Rose, Nagelsmann, Marsch: Wer beerbt Favre?

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Artikelbild: Rose, Nagelsmann, Marsch: Wer beerbt Favre?

Borussia Dortmund vermeidet es für gewöhnlich, leitende Angestellte mit auslaufenden Verträgen in eine neue Saison gehen zu lassen. Die Tatsache, dass Lucien Favre am Saisonende ohne Arbeitspapier ist und es keine Anstalten für Verhandlungen zu einer Ausdehnung gibt, ist mehr als nur ein Fingerzeig.

Der Schweizer Chefcoach dürfte den Klub 2021 nach drei Jahren auf der Trainerbank verlassen. Natürlich hat er noch die Chance, die Verantwortlichen von sich zu überzeugen, das ist jedoch nur schwer vorstellbar. In jedem Fall gehört es zum verantwortungsvollen Umgang mit ihren Aufgaben, dass die Klubführung sich bereits um Alternativen bemüht. Dabei stehen laut eines Berichts von Sport Bild aktuell drei Namen besonders im Fokus.

Wieder mal in Gladbach wildern?

Zunächst wäre da Marco Rose von Borussia Mönchengladbach. Der Ex-Profi hat seine Trainerkarriere systematisch aufgebaut und dabei sowohl aus Ausbilder für junge Spieler, als auch als Entwickler eines erfolgreichen und stabilen Spielstils überzeugt. Beim BVB schätzen sie Rose auch als Typen, der mit der Emotionalität bei der Sache ist, die viele bei Favre vermissen. Dies überträgt sich auch auf die Mannschaft, die sich mit beherzten Auftritten etwa gegen den FC Bayern oder zuletzt in der Champions League bei Inter Mailand und gegen Real Madrid (jeweils 2:2) präsentierte. Nicht zu unterschätzen wäre auch, dass sich Jürgen Klopp vermutlich mit einer kräftigen Empfehlung für Rose äußern würde, sollte ihn Hans-Joachim Watzke um eine Einschätzung bitten.

Nächster Anlauf bei Nagelsmann?

In Gladbach steht Rose noch bis 2022 unter Vertrag, für ihn müsste also wahrscheinlich eine Ablöse fließen. Ein Jahr länger noch ist Julian Nagelsmann an RB Leipzig gebunden. Der Erfolgscoach gilt seit Jahren als großer Wunschkandidat des BVB, 2018 scheiterte die Verpflichtung am Veto der TSG Hoffenheim. Zwischenzeitlich ist aber wohl fraglich, ob Nagelsmann Dortmund als großen Fortschritt gegenüber seiner aktuellen Situation sehen würde. Und ob der eigene Anhang gegenüber einem vormaligen Coach von Hoffenheim und Leipzig unvoreingenommen wäre. Zudem munkelt es in der Branche schon länger, Nagelsmann schiele auf noch größere Aufgaben, nicht zuletzt bei Real Madrid oder in der englischen Premier League.

Kommt Haalands Ex-Coach aus Salzburg?

Insofern lohnte sich für Borussia Dortmund ein Blick auf den Schwesternklub von Leipzig, RB Salzburg. Dort macht Jesse Marsch als Nachfolger von Rose auf sich aufmerksam. Der US-Amerikaner wäre seitens des BVB eine mutige Wahl, immerhin war der 46-Jährige aber ein Jahr unter Ralf Rangnick Co-Trainer in der Bundesliga. Marsch gilt als äußerst selbstbewusst und soll dem Magazin zufolge auf einen Karrieresprung schielen. Eine Anfrage des FC Schalke 04 soll er abgeblockt haben, dies würde ihn für den BVB gleich sympathischer machen. Die Schwarzgelben schauen immer wieder auf Salzburg, holten von dort Erling Haaland. Sie kennen den Fußball, den Marsch spielen lässt. Und könnten beim norwegischen Jungstar nachfragen. Der soll dem Bericht zufolge bereits in Nachrichten an seinen Ex-Coach vom BVB schwärmen.