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Olympia 2021 | Asensio! Spanien trifft im Finale auf Brasilien

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News | Nachdem Brasilien als erster Finalist des olympischen Fußballturniers feststand, ermittelten Spanien und Japan den zweiten Finalisten. Nach 120 Minuten setzte sich Spanien mit 1:0 durch.

Spanien optisch überlegen, kaum zwingende Chancen

Brasilien hat sich als erstes Team für das Finale des olympischen Fußballturniers qualifizieren können. Am Ende setzte sich die Seleção im Elfmeterschießen gegen Mexiko durch. Im zweiten Halbfinale ermittelten Japan und Spanien den Finalgegner der Brasilianer. Auf dem Papier war die Furia Roja deutlicher Favorit. Dementsprechend dominant gingen die Spaniern auch zu Werke. In den ersten zehn Minuten erspielten sie sich einige kleinere Halbchancen, die allerdings ungenutzt blieben.

Photo: Miguel Gutierrez / Imago

Der Spielplan der Japaner war deutlich: Durch schnelle Tempogegenstöße zum Erfolg kommen. Mit zunehmender Spieldauer wurde das Spiel aber immer ausgeglichener. Japan fing an höher anzulaufen und Pressing zu spielen. Spanien konnte sich zwar immer wieder befreien. Allerdings gab es keinen Fluss und Rhythmus im Spiel. Zwingende Chancen waren ebenfalls Mangelware. Erst in der 39. Minute gab es die erste wirklich zwingende Szene. Nach gutem direkten Passspiel war Rafa Mir durch, scheiterte aber am japanischen Schlussmann. Es blieb bei dem 0:0, beide Mannschaften gingen torlos in die Halbzeitpause.

Aufmüpfiges Japan bietet Spanien Paroli

Zu Beginn der zweiten Halbzeit machte Japan deutlich mehr und knüpfte dort an, wo sie zum Ende der ersten Hälfte aufgehört hatten. Spanien dominierte zwar den Ballbesitz, allerdings gab es diesen oft in ungefährlichen Zonen. In der 55. Minute gab es dann den ersten großen Aufreger der Partie. Einen Chip-Ball bekam die Abwehr der Japaner nicht geklärt. Mikel Merino setzte auf Höhe des Fünfmeterraums nach und wurde, wie es zunächst schien, von Maya Yoshida gefällt. Der Elfmeterpfiff ließ nicht lange auf sich warten. Nach Studium der Fernsehbilder wurde aber deutlich: Yoshida spitzelte den Ball vor Merino weg, der anschließend seinen Kontrahenten an der Wade traf und fiel. Die Folge: Rücknahme des Elfmeterpfiffs und Annullierung der gelben Karte gegen Yoshida.

Der Rest der Partie plätscherte anschließend vor sich hin. Spanien wusste nicht viel mit dem Ballbesitz anzufangen, Japan versuchte immer wieder Nadelstiche zu setzen. Beide Mannschaften kamen zwar zu Abschlüssen, allerdings hatten die Torhüter keine Probleme damit. Kurz vor Schluss hatte Rafa Mir die große Chance zum Sieg auf dem Fuß, vergab aber kläglich. Schließlich ging es wie im ersten Halbfinale torlos in die Verlängerung.

Verlängerung weitestgehend ereignislos, Asensio entscheidet Partie

Die Verlängerung blieb weitestgehend ereignislos. Beiden Mannschaften war die Erschöpfung anzusehen. In der 102. Minute dann mal eine Annäherung. Der eingewechselte Daizen Maeda setzte sich gegen Pau Torres durch, sein Kopfball ging aber knapp über das Gehäuse von Unai Simón. In den zweiten 15 Minuten war Japan das deutlich aktivere Team, belohnte sich aber nicht.

In der 115. Minute machte schließlich die individuelle Klasse von Marco Asensio den Unterschied aus. Aus knapp 13 Metern halbrechter Position legte der Linksfuß den Ball in die lange Ecke. 1:0 Spanien! Das war die Entscheidung. Spanien trifft nun im Finale auf Brasilien.

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