PSG gegen Brest: Meisterschaftshoffnung gegen Abstiegsangst

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Vorschau | Am letzten Spieltag der Ligue 1 kommt es zum Showdown um die Meisterschaft. PSG muss im Fernduell auf einen Patzer des OSC Lille hoffen und zeitgleich sein Duell gegen Stade Brest gewinnen. Brest ist allerdings beileibe keine Laufkundschaft und kämpft selber noch gegen den Abstieg.

Anpfiff der Partie ist am Sonntag, 21 Uhr, live auf DAZN (Registriere dich jetzt auf DAZN und erhalte einen Gratismonat).

  1. Brest: Drohende Relegation vor Augen
  2. Neymar gegen Brest wieder auf dem Platz
  3. PSG: Meisterschaft nicht mehr in der eigenen Hand

Brest im Abstiegskampf: Relegation droht

Stade Brest lieferte in dieser Saison bereits durchaus achtbare Resultate. Siege gegen die AS Monaco (1:0) oder den möglichen Meister OSC Lille (3:2) sprechen für sich. Allerdings verpasste man es gegen die direkte Konkurrenz zu punkten. Durch Niederlagen gegen den FC Lorient (0:1), den FC Nantes (1:4) und das Unentschieden gegen Nîmes Olympique (1:1) rutschte man in den letzten Wochen wieder gefährlich in den Abstiegskampf. Die Ausgangssituation vor dem letzten Spieltag im Tabellenkeller der Ligue 1 zeichnet sich wie folgt:

15. RC Straßburg, 41 Punkte, Tordifferenz -9

16. Stade Brest, 41 Punkte, Tordifferenz -14

17. FC Lorient, 41 Punkte, Tordifferenz -18

18. FC Nantes, 40 Punkte, Tordifferenz -7

In der französischen ersten Liga treten jedes Jahr 20 Mannschaften an, der 18. Tabellenplatz ‚berechtigt‘ zur Teilnahme an der Abstiegsrelegation. Momentan müsste der FC Nantes diesen Umweg gehen. Aufgrund der Umstände wird Brest alles in die Waagschale werfen, um gegen PSG etwas mitzunehmen. Nantes spielt zeitgleich zu Hause gegen HSC Montpellier, für die es um nichts mehr geht. Lorient und Straßburg treffen im direkten Duell aufeinander. Objektiv betrachtet ist es also gut möglich, dass am Ende der Klub aus der Bretagne in die Relegation gehen muss.

Obacht vor der gelben Gefahr

Beide Duelle gegen Paris gingen in dieser Saison verloren. Im Hinspiel unterlag man PSG deutlich mit 0:3. Auch in der 4. Runde der Coupe de France blieb Brest chancenlos (0:3). Im Rückspiel wird es nun vor allem auf eine geschlossene Teamleistung ankommen. Im Auge behalten sollte Paris vor allem Youngster Romain Faivre (22). Der 22-Jährige kam im Sommer für gerade einmal 400 Tausend Euro von Monaco in die französische Hafenstadt. Seitdem lieferte Faivre ab, ist mit elf Torbeteiligungen vereinsintern einer der Top Scorer. Seinen Marktwert steigerte er in dieser Zeit auf 13 Millionen Euro.

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Im Showdown mit PSG wird Trainer Olivier Dall’Oglio (57) auf Verteidiger Christophe Hérelle (28, Knieverletzung) und Mittelfeldspieler Paul Lasne (32, Kreuzbandriss) verzichten müssen. Abgesehen von den beiden Verletzten wird Brest in Bestbesetzung in den Prinzenpark reisen. Allerdings müssen einige Akteure aufpassen. Insgesamt vier Profis müssten bei der nächsten gelben Karte eine Gelbsperre absitzen. Diese wird in Frankreich allerdings erst im übernächsten Spiel abgesessen. Bei einer möglichen Relegation würden die Spieler also erst im Rückspiel fehlen. Dazu zählen neben Gaëtan Charbonnier (32) auch Romain Perraud (23), Jean-Kevin Duverne (22) und Ronaël Pierre-Gabriel (23). Lasne sitzt zwar auch bei vier gelben Karten, ist allerdings durch den Kreuzbandriss außen vor.

Pochettino fordert Fokus: „Werden da sein, wenn Lille patzt“

Paris Saint-Germain konnte durch den Sieg im Pokalfinale gegen die AS Monaco (2:0) den ersten Titel der Saison feiern. Nun richtet sich der volle Fokus auf das Fernduell mit dem OSC Lille. PSG hat die Meisterschaft nicht mehr in der eigenen Hand und muss auf einen Patzer der Konkurrenz aus Lille hoffen. Die spielen auswärts beim Tabellenzwölften SCO Angers. Die Ausgangslage im Titelrennen vor dem letzten Spieltag sieht wie folgt aus. Lille thront mit 80 Punkten an der Tabellenspitze. Dahinter rangiert PSG mit 79 Punkten.

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Dem geübten Auge fällt bei diesem Szenario sofort eines auf: Sollte Lille verlieren und PSG nicht über ein Unentschieden gegen Brest hinauskommen, stehen beide Teams bei 80 Zählern. In Frankreich entscheidet bei Punktegleichheit die Tordifferenz und nicht etwa der direkte Vergleich. In Punkto Tordifferenz hat Paris die Nase deutlich vorn. Die positive Differenz von 56 ist deutlich besser als die 40 von Lille. Sollte diese Situation eintreten, wäre es enorm bitter für den aktuellen Tabellenführer aus Lille, da man den direkten Vergleich gegen PSG für sich entscheiden konnte (0:0, 2:0).

Neymar im Saisonfinale mit von der Partie

Gegen Brest wird PSG, beflügelt vom Pokalsieg, mit breiter Brust ins Spiel gehen. „Wir freuen uns enorm auf die Partie und wissen, dass wir etwas gewinnen können“, sagte Trainer Mauricio Pochettino (49) auf der Pressekonferenz vor der Partie. „Wir glauben an unsere Chance und werden da sein, wenn Lille patzt“, betonte Pochettino. Auf die Frage, ob man den Spielstand vom Lille-Spiel verfolgen wird, antwortete der Argentinier: „Da müssen wir spontan schauen, wie die Situation ist“, erklärte er und erinnerte: „Wir tun gut daran, unseren Fokus auf Brest zu halten. Für unseren Gegner geht es ebenfalls noch um viel, Brest spielt gegen den Abstieg!“

Sollte PSG am Ende leer ausgehen, wäre es das erste Mal seit 2016/2017, dass der französische Meister nicht Paris Saint-Germain heißt. Über ein solches Szenario wäre Pochettino „enttäuscht“, betonte aber auch, dass er es nicht als den von den Medien titulierten „Fehlschlag“ betrachten würde. Im Saisonfinale wird der 49-Jährige Coach auf mehrere Akteure verzichten müssen. Neben dem Langzeitverletzten Juan Bernat (28, Kreuzbandriss) werden auch Marco Verratti (28) und Layvin Kurzawa (28) fehlen. Neymar (29) hingegen wird nach seiner Sperre wieder mit von der Partie sein.

Prognose

Paris befindet sich zum ersten Mal seit langem wieder in der Rolle des ‚Jägers‘. Mit Brest kommt ein Gegner, der auf dem Papier zwar deutlich schwächer besetzt ist, allerdings mit den Messern zwischen den Zähnen gegen den drohenden Abstieg kämpfen wird. Bei PSG wird es gegen Brest also vor allem auf die Einstellung und die Kampfbereitschaft ankommen. Bekommt man dies auf den Platz, sollte man auch gegen Brest als Sieger vom Platz gehen. Zeitgleich muss der liebe Fußballgott dafür sorgen, dass Lille bei Angers verliert. Dann wäre PSG zum vierten Mal in Folge französischer Meister. 

Mögliche Aufstellungen:

Stade Brest: Larsonneur – Pierre-Gabriel, Duverne, Chardonnet, Perraud – Honorat, Belkebla, Magnetti, Faivre – Charbonnier, Mounié

PSG: Navas – Florenzi, Marquinhos, Kimpembe, Bakker – Paredes, Pereira, Gueye – Di María, Mbappé, Neymar

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