Ohne die nötige Intensität und Überzeugung

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Die Geschichte des Spiels

„Ein 0:6 ist ganz schwierig zu erklären. Wir haben uns das ganz anders vorgestellt und wollten ganz anders auftreten“, zeigte sich Cheftrainer Marco Rose nach dem Abpfiff enttäuscht. Seine Mannschaft hatte einen denkbar schlechten Start erwischt. Bereits nach gut 100 Sekunden brachte Robert Lewandowski den frisch gebackenen Meister in Front. Nur für kurze Zeit schien es, dass die Fohlen besser ins Spiel kommen würden. „In der ersten halben Stunde hatten wir einige gute Ansätze und waren auch gefährlich vor dem Tor. Doch nach dem Slapstick-Gegentreffer zum 0:2 sind alle Dinge zusammengekommen“, sagte Rose. Thomas Müller nahm das Geschenk an und erhöhte auf 2:0 für den FCB, der sich danach in einen „Meisterrausch“ spielte und noch vor der Pause wiederum durch Lewandowski und Kingsley Coman nachlegte. „Die Bayern haben mit jedem Tor mehr Spielfreude bekommen. Wir sind dagegen immer passiver geworden. Hinten heraus, kann man man unsere Leistung fast als Stromausfall bezeichnen“, sagte Rose. Das nutzten die Hausherren, um in der Schlussphase wiederum durch Lewandowski und Leroy Sané das halbe Dutzend voll zu machen. „Um in München zu bestehen, braucht man Intensität und Überzeugung. Intensität haben wir über die gesamten 90 Minuten nicht reinbekommen, die Überzeugung haben wir mit jedem Gegentreffer mehr verloren“, bilanzierte Rose.

Das Medienecho

Kicker: „Nach geklärter Meisterfrage spielte sich der FC Bayern gegen verunsicherte Gladbacher vor der Pause in einen Rausch und feierte am Ende einen deutlichen 4:0-Erfolg.“

GladbachLive: „Bereits vor dem Anpfiff des Topspiels hatten die Münchner zum neunten Mal in Folge als Titelträger festgestanden. Dem ließen die Bayern dann eine fulminante Machtdemonstration gegen die Borussia vom Niederrhein folgen.“

Rheinische Post: „Borussia erlebt am beim frisch gebackenen Meister Bayern München ein Debakel. Schon zur Halbzeit sind die Gäste chancenlos, Robert Lewandowski trifft dreimal gegen die Fohlenelf.“

Der Spieler des Spiels

Yann Sommer: Die Wahl zu einem Spieler des Spiels könnte man sich nach einer 0:6-Niederlage eigentlich schenken, denn am gestrigen Abend fand kein Borusse zu seiner gewohnten Leistung. Der Form halber wurde die Wahl in der FohlenApp trotzdem durchgeführt. Letztlich vereinte Yann Sommer 35 Prozent der Stimmen auf sich und landete damit auf Platz eins. Der Schweizer war nahezu bei allen Gegentoren machtlos und vereitelte mit mehreren guten Paraden immerhin noch weitere mögliche Gegentreffer.

Die Tabellensituation

Da Union Berlin am Samstagnachmittag mit 0:3 beim VfL Wolfsburg verlor, behauptete die FohlenElf trotz der herben 0:6-Niederlage in München ihren siebten Platz, der am Saisonende für die Playoffs zur neu gegründeten Conference League berechtigen würde. Jedoch tat die hohe Niederlage im Hinblick auf das Torverhältnis weh. „Leider haben wir uns das ein wenig kaputt gemacht. Jetzt liegen wir nur noch ein Tor vor Berlin“, so Rose. Ebenso schaffte es sein Team nicht, den Rückstand auf Bayer Leverkusen zu verkürzen. Die Werkself spielte 0:0 bei Werder und liegt nun in der Tabelle fünf Punkte und neun Tore vor der FohlenElf. „Statt näher ranzukommen haben wir uns leider noch weiter von Leverkusen entfernt. Die Europa League noch zu erreichen, wird daher nun extrem schwer, denn Bayer benötigt dafür nur aus den beiden letzten Spielen nur noch einen Punkt“, sagte Rose.

Der Ausblick

Die Bundesliga-Saison biegt auf die absolute Zielgerade ein. Nur noch zwei Spieltage stehen an. Im letzten Heimspiel der aktuellen Runde empfängt Borussia am kommenden Samstag (15:30 Uhr) den VfB Stuttgart. Eine Woche später schließt sie die Spielzeit mit der Auswärtspartie bei Werder Bremen ab. „Wir haben einen klaren Auftrag für die letzten beiden Spiele, nämlich unsere eigenen Hausaufgaben zu erledigen“, betonte Rose. Nach dem trainingsfreien Montag beginnt am Dienstagnachmittag die Vorbereitung auf das Duell mit den Schwaben, die als Neunter aktuell vier Zähler hinter der FohlenElf platziert sind. „Wir müssen das 0:6 jetzt schnell aus den Kleidern schütteln und uns dann konzentriert auf das nächste Spiel vorbereiten. Gegen Stuttgart werden wir einen ganz anderen Auftritt benötigen“, betonte Rose.

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