Premier League | Erster Teil des großen Ligarückblicks

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Die Redmen Family möchte ihren Lesern in diesem Jahr eine kurze Übersicht über die Leistungen aller Mannschaften in der abgelaufenen Saison geben. Es tat sich viel diese Saison auf den unteren Rängen der Liga.

Platz 11: Southampton FC

Erwartungen: Nachdem Ralph Hasenhüttl während der letzten Saison kam und sein System durchaus einige Zeit benötigt bis es greift, wollte man in dieser Saison vor allem die Taktik verfeinern und mit dem Abstieg nichts zu tun haben.

Saisonverlauf: Die ersten Monate waren dafür katastrophal. Das 0:9 gegen Leicester City war nur die Spitze des Eisbergs. Sämtliche Experten warteten Anfang November täglich auf die Meldung der Entlassung Hasenhüttls. Doch die Besitzer hielte an ihm fest. Er und die Mannschaft dankten es ihnen mit einer mehr als starken Restsaison, sodass man sich früh aus dem Abstiegskampf verabschieden konnte.

Spieler der Saison: Danny Ings. Der ehemalige Liverpooler konnte endlich einmal eine Saison verletzungsfrei bleiben und zeigte, dass er einer der besten Torjäger der Liga sein kann. Wäre Jamie Vardy nicht gewesen, wäre er Torschützenkönig geworden.

Unsere Leistungsbewertung: 7/10 Punkten

Platz 12: Everton FC

Erwartungen: Ohne namhaften Abgang und mit einigen Neuzugängen, die das Team vor allem in der Breite verstärken sollten, wollte man in dieser Saison einen Angriff auf die internationalen Plätze versuchen.

Saisonverlauf: Nachdem es in der Hinrunde unterirdisch lief und man zeitweise sogar auf einem Abstiegsplatz stand, kam durch den Trainerwechsel hin zu Carlo Ancelotti der Aufschwung. Aufgrund einer drei Spiele andauernden Schwächephase verbrachte man den Rest der Saison im Tabellenmittelfeld, anstatt um Europa zu kämpfen.

Spieler der Saison: Lucas Digne. Der französische Linksverteidiger spielte eine defensiv stabile und offensiv überragende Saison. Er entwickelte sich zu einem unverzichtbaren Spieler und zu einem würdigen Nachfolger der Vereinslegende Leighton Baines und ist inzwischen sogar Stammspieler in der französischen Nationalmannschaft.

Unsere Leistungsbewertung: 5/10

Platz 13: Newcastle United

Erwartungen: Nach dem Verlust von Erfolgstrainer Raphael Benitez wollte man in erster Linie nichts mit dem Abstieg zu tun haben und eine neue Identität finden. Ausgaben von über 70 Millionen Euro sollten dies ermöglichen.

Saisonverlauf: Man konnte konstant genug punkten, um nie in akute Abstiegsgefahr zu geraten. Doch die Spielweise stimmte die Fans nicht glücklich, man hätte vor allem am Ende der Saison, als der Klassenerhalt klar war, gerne eine attraktivere Spielweise gesehen.

Spieler der Saison: Jonjo Shelvey. Defensiv sehr fleißig und immer für ein spektakuläres Tackling gut, offensiv der Denker und Lenker und mit sechs Treffern auch der beste Torschütze. Wären die leider zu häufig auftretenden kleinen Verletzungen nicht gewesen, wäre er wohl einer der besten Spieler der gesamten Liga gewesen.

Unsere Leistungsbewertung: 7/10

Platz 14: Crystal Palace

Erwartungen: Nach dem Verlust von Aaron Wan-Bissaka wollte man sich am Anfang erst einmal stabilisieren, um sich dann im Laufe der Saison Richtung obere Tabellenhälfte zu orientieren.

Saisonverlauf: Der Saisonverlauf war genau gegenteilig zu den Erwartungen. Im Dezember stand man zwischenzeitlich auf Platz sieben, auch später hätte man immer wieder in den Kampf um Europa eingreifen können. Die extrem lange Niederlagenserie am Ende der Saison, in der es so wirkte, als habe die Mannschaft keine Lust mehr, trübt das gute Bild extrem.

Spieler der Saison: Jordan Ayew. Nach seiner Leihe für kleines Geld verpflichtet hatte er mit neun Treffern maßgeblichen Anteil an der über weite Strecken starken Saison und konnte die eher schwache Saison von Wilfried Zaha ausgleichen. Die Schwächephase des Teams am Ende der Saison ist auch eng damit verbunden, dass er vermehrt auf dem Flügel eingesetzt wurde.

Unsere Leistungsbewertung: 6/10

Platz 15: Brighton and Hove Albion

Erwartungen: Der neue Trainer Graham Potter wollte eine gänzlich andere Spielphilosophie implementieren. Da ein solcher Wechsel Zeit braucht, war von Anfang an der Klassenerhalt das Ziel.

Saisonverlauf: Der Spielstilwechsel ist geglückt. Man spielt ansehnlichen Ballbesitzfußball, lediglich im Kreieren von Chancen hapert es noch. Daher steckte man, obwohl man den meisten Mannschaften spielerisch überlegen war, bis zum Ende unten drin, konnte sich aber letztendlich doch retten.

Spieler der Saison: Dan Burn. Sicherlich gab es bessere Spieler im Kader, aber die Geschichte von Burn kann nicht oft genug erzählt werden. Der 28 Jahre alte, 2,01 Meter große Innenverteidiger wurde im Laufe der Saison aus der Not heraus zum Linksverteidiger umgeschult und machte seine Sache so gut, dass er seinen Platz die ganze Saison über verteidigen konnte. Und dabei blieb er nicht nur defensiv, er überraschte die Gegner ein ums andere Mal mit Flankenläufen.

Unsere Leistungsbewertung: 6/10

Platz 16: West Ham United

Erwartungen: Mit teuren Neuzugängen wollte man erneut die Topteams angreifen und sich für Europa qualifizieren.

Saisonverlauf: Stark begonnen, noch stärker nachgelassen. Anfangs sah es wirklich gut aus mit einem Platz im oberen Drittel, doch mit der Verletzung des Torwarts Lukasz Fabianski kam der Bruch, man konnte kaum noch punkten und rettete sich erst zwei Spieltage vor dem Ende.

Spieler der Saison: Michail Antonio. Der flexibel einsetzbare Offensivspieler konnte vor allem nach dem Restart überzeugen, als er an neun der 13 Treffer der Hammers beteiligt war und die Mannschaft fast im Alleingang in der Liga hielt. Dabei profitierte er vom Ausfall von Sebastian Haller, der ihn davor auf die Außenbahn verdrängt hatte, wo Antonio deutlich weniger Einfluss auf das Spiel hatte.

Unsere Leistungsbewertung: 3/10

Platz 17: Aston Villa

Erwartungen: Da nach dem Aufstieg die halbe Mannschaft ersetzt werden musste, wollte man sich schnell finden und zunächst in der Premier League ankommen. Dass es nur um den Klassenerhalt gehen konnte, war allen klar.

Saisonverlauf: Genau wie erwartet ging es die komplette Saison gegen den Abstieg. Man stand nur einen einzigen Spieltag nicht im unteren Drittel der Tabelle. Doch durch einen starken Schlussspurt konnte man sich letzlich doch retten.

Spieler der Saison: Jack Grealish. Der Mann aus der eigenen Jugend war offensiv lange der Alleinunterhalter und ist nicht umsonst bei Manchester City im Gespräch.

Unsere Leistungsbewertung: 5/10

Platz 18: AFC Bournemouth

Erwartungen: Nachdem man sich in den letzten Jahren in der Liga etabliert hatte, konzentrierte man sich darauf, Talente zu holen, um langsam den Umbruch starten zu können.

Saisonverlauf: Zu viele Ausfälle von Schlüsselspielern und Formkrisen sorgten dafür, dass man völlig überraschend den Gang in die zweite Liga antreten musste.

Spieler der Saison: Aaron Ramsdale. Zumindest im Tor hat der Umbruch funktioniert. Der 22-Jährige konnte in seiner ersten Saison durchaus überzeugen und sollte eine gute Karriere vor sich haben.

Bewertung: 2/10

Platz 19: Watford FC

Erwartungen: Nach einer starken Vorsaison inklusive Erreichen des Pokalfinals war das ausgegebene Ziel Platz sieben. Vor allem der Transfer von Ismaila Sarr für 30 Millionen aus Frankreich unterstrich dieses Ziel.

Saisonverlauf: Die Saison verlief unterirdisch. Insgesamt wechselte man drei mal den Trainer, der einzige, der das Team stabilisieren konnte, wurde aus blindem Aktionismus zwei Spieltage vor Schluss entlassen. Somit stieg man am Ende völlig unerwartet ab.

Spieler der Saison: Troy Deeney. Der Stürmer war der einzige halbwegs konstante Spieler der Mannschaft. In den neun Spielen, die er wegen einer Knie-OP fehlte, holte das Team nur fünf Punkte. Wäre er nicht ausgefallen, wäre der Klassenerhalt wohl kein Problem gewesen.

Unsere Leistungsbewertung: 1/10

Platz 20: Norwich City

Erwartungen: Der überraschendste Zweitligameister aller Zeiten ging ohne große Transfers und deshalb auch ohne große Ambitionen in die Saison. Man wollte die Großen ärgern, seinen Stil beibehalten und wenn möglich die Klasse halten.

Saisonverlauf: Anfangs sah es tatsächlich so aus, als könne man in der Liga mitspielen. Doch je länger die Saison ging, desto klarer wurde die fehlende Qualität im Kader. Nach dem Restart folgte kein einziger Punktgewinn mehr und somit der klare Abstieg.

Spieler der Saison: Ben Godfrey. Nach der Hinrunde wäre hier mit Sicherheit noch Teemu Pukki gestanden. Doch da der Finne nach Spieltag 17 quasi nicht mehr existent war, steht hier mit Godfrey ein hochtalentierter Innenverteidiger, der sich in dieser Saison in die Notizbücher sämtlicher Scouts in Europa geschrieben hat. Er spielte eine grundsolide Saison und war trotz seines jungen Alters am Ende der Abwehrchef.

Unsere Leistungsbewertung: 4/10