"Nichts umgesetzt": Werder Bremen geht in Darmstadt unter | OneFootball

"Nichts umgesetzt": Werder Bremen geht in Darmstadt unter

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Die Situation beim SV Werder Bremen wird immer bedrückender. Beim 0:3 gegen den SV Darmstadt offenbarten die Norddeutschen eklatante Schwächen – mit denen die Beteiligten auch entsprechend selbstkritisch umgingen.

"Das habe ich gar nicht verstanden"

Ratlos. Dies war wohl der Gemütszustand, der am ehesten aus Markus Anfang zutraf, nachdem er mit 0:3 eine herbe Pleite bei seinem Ex-Klub Darmstadt erhielt. Was die Bremer an diesem Sonntagnachmittag gezeigt hätten, sei "weit weg von dem, was die Mannschaft spielen kann." Genauer habe er seine Mannen gesehen, die "überhaupt nicht nach vorne gespielt haben, obwohl die Räume da waren. Das habe ich gar nicht verstanden", gab er beinahe resignierend zu. Dies präzisiert er, indem er darauf verweist, dass die Spieler die Kugel, anstatt aufzudrehen, "nach hinten prallen lassen". So sei es "keine Leistung, die für Punkte berechtigt hätte", musste der Übungsleiter zugeben. "Nichts" von dem, was geplant wurde, sei umgesetzt worden.

Eine solche Rückgabe, wie der Trainer sie zu häufig sah, leitete gar das 0:2 aus Bremer Sicht ein, als Ex-Lillie Rapp einen katastrophalen Rückpass in den Fuß von Darmstadts Pfeiffer spielte, der keine Probleme hatte, das vorentscheidende Tor zu erzielen. "Es ist auch egal, wer den Fehler macht. Die Szene war eher bezeichnend dafür, dass wir immer nach hinten gespielt und gedacht haben", nahm Anfang seinen Schützling in Schutz, der selbst zugab, den Ball "generell so nicht spielen" zu dürfen. Entsprechend habe er sich nach der Partie bereits entschuldigt gehabt.

Auf und Ab

Es bleibt somit dabei, dass auf einen Zu-Null-Sieg meist eine klare Zu-Null-Niederlage folgt. Gegen Dresden gab es eine Klatsche (0:3), gegen Heidenheim einen überzeugenden Sieg (3:0) und nun wieder die Klatsche. Bremen kann sich nicht so richtig in der 2. Liga finden und steht folgerichtig auf einem grauen 10. Platz. "Es ist ein Auf und Ab. Ja, wir haben eine entwicklungsfähige Mannschaft, aber wir müssen uns auch mal entwickeln", moniert Anfang und fordert sein Team.

Zustimmung erhielt er auch aus ebendiesem. So erwartet auch Marvin Ducksch mehr von seinem neuen Klub und möchte, dass die Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern besser harmoniert. "Jeder", so der Stürmer, "kann vorangehen." Auch sich selbst nahm er dabei nicht aus der Pflicht: "Ich versuche es auf dem Platz vorzuleben. Manchmal kommt das noch nicht so an, aber ich bin auch erst eine kurze Zeit hier. Ich versuche es einfach noch besser zu machen." Besser machen sollte es der SVW bereits in der kommenden Woche, wenn es gegen den SV Sandhausen geht.

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