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Presseschau zur Trennung von Trainer Marco Rose

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Diese Entscheidung war die viel genutzte Vokabel vom „Paukenschlag“ tatsächlich einmal wert. Gestern trennte sich Borussia Dortmund von Trainer Marco Rose, für den man erst vor der abgelaufenen Saison 5 Millionen Euro Ablöse an Borussia Mönchengladbach gezahlt hat. Die Presse kommentiert diese überraschende Entscheidung der Schwarzgelben.

Die Frankfurter Rundschau titelt „Eine Korrektur zur rechten Zeit“, denn mit der Verpflichtung von Rose als Coach habe man sich „komplett vergaloppiert“. Es sei „weder Kontinuität noch eine spielerische Weiterentwicklung“ sichtbar gewesen. Die Spielidee habe letztlich nur daraus bestanden, Erling Haaland in Schussposition zu bringen. Da Rose nicht den Eindruck vermitteln konnte, dass all dies in der nächsten Saison besser werden würde, komme die Trennung zum richtigen Zeitpunkt. Besser vor der neuen Saison als erst im Oktober, wenn schon viel verloren sein könnte, meint Thomas Kilchenstein.

Für Sky kommentiert Jesco von Eichmann, dass Rose es nie vermocht habe, „die emotionale Wucht des Traditionsklubs in Energie für die Mannschaft ummünzen.“ Es habe zu viele „ndiskutable Darbietungen“ gegeben. Allein schuldig sei er dennoch nicht an den Misserfolgen. Wegen Corona-Einbußen habe es keine nennenswerten Verstärkungen zur Vorsaison gegeben und an den ständig vielen Verletzten trage Rose auch keine Verantwortung. Und ein ständig schwelendes Problem beim BVB, dem Rose auch zum Opfer fiel, benennt sky auch: Die ewigen Vergleiche mit dem längst geschiedenen Jürgen Klopp, von denen der Club sich baldmöglichst verabschieden müsse.

Kein Vertrauen mehr in Marco Rose – Trennung folgerichtig

Für den Sportbuzzer weist Christian Müller daraufhin, dass der Mannschaft nun ein Alibi für schlechte Leistungen fehle, sofern diese auf den Trainer verwiesen hätten. Gleichzeitig sei Rose nicht der erste in den letzten Jahren gewesen, der über die „Wankelmütigkeit“ einer Mannschaft stolperte, die „Rätsel aufgebe“. „Blutleere Auftritte“, die „vor allem in Sachen Robustheit und defensiver Stabilität“ alles vermissen ließen, seien an der Tagesordnung gewesen. Nun komme eine gewaltige Aufgabe auf den neuen Sportchef Sebastian Kehl zu, der einen Nachfolger für Rose bestellen muss.

Bei Spox nennt man die Trennung „das nächste Desaster – aber nachvollziehbar“. Vor allem ein kommunikatives Desaster sei die Entwicklung bis zur Trennung gewesen. Nachdem Rose nun aber nicht mehr das Vertrauen der Verantwortlichen besaß, sei die Trennung „logisch“ gewesen. Jochen Tittmar mahnt zudem, dass der BVB immer mehr an Standing verspiele, denn der Trainerstuhl in Dortmund sei zu einem „Schleudersitz“ verkommen. Der nächste Trainer wird der siebte in den letzten sieben Jahren sein.

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