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·29. September 2023

Plötzlich ist Nicolas gefordert: "Damit konnte keiner rechnen"

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Moritz Nicolas war überrascht darüber, plötzlich im Tor von Borussia Mönchengladbach gefordert zu sein. Der Stellvertreter von Jonas Omlin will sich in den kommenden Monaten von seiner besten Seite zeigen, doch wie seine Karriere im Anschluss verlaufen wird, bleibt offen.

Bislang hatte Moritz Nicolas während seiner Zeit bei Borussia Mönchengladbach das Pech, dass eine klare Nummer eins zwischen den Pfosten stand. Während der 25-Jährige in den vergangenen vier Jahren an Union Berlin, Osnabrück, Viktoria Köln und Roda Kerkrade ausgliehen wurde, hütete Yann Sommer respektive Jonas Omlin das Fohlen-Tor.


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Jetzt ist Nicolas mittendrin statt nur dabei

Letztgenannter wurde im Januar verpflichtet und ist binnen eines halben Jahres zum Mannschaftskapitän aufgestiegen, fällt aufgrund einer Schulterverletzung aber langfristig aus. Im Heimspiel gegen den FC Bayern am dritten Bundesliga-Spieltag war plötzlich Nicolas gefordert, der sich mit einer guten Leistung für weitere Aufgaben empfahl und bis Omlins Rückkehr das Vertrauen genießt - eine Entwicklung, die für ihn nicht absehbar war. "Ich sage mal so: Damit konnte keiner rechnen. Jonas Omlin ist hier natürlich die klare Nummer eins und unser Kapitän", sagt Nicolas im Interview mit der Rheinischen Post.

Abschied aus Gladbach war nicht geplant

Manches Mal brauche es einfach das Glück, "zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein", sagt Nicolas, der stets geduldig geblieben ist: "Letztendlich ist es wichtig, dass man immer dranbleibt und alles reinhaut, was man hat, sich immer steigert und dann auf seine Chance wartet und bereit ist, wenn sie sich eröffnet." Nach seiner Rückkehr aus Kerkrade habe er sich bei Borussia präsentieren wollen, "das war immer in meinem Kopf, sonst hätte ich zu einem früheren Zeitpunkt den Verein auch ganz verlassen können", betont der ehemalige U21-Nationalspieler, der noch einige Bewährungschancen erhalten wird.

"Alles andere absolut kein Thema"

Dennoch steht ein Fragezeichen hinter seiner langfristigen Entwicklung. "Meine Situation ist gerade die, dass ich spiele, solange Jonas verletzt ist. Das will ich bestmöglich machen. Deshalb ist alles andere wirklich absolut kein Thema für mich", entgegnet Nicolas auf die Frage, ob er sich perspektivisch als Nummer zwei oder als Stammtorhüter bei einem Erstligisten sieht. Die vergangenen Wochen haben ihm jedenfalls gelehrt, dass sich hin und wieder eine Tür öffnet, mit der kurz zuvor nicht zu rechnen war.

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