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·26. September 2022

Pavard über depressive Phase: „In meinem Kopf ging es nicht“

Artikelbild:Pavard über depressive Phase: „In meinem Kopf ging es nicht“

News | Bayern-Profi Benjamin Pavard hat über eine depressive Phase, in der sich länger befand, sehr offen gesprochen. Geholfen habe ihm auch Trainer Julian Nagelsmann.

Pavard: „Es war ok für nur zwei Minuten“

Im Interview mit Le Parisien hat Benjamin Pavard (26) sehr offen über eine depressive Phase, in der er sich während der tiefsten Pandemiephase befand, gesprochen. „In meinem Kopf ging es nicht“, so der Verteidiger vom FC Bayern München. Zwar möge der Franzose das Wort „depressiv“ nicht, „aber es war so. Zuerst sagst du dir, dass es nichts ist, dass es vorbeigehen wird. Aber wenn du siehst, dass es anhält, dass du ins Training gehst und keinen Spaß hast, musst du reagieren.“

Vor allem der Lockdown habe dem 45-fachen Nationalspieler sehr zugesetzt. „Ich bin ein Mensch wie alle anderen, und obwohl ich ein super schönes Haus mit Kraftraum habe, brauchte ich den Kontakt zu anderen“, so Pavard. „Ich stand auf, ich hatte keinen Appetit. Ich habe versucht, mich zu beschäftigen, zu kochen, Serien zu schauen. Aber Netflix, es war ok für nur zwei Minuten …“ Der 26-Jährige sei zwar „als Mann“ aus seinem mentalen Tief herausgekommen, dennoch „hat es mich verändert“. Geholfen habe ihm auch Bayern-Trainer Julian Nagelsmann (35): „Er machte mir klar, dass ich in seinen Plänen eine große Rolle spielen würde.“

Und Nagelsmann sollte Wort halten. In der neuen Spielzeit hat Pavard die Rolle des Stammspielers, auch wenn er zuletzt ein paar Minuten weniger sammelte. Der Vertrag des Abwehrspielers ist noch bis 2024 gültig, laut eigener Aussage will er sich bis kommenden Sommer die Zeit nehmen, um über seine Zukunft zu entscheiden. Schließlich spielt, das weiß Pavard bestens, nicht nur die sportliche Perspektive, sondern auch das eigene Wohlbefinden, eine wichtige Rolle.

(Photo by Christian Kaspar-Bartke/Getty Images)

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