🔝 Power Ranking: Zwei Bundesligisten klettern, Real ist im Aufwind

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Jan Schultz

Während sich die deutschen Erstligisten über eine spielfreie Woche freuen, rollt in den internationalen Ligen der Ball. Drei Bundesligisten spielen in unserem brandheißen Power Ranking aber auch mit einem Spiel weniger eine prominente Rolle.

Platz 10: Bayer Leverkusen (🆕 Neueinsteiger)

Los geht es mit dem ersten deutschen Verein: Leverkusen. Die Werkself hat im Sommer den Trainer gewechselt, von Startproblemen kann unter Gerardo Seoane aber keinesfalls die Rede sein. Die drittbeste Offensive der Bundesliga steht vor allem für Unterhaltung, am Wochenende gewann Bayer sogar in Unterzahl beim VfB Stuttgart mit 3:1. Der internationale Auftakt glückte letzten Donnerstag gegen Ferencváros Budapest ebenso. Einzig die 3:4-Pleite gegen den BVB vor anderthalb Wochen verhindert eine höhere Platzierung. Was nicht ist, kann ja aber noch werden.


Platz 9: SSC Neapel (🆕 Neueinsteiger)

Da warten wir mit unserem Ranking schon immer extra bis Donnerstag – und dann haben die Neapolitaner in der englischen Woche trotzdem noch nicht gespielt. Gegen Sampdoria wollen die Süditaliener ihre bis dato perfekte Startbilanz in der Serie A weiter ausbauen. Mit dann 15 Punkten würden sie wieder die Tabellenführung übernehmen und wohl auch bei uns weiter klettern. Noch besser hätte Napoli schon jetzt dastehen können, wenn es in der Europa League zum Start mehr als das 2:2 gegen Leicester gegeben hätte.


Platz 8: AS Roma (⬇️ Platz 2 in der Vorwoche)

Na klar, jede Niederlage tut weh. Derart früh in der Saison gilt das aber umso mehr. Und so sorgt die erste Roma-Pleite der noch jungen Spielzeit, ein 2:3 gegen Hellas Verona, für einen tiefen Fall. José Mourinhos Startbilanz in der ewigen Stadt kann sich dennoch sehen lassen, steht der Portugiese doch bei sechs Siegen in den ersten sieben Partien. Dazu gehört auch ein überzeugender 5:1-Erfolg über ZSKA Sofia in der Vorwoche.


Platz 7: Borussia Dortmund (⬆️ Platz 10 in der Vorwoche)

Die kritischen Stimmen im emotionalen Dortmunder Umfeld wurden im August schnell laut, als die Borussia binnen weniger Tage gegen Bayern und Freiburg verlor. Seither ist die Ausbeute aber makellos. In der Liga folgten drei Siege mit jeweils mindestens drei Toren, in der Champions League startete der BVB mit einem 2:1-Erfolg bei Beşiktaş. Folgerichtig ist also doch alles gut und die Borussia der kommende Meister! Oder?


Platz 6: Manchester City (➡️ Platz 6 in der Vorwoche)

Die Skyblues dürfen sich indes tatsächlich als aktueller Meister bezeichnen. Genau so präsentierte sich die Mannschaft von Pep Guardiola zuletzt auch wiederholt. Von den jüngsten fünf Partien gewann City vier, in drei Fällen schossen die Briten mindestens fünf Buden. Wenn die Tormaschine also einmal ins Rollen kommt, ist sie nicht zu halten. Gegen Southampton stotterten Jack Grealish und Co. am Wochenende beim 0:0 aber gewaltig, weshalb der englische Meister auf dem sechsten Rang verbleibt.


Platz 5: FC Liverpool (⬆️ Platz 7 in der Vorwoche)

Die Reds wiederum nutzten die Gunst der Stunde, um an City vorbeizuziehen. Also in unserem Ranking, in der Premier League stand die Elf von Jürgen Klopp auch schon vor dem Wochenende vor Guardiolas Team. In dieser Saison ist Liverpool immerhin noch ungeschlagen, die beiden Hürden Crystal Palance und Norwich City nahm der Klub in den letzten Tagen locker.


Platz 4: FC Chelsea (⬆️ Platz 5 in der Vorwoche)

Nach wettbewerbsübergreifend acht Partien sind die Blues weiterhin ungeschlagen. In der Liga stehen vier Siege sowie ein Remis gegen Liverpool zu Buche, in der Champions League ein Auftaktsieg gegen Zenit und mit dem UEFA-Supercup durfte Thomas Tuchel auch schon den ersten Titel bejubeln. Trotz der enormen Leichtigkeit machte Chelsea das Weiterkommen im Ligapokal gegen Villa am Mittwochabend aber erst im Elfmeterschießen klar. Dafür knipste Timo Werner erstmals in dieser Saison.


Platz 3: Real Madrid (⬆️ Platz 4 in der Vorwoche)

Es ist aktuell nicht immer ansehnlich oder leichtfüßig, was das weiße Ballett auf dem Rasen abliefert. Letztlich geht es beim Fußball aber eben nicht um irgendwelche Haltungsnoten oder sauber ausgeführte Pirouetten. Es geht um Ergebnisse – und die liefern die Madrilenen konsequent ab.

Am Mittwochabend reihten Karim Benzema und Co. den fünften Sieg aneinander, das 6:1 gegen Mallorca brachte den Zuschauern zudem auch mal wieder ein so sehr herbeigesehntes Spektakel. In Spanien ist Real damit vorerst wieder die Nummer eins, international dürfte die Konkurrenz gewarnt sein.


Platz 2: PSG (⬆️ Platz 3 in der Vorwoche)

Auch von Paris Saint-Germain erwartet man spielerisch deutlich mehr, als derzeit geboten wird. Das gilt seit Jahren, infolge der Megatransfers in diesem Sommer aber umso mehr. Gegen Lyon und Metz fielen die Siegtreffer erst in der Nachspielzeit, das magische Offensivtrio zaubert dabei nicht nur wegen Lionel Messis Verletzung noch nicht. Und dennoch stehen unter dem Strich zwei Siege mehr auf dem PSG-Konto als vor einer Woche, die Ausbeute in der Liga ist nach sieben Runden perfekt. Das nennt man dann wohl Meckern auf hohem Niveau.


Platz 1: FC Bayern (➡️ Platz 1 in der Vorwoche)

Wer bis drei zählen kann, dürfte an dieser Stelle nicht überrascht sein. Wir hatten drei Bundesligisten angekündigt, hier kommt der deutsche Tabellenführer. Nach anfänglich leichten Problemen finden die Bayern aktuell so richtig in ihren Rhythmus. In den jüngsten fünf Partien erzielte das Team von Julian Nagelsmann satte 31 Treffer, Manuel Neuer musste in derselben Zeit nur einmal hinter sich greifen.

Am Wochenende konnten bemitleidenswerte Bochumer der bayrischen Torflut nicht standhalten. Und wir wollen ehrlich sein: Wir sorgen uns schon jetzt um Fürth, das den Rekordmeister morgen Abend empfängt.