Revolution bei TV-Geldern? 50 Millionen mehr für die 2. Liga

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In der Coronakrise ist deutlich geworden, wie groß die Abhängigkeit des Profifußballs von den Einnahmen aus der TV-Vermarktung ist. Die Gelder sind selbst für Top-Klubs überlebenswichtig, wie etwa Hans-Joachim Watzke gebetsmühlenartig wiederholt. Um den Verteilungsschlüssel herrscht schon länger ein Kampf, bei dem eine Gruppe von vier Klubs nun in die Offensive geht.

Der Arminia Bielefeld, der FSV Mainz 05 der VfB Stuttgart sowie Zweitligist Jahn Regensburg haben ein Positionspapier verfasst, das Bild am Sonntag vorliegt. Die Kernforderung sieht dabei vor, dass nationale und internationale Vermarktungserlöse künftig in einen Topf fließen sollen. Von dieser Gesamtsumme sollen demnach weiterhin 80 Prozent an die Bundesliga gehen, 20 an Liga zwei. Das Unterhaus würde so deutlich gestärkt, wie das Boulevardblatt vorrechnet.

2. Liga wäre klarer Gewinner

So würde die 2. Bundesliga mit 50 Millionen Euro von den internationalen Erlösen partizipieren. Bisher seien es nur acht Millionen Euro. Das Boulevardblatt urteilt, den genannten Klubs gehe es um die eigene Zukunft. Bielefeld, Mainz und Stuttgart gelten dabei als Vereine, die auch künftig immer wieder mal in der 2. Bundesliga landen könnten. Regensburg ist bereits heute dort vertreten. Die neue Verteilung ginge zulasten der Erstligisten, die wesentlich für die Einnahmen verantwortlich sind. 

"Wettbewerb innerhalb und zwischen den Ligen"

Ziel der Gruppierung sei die "Wiederherstellung eines spannenden sportlichen Wettbewerbs innerhalb der Bundesligen und zwischen den Ligen", zitiert der Bericht. Gleichzeitig solle die "Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Clubs in internationalen Wettbewerben" erhalten bleiben. Rund ein Dutzend der insgesamt 36 Klubs der 1. und 2. Bundesliga stehe hinter den Vorschlägen des Quartetts, das nach weiteren Unterstützern suche. Das DFL-Präsidium plant bis Jahresende eine Beschlussfassung für die Verteilung der Erlöse der Spielzeiten 2021/22 bis '24/25.