg bog der Absteiger einen Rückstand in ein 2:2. Gleichzeitig verlor Hannover 96 beim SC Paderborn 0:1. Zudem siegte Holstein Kiel bei den Würzburger Kickers, während Erzgebirge Aue gegen den 1.FC Heidenheim erfolgreich war.

In Düsseldorf dauerte es nur handgestoppte 24 Sekunden zum Nackenschlag für die Fortuna. Andreas Albers köpfte eine Flanke von Erik Wekesser zur kalten Dusche ins Netz. Der Angreifer arbeitete gleich am Doppelpack, setzte einen Fernschuss nach drei Minuten aber neben den Kasten. Nach diesem Raketenstart überließ Regensburg Düsseldorf oft den Ball, mit dem die Hausherren aber wenig anzufangen wussten. Die Gäste blieben gefährlich und kamen nach einem individuellen Patzer von Jamil Siebert zum 2:0. Der 18-Jährige ließ gegen Sebastian Stolze im Zweikampf die Standfestigkeit vermissen, der tunnelte dann auch noch Florian Kastenmeier. Die erste größere Torchance für den Absteiger resultierte aus einer Ping-Pong-Aktion im Regensburger Strafraum, bei dem der SSV Jahn einem Eigentor relativ nahe kam (33.). Kurz vor der Pause hätte Kaan Caliskaner mit dem dritten Treffer beinahe schon den Deckel auf die Partie gesetzt, verzog nach feiner Einzelleistung jedoch knapp über den Kasten.

Nach der Unterbrechung änderte sich das Bild zunächst wenig. In der 55. Minute bot sich Thomas Pledl auf Flanke von Kristoffer Peterson die goldene Chance zum Anschluss, sein Kopfball kam aber viel zu zentral auf den Alexander Meyer im Kasten von Jahn Regensburg. Nach rund einer Stunde gelang Kenan Karaman der vermeintliche Anschlusstreffer, das Tor fand aber wegen einer Abseitsstellung von Pledl in der Vorbereitung keine Anerkennung. Caliskaner ließ nach 65 Minuten erneut die Chance auf das 3:0 liegen, er schoss Kastenmeier aus kurzer Distanz mehr oder weniger an. Mit Eintritt in die letzten zehn Minuten drehte Karaman auf und schloss nach sehenswertem Solo zum Anschluss für Fortuna ab (81.). Plötzlich wackelte Regensburg, Düsseldorf setzte sich vorne fest. Mit einer Flanke von der rechten Seite fand Adam Bodzek den völlig blanken Rouwen Hennings, der aus kurzer Distanz problemlos einköpfte (86.). Der Jahn reagierte wütend und kam mit den eingewechselten Charalambos Makridis und Aaron Opoku sowie Jan Elvedi beinahe noch zum Siegtreffer, der aber ausblieb.

Paderborn holt ersten Sieg

Im Duell zwischen Bundesliga-Absteiger und Aufstiegs-Favorit entwickelte sich früh eine intensive Partie. Nach und nach übernahmen dabei die Ostwestfalen das Zepter. Svante Ingelsson vergab dabei die erste Großchance auf sehenswerte Vorlage von Chris Führich (12.). Fünf Minuten später jagte der Schwede das Kunstleder nur knapp über den Kasten. Den verdienten Führungstreffer besorgte dann Johannes Dörfler, der seinen Gegenspieler Niklas Hult im Stand auswackelte, den Ball auf seinen linken Fuß legte und mit Hilfe des Pfostens ins Netz schlenzte (26.). Hannover hatte der zwischenzeitlich verdienten Führung bis zur Pause nur Halbchancen von Marvin Ducksch und Hendrik Weydandt entgegenzusetzen.

Im zweiten Durchgang schlug nach wenigen Sekunden Dennis Srbeny eine Einladung der Niedersachsen aus, der Stürmer verzog nach Alleingang beim Versuch auf das lange Eck. Auch ein gefährlicher Schuss von Julian Justvan auf Steckpass-Vorlage von Führich zischte am Tor vorbei (48.). Srbeny machte das Trio an vergebenen Chancen komplett, indem er an Michael Esser scheiterte (51.). Im Anschluss fand Hannover 96 zu sich, erspielte sich aber weiterhin kaum nennenswerte Offensiv-Aktionen. Erst nach etwas mehr als einer Stunde kam Ducksch mit einem Versuch aus zentraler Position zu einer herausgespielten Ausgleichschance. Die Gäste übernahmen nun immer mehr die dominante Rolle, während Paderborn nur noch selten zu Entlastungsangriffen kam. Einen solchen hätte Ingelsson zur Entscheidung nutzen können, er traf jedoch nur das Außennetz (80.). Beinahe wäre Hannover spät per Slapstick zum Ausgleich gekommen: Leopold Zingerle boxte den Ball gegen den Kopf von Valmir Sulejmani, das Spielgerät zischte am Pfosten vorbei (88.). In der Nachspielzeit vergab Ducksch die letzte Chance mit verzogenen Linksschuss.

Kiel erobert Spitze zurück

Die Gäste aus dem Norden nutzten ihren ersten vollends durchdachten Angriff zur Führung: Alexander Mühling spielte lang auf Jae-sung Lee, dessen artistische Vorlage Janni Serra per Kopf über die Linie bugsierte (22.). 

In der zweiten Halbzeit versenkte Würzburg den ersten Schuss, der auf das Tor ging, allerdings ins eigene Netz. Nach einer Ecke blieben die Störche vorne dran, Lars Dietz kam gegen Serra an den Ball, brachte ihn jedoch per Eigentor zur Entscheidung unter (75.).

Durch den Sieg klettert Kiel wieder am Hamburger SV vorbei an die Spitze der Tabelle.

Aue bestraft Heidenheimer Wucher

Heidenheim ließ in der ersten Halbzeit mehrere gute Gelegenheiten aus, sammelte insgesamt 13 Torschüsse. Es rächte sich nach der Pause: Malcolm Cacutalua fand sich bei einem Freistoß von der linken Seite ohne Bewacher wieder und köpfte zur schmeichelhaften Führung ein (54.).

Die Veilchen zeigten sich insgesamt effektiver, so nutzte Pascal Testroet einen Lapsus von Patrick Mainka bei einem langen Abschlag von Martin Männel cool zur vermeintlichen Vorentscheidung (79.). Jedoch gab sich Heidenheim nicht geschlagen, kam durch einen verwandelten Strafstoß durch Tobias Mohr wieder heran (87.). Mehr war für Heidenheim jedoch nicht drin.