Rassismus-Eklat gegen England: Lächerliche Strafe für Bulgarien | OneFootball

Rassismus-Eklat gegen England: Lächerliche Strafe für Bulgarien

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Affenlaute schallten durch das Stadion, Hitlergrüße wurden in der Kurve gezeigt: Beim EM-Qualispiel zwischen England und Bulgarien spielten sich in Sofia widerliche Szenen auf den Rängen ab. Der Aufschrei danach war riesig. Die Reaktion der Uefa hingegen ist lächerlich.

Im Anschluss an die rassistischen Exzesse im Stadion kam es zu Festnahmen vermeintlicher Täter, Verbandspräsident Borisslaw Michailow und Nationaltrainer Krassimir Balakow legten ihr Amt nieder. Denn Bulgarien gilt nach vergleichbaren Vorkommnissen in der Vergangenheit als Wiederholungstäter.

Die Disziplinarkammer der Uefa verhängte nun eine Strafe von zwei Geisterspielen ohne Zuschauer und einer Geldstrafe von 85.000 Euro. Wie die Uefa weiter mitteilte, wurde das zweite Spiel unter Zuschauerausschluss zur zweijährigen Bewährung ausgesetzt.

Bitte was? Zur Erinnerung: Als etwa Niklas Bendtner bei der EM 2016 sein Shirt lupfte, um das Logo eines Wettsponsors auf seiner Unterhose zu zeigen, verhängte die Uefa eine Strafe von knapp 90.000 Euro gegen den Dänen.

Der englische Fußballverband wurde übrigens ebenfalls von der Uefa sanktioniert: Er muss wegen Störungen während der bulgarischen Nationalhymne eine Geldstrafe von 5.000 Euro zahlen.