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Quo vadis, #SGE?

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Quo vadis, #SGE? Die Frage nach dem Spiel gegen Berlin. Die Frage auch schon davor. Die Antwort nehme ich vorweg: bergab, abwärts, mit ordentlichem Dampf. Was war da los am Samstag Nachmittag bei schönstem Wetter im Stadtwald?

Quo vadis, Wetter? Es könnte der letzte schöne Heimspieltag gewesen sein. Donnerstag Abend gegen Piräus wird es so oder so frisch um die Nase, wenn es blöd läuft auch noch nass, und gegen Leipzig dann zuhause ist ja quasi schon November. Abwärts mit dem Wetter, mit ordentlichem Regendampf.

Aber nicht so viel Brimborium über das Wetter hier und heute. Es ist nur eine Randnotiz. Sportlich ist das, was gilt. Und die Frage Quo vadis? ist die Wichtigste. Nach dem durchaus dreckigen Elfmetersieg in Antwerpen und dem glücklich errumpelten Auswärtssieg bei den Bayern hätte das Selbstvertrauen ja gestärkt sein sollen. Auf dem Platz aber kam davon nach der Länderspielpause nichts, aber überhaupt nichts, an.

Die ersten 45 Minuten hatten mit Fußball aus meiner Sicht genau Folgendes gemein: nichts. Totalausfälle namens Lindström, Hauge, Lammers, Chandler. Kapitale Böcke von Hasebe. Passungenauigkeitsquoten der Marke unter aller Kanone von jedem Einzelnen, selbst von den stets bemühten und kämpferischen Sow oder Kostic. Trapp der Souverän unter den Nieten (sorry für die harte Wortwahl) der ersten Hälfte.

Das 0:1, auch wenn es früh fiel, verdient, folgerichtig. Wir wussten nichts, aber auch gar nichts, gegen die doppelte Viererkette der Hertha zu unternehmen. Wir turnten einfach nur auf dem Rasen rundherum. Hauge dilettierte mit lauter Dribblings, suchte keinerlei Pass (ok, die Pässe einfach irgendwo hin wie in so manchem Spiel zuvor wäre auch nicht hilfreich gewesen). Erlöst wurde er nicht zur Halbzeit, Chandler und Lindström aber sehr wohl, dafür kamen Kamada und Touré.

Kamada. Stets bemüht 2.0, wirbelte irgendwie wie ein einäugiger unter Blinden über den Platz. Touré schon mit mehr Wumms, aber mit seinem Stellungsspiel für mich auch die Ursache des 0:2. Später kam dann Borré für Lammers, der arme Kerl musste sich seinen Ball überall selbst holen, weil Pässe nach vorne einfach nicht kamen, ungenau waren, Bewegung fehlte.

Bis auf 15 Minuten Sturm- und Drangphase vor dem 0:2 kam von unserer Diva SGE genau das Gleiche wie in Halbzeit 1 auf den Platz: Null Komma garnichts. Und genauso überraschend war der Anschlusstreffer in Minute 78, als Paciencia für mich so wirkte wie „nimm meinen Knöchel, Puste meinen Stollen an!“ und sich einen schon berechtigten Elfmeter holte. Den er prima verwandelte.

Am Ende: nicht hilfreich.

Quo vadis, SGE? Wie ich sagte, bergab. Für mich ist die Schonfrist zu Ende. Ich frage mich, wo Lammers, Hauge oder auch Lindström denn so plötzlich die große Kunst erlernen sollen, wenn sie mittlerweile nach mehr als 10 Pflichtspielen eigentlich immer blass blieben. Wir sind mittendrin, so Glasner. Mag sein. Aber 8 Punkte (inkl. 3 Bonuspunkten aus München) aus 8 Bundesligaspielen sind einfach zu wenig (Details: Maintracht-Statistics).

Warum Touré, Tuta, Paciencia beispielsweise auf der Bank schmoren müssen ist mir ein Rätsel. Schlechter als manch Andere sind sie sicher nicht.

Fußnote: diese Zeilen entstanden direkt nach dem Zuhause-Ankommen. Inklusive der inneren Frustration und Emotionen. Vielleicht, aber auch nur vielleicht, sehe ich mit einer Nacht schlafen so manches etwas Anders, nüchterner, besonnener. Aber jetzt einfach nicht.

Wie ich sagte. Die Schonfrist ist für mich vorbei. Zahlen lügen nicht. Und die Zahlen (Ergebnisse) sind nicht gut. Von mir aus darf ab Donnerstag die EL dann hergeschenkt werden. Energie für die Bundesliga scheint ja bitter nötig zu sein.

(Titelbild: Getty Images)

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