🎙 Pokal-Stimmen: "Haben komplett verschlafen"

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Jan Schultz

Artikelbild: 🎙 Pokal-Stimmen: "Haben komplett verschlafen"

Auch am Samstag setzten sich im DFB-Pokal vor allem die Favoriten durch. Es gab aber auch zwei faustdicke Überraschungen, drei höherklassige Klubs mussten zudem nachsitzen. Das sagen die Beteiligten:

Kaiserslautern – Mainz 2:0 (0:0)

Sascha Hildmann (FCK): „Wir wussten, dass Mainz als Bundesligist viel Ballbesitz haben und uns unter Druck setzen würde. Solche Phasen muss man in diesen Spielen überstehen und sich in jeden Ball reinwerfen. Da brauchst du auch mal das Glück auf deiner Seite. Wir haben dann aber ins Spiel gefunden, wenn auch der letzte Pass häufig zu ungenau war, um zu klaren Chancen zu kommen. Dennoch haben wir weiter leidenschaftlich verteidigt und wussten, dass, je länger es 0:0 steht, unsere Chance kommt. Das 2:0 war dann schön herausgespielt. Wir sind glücklich und ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment machen.“

Sandro Schwarz (M05): „Glückwunsch an Sascha und sein Team zum Einzug in die nächste Runde. Ich denke, dass wir in den ersten 30 Minuten ein sehr gutes Pokalspiel abgeliefert haben. Wir hatten Kontrolle, Zug zum Tor und mehrere Möglichkeiten. Nach 30 Minuten wurde unser Spiel dann etwas unruhiger. Dann hat das Spiel eine Dynamik genommen, wie wir es in diesem Wettberwerb immer wieder erleben. Sympotamtisch war natürlich auch, wie der Elfmeter über die Linie gekullert ist. Es waren heute viele kleine Momente, die nicht auf unserer Seite waren. Insofern ist es sehr ärgerlich, leider sind wir ausgeschieden und haben das Derby verloren.“


Aachen – Leverkusen 1:4 (0:2)

Peter Bosz (Bayer): „Die Komplimente gehen nach Aachen, der Einzug in die nächste Runde an uns. Wir sind weitergekomen, das war die Aufgabe. Aachen war sehr kompakt, sie haben es gut gemacht. Der Aachener Anschlusstreffer ist zu leicht gefallen. Nach dem Gegentor lag kurze Zeit sogar der Ausgleich in der Luft. Durch Leon Bailey haben wir das Spiel dann aber entschieden.“


Dassendorf – Dresden 0:3 (0:1)

Cristian Fiel (Dresden): „Für uns war es wichtig, dass wir weiterkommen und die zweite Runde erreichen. Das haben wir geschafft. Das ist das Entscheidende. Wir wissen aber auch, dass wir noch einiges zu tun haben und werden weiter hart arbeiten.“


Villingen – Düsseldorf 1:3 n.V. (1:2, 1:1, 0:1)

Jago Maric (Villingen): „Glückwunsch an Fortuna Düsseldorf. Ich bin schon enttäuscht aufgrund der Niederlage. Aber im Großen und Ganzen muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Vor allem läuferisch war es eine richtig, richtig starke Leistung. Wir konnten das hohe Tempo des Bundesligisten mitgehen. Schade, dass es nicht zu mehr gereicht hat.“

Friedhelm Funkel (F95): „Wir waren in der ersten Halbzeit zu langsam und zu pomadig. Wir haben nicht schnell genug gespielt, um den Gegner zum Verschieben zu zwingen. Zu Beginn der zweiten Hälfte haben wir es 20 Minuten lang besser gemacht, ehe wir aber in den alten Trott verfallen sind. Villingen hat es gut gemacht und einige Nadelstiche gesetzt. Daher haben wir glücklich gewonnen. Wir werden in Bremen einiges ändern und ein paar Sachen umstellen.“


Drochtersen/Assel – Schalke 0:5 (0:1)

David Wagner (S04): „Das war eine gute und reife Leistung gegen einen Gegner, der leidenschaftlich gefightet hat. Wie die Jungs das angenommen haben, das war gut. Wir haben in der ersten Halbzeit schon die richtigen Räume bespielt. In der zweiten Halbzeit sind wir beharrlich geblieben und haben uns belohnt. Das war eine gute Leistung und das sollte man doch erwähnen, wenn es einfach so war.“


Viktoria Berlin – Bielefeld 0:1 (0:1)

Uwe Neuhaus (Arminia): „Man sieht heute auch wieder, wie schwer es ist, für Favoriten der Favoritenrolle gerecht zu werden. Am Ende bin ich einfach froh, dass wir die zweite Runde erreicht haben.“


Verl – Augsburg 2:1 (2:0)

Guerino Capretti (Verl): „Ich habe der Mannschaft im Vorfeld gesagt, dass wir viele Wege gehen müssen, dass es weh tun wird und wir in jeder Situation an unsere Grenzen gehen müssen. Ich bin unheimlich stolz, so einen Tag zu erleben.“

Martin Schmidt (FCA): „Wir wussten ganz klar, was auf uns zu kommt, dass es ein richtiger Pokalfight werden wird. Trotzdem haben wir in der Anfangsphase genau das falsch gemacht, was wir angesprochen hatten. So haben wir die ersten 20 Minuten komplett verschlafen. Trotzdem kannst du mit den Chancen vor der Pause zurückkommen. Aber man hat gesehen, dass bei uns einiges noch nicht gepasst hat, so dass wir wissen, dass in der kommenden Woche und in den Wochen darüber hinaus noch viel Arbeit auf uns wartet. Gratulation an die Verler, die es richtig gut gemacht haben.“


Nordhausen – Aue 1:4 (1:1)

Daniel Meyer (Aue): „Ich habe ein relativ kompliziertes Spiel gesehen. Gefühlt haben wir in den ersten 25 Minuten keinen Zweikampf und keinen zweiten Ball gewonnen. Das war eine richtig komplizierte Situation. Wir haben umgestellt, besseren Zugriff bekommen und den Ausgleich erzielt. Im Laufe der zweiten Halbzeit haben wir es uns verdient, die Gelb-Rote war dann auch ein entscheidender Faktor.“


Magdeburg – Freiburg 0:1 n.V. (0:1, 0:0)

Stefan Krämer (FCM): „Die Zuschauer geben eine unfassbare Energie ab. Das macht Spaß, da an der Linie zu arbeiten. Der Mannschaft kann ich keinen Vorwurf machen, sie hat alles rausgeknallt.“

Christian Streich (SCF): „Es war eine besondere Atmosphäre und ich habe es selten so laut erlebt. Es war ein enthusiastisches Publikum und Magdeburg eine gut organisierte Mannschaft. Am Ende war es ein ausgeglichenes Spiel und wir haben das Tor geschossen.“


Würzburg – Hoffenheim 4:5 i.E. (3:3, 2:3, 2:2, 0:1)

Michael Schiele (FWK): „In der zweiten Hälfte hatten wir nach dem 0:2 nichts zu verlieren. Wir hatten super Balleroberungen, eine super Mentalität. Es war eine überragende Energieleistung. Wir hatten noch mehr Chancen. In der Verlängerung war der Glaube nochmal da. Im Elfmeterschießen ist es dann eine 50:50-Chance. Die Mannschaft hat an sich geglaubt. Es war ein Pokal-Fight.“

Alfred Schreuder (TSG): „Großes Kompliment an Würzburg. Die Bedingungen waren top. Das Spiel verlief eigentlich so, wie wir es geplant haben. Wir haben die ersten 65 Minuten dominiert und es gut gemacht. Wir führen 2:0 und was dann passiert, geht natürlich nicht. Ein 2:0 ist noch keine Entscheidung. Der Gegner hat etwas befreiter aufgespielt, aber wir sind davon abgerückt, was wir machen wollten. Dann passiert so etwas. Danach war auch das Publikum da. Zum Glück haben wir gewonnen. So ist das im Fußball. Am Ende zählt das Weiterkommen.“


Baunatal – Bochum 2:3 (2:1)

Robin Dutt (VfL): „Ich fange mit dem Positiven an: Der Veranstalter KSV Baunatal hat sich sehr gut präsentiert. Wir wurden umsorgt, gehegt und gepflegt. Die Bedingungen waren top. Auch möchte ich meinem Kollegen ein großes Kompliment aussprechen. Positiv waren auch die 2.000 VfL-Fans, die heute zwei Tribünen in Baunatal gefüllt haben und uns toll unterstützt haben. Wir sind heute unseren Ansprüchen nicht gerecht geworden. Wir haben bei jedem Konter zittern müssen, dass wir kein Tor bekommen. Für die Unterstützung, die wir momentan erfahren, ist das einfach zu wenig, da darf das Weiterkommen nicht drüber hinwegtrösten.“


Ulm – Heidenheim 0:2 (0:1)

Frank Schmidt (FCH): „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen. Wir hatten in den ersten Minuten die Kontrolle und haben uns mit der ersten Chance in Führung gebracht. In der zweiten Halbzeit war mir das dann zu viel hin und her, Chancen auf beiden Seiten. Da hätte das 1:1 fallen können, oder auch das 2:0, das 3:0 oder dann das 2:1. Das war mir zu viel Schlagabtausch, ich hätte mir mehr Kontrolle und mehr Ballbesitz gewünscht. Aber wir haben zu null gespielt und mit dem Elfmeter für die Entscheidung gesorgt. Ich bin zufrieden. Die erste Runde im Pokal ist schwer, man sieht es auch auf den anderen Plätzen.“


Delmenhorst – Bremen 1:6 (1:4)

Florian Kohfeldt (SVW): „Ein paar Tore mehr, ein paar mal mehr Tempo. Wir haben uns viel rausgespielt. Wir haben viel über Kombinationen gelöst und nicht über direkte Duelle. Das war wichtig. Das Gegentor hat mir nicht gefallen, vor allem wie es gefallen ist. Da waren wir nachlässig. Ich stehe nicht im Verdacht unkritisch zu sein, wenn ich sage, ich gehe trotzdem zufrieden nach Hause.“