"Provokation" – Montella schließt Rücktritt als Türkei-Trainer nach 1:6-Debakel aus! | OneFootball

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·27. März 2024

"Provokation" – Montella schließt Rücktritt als Türkei-Trainer nach 1:6-Debakel aus!

Artikelbild:"Provokation" – Montella schließt Rücktritt als Türkei-Trainer nach 1:6-Debakel aus!

Den abschließenden Test vor der EM hat die Türkei am Dienstagabend mit einem 1:6 in Österreich krachend verloren. Trainer Vincenzo Montella erklärte im Anschluss, dass er allein Verantwortung für das Debakel von Wien übernehme. Nachfragen zu einem möglichen Rücktritt empfand der Italiener als reine Provokation.

"Ich werde diese Frage nicht beantworten, weil ich sie als reine Provokation empfinde", entgegnete Vincenzo Montella bei der Pressekonferenz nach dem Österreich-Spiel auf die Nachfrage eines türkischen Journalisten, ob er nach dem 1:6-Debakel einen Rücktritt als türkischer Nationaltrainer in Betracht ziehe. "Kündigen Sie, wenn Sie beim Stellen von Fragen mal einen Fehler machen?", schoss Montella gegen den Medienvertreter zurück. Und weiter: "Ich bin seit 30 Jahren in diesem Job und sehe, dass solche Diskussionen jedes Mal sofort entstehen. Probleme entstehe. Wenn ich hier nicht das mentale Gleichgewicht hätte, wäre ich nicht in der Lage, diesen Job zu machen."


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Dass die "Milli Takım" beim Gastspiel in Wien in bis dato 18 Duellen gegen Österreich ihre höchste Niederlage aller Zeiten einfuhr, sei dennoch seine Schuld, so Montella. "Wenn, dann bin ich es alleine, der dafür die Verantwortung übernimmt. Niemand anderes muss dafür verantwortlich gemacht werden. Meine Motivation ist aber weiter sehr hoch und ich bin überzeugt davon, dass wir bessere Leistungen abrufen können und werden", zeigte sich der Italiener kämpferisch, der erst im September letzten Jahres den Job in der Türkei antrat.

"Es tut uns leid für unser Land."

Und dennoch: Die 1:6-Klatsche war für die Türkei ein Warnschuss, ein durchaus heftiger, womöglich aber noch gerade zur rechten Zeit. Waren die ersten Gegentore noch eher unglücklich zustande gekommen, ergab sich die Montella-Elf spätestens in Durchgang zwei ihrem Schicksal und wurde von spielfreudigen Österreichern regelrecht hergespielt. "Es war ein Ergebnis, mit dem niemand gerechnet hat. Es tut uns leid für unser Land", befand der 49-jährige Italiener. "Spiele wie dieses geben einem aber die Möglichkeit, den Kopf zu heben und weiterzumachen. Nach solchen Niederlagen sollten wir keine Analysen anstellen, die uns zerstören."

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