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·28. September 2022

Neuzugangs-Ranking: Wer hat sich wirklich verstärkt?

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Die 18 Klubs der Bundesliga haben im Sommer über 100 neue Spieler verpflichtet. Dass sich unter dieser Summe von Profis Volltreffer und Fehleinkäufe befinden, die große Masse irgendwo dazwischen schwimmt, liegt auf der Hand. Eine erste Einschätzung darüber, wer sich wirklich sinnvoll verstärkt hat, scheint nach sieben Spieltagen anlässlich der Länderspielpause erlaubt.

Dabei ließe sich trefflich darüber streiten, welche Transfers als eingeschlagene Treffer gelten müssen und bei welchen Profis noch großer Nachholbedarf besteht, um eventuell hohe Investitionen zu rechtfertigen. Sport Bild liefert einen gewissermaßen mathematischen Ansatz, um herauszufinden, welche der Bundesliga-Klubs sich in der Spitze verstärkt und welche sich eher einen breiteren Kader verschafft haben. Das Magazin hat dabei nachgerechnet, wie sich die Spielanteile für die Neuzugänge in der ersten Saisonphase bis zur Länderspielpause dargestellt haben.

Schalke hatte größten Umbruch

Bei den nackten Zahlen liegen dabei natürlich Klubs vorne, die im Sommer einen großen Umbruch im Kader vollzogen haben. Beim FC Schalke 04 sind schon zwölf Neuzugänge zum Einsatz gekommen, bei Union Berlin deren neun. Mit den Ausnahmen Borussia Mönchengladbach (drei) und Bayer Leverkusen (zwei) sind bei allen Bundesligisten mindestens vier Neuzugänge eingesetzt worden. Diese Zahlen sagen aber noch nicht viel darüber aus, wie hochwertig die Verpflichtungen waren. Hilfreicher scheint da die Berechnung der Spielanteile im Verhältnis zu den möglichen Einsatzzeiten, denn diese Angabe verdeutlicht, ob die Neuzugänge vornehmlich den Kader auffüllen oder zur Stammformation gehören.

Hertha verstärkte die erste Elf

Bei dieser Betrachtungsweise rückt Hertha BSC in den Vordergrund. Die sechs eingesetzten Neuzugänge der alten Dame kommen nach sieben Spieltagen auf 64,6 Prozent der maximal möglichen Einsatzminuten, es ist der Top-Wert der Bundesliga. Die Neuzugänge Chidera Ejuke, Jonjoe Kenny, Wilfried Kanga, Ivan Sunjic und Filip Uremovic haben allesamt sogar zwischen 73 und 100 Prozent der Minuten auf dem Platz verbracht. Neben Hertha kommen die gesammelten Neulinge nur beim FC Augsburg und SC Freiburg auf mehr als 50 Prozent der möglichen Spielminuten. Freilich bedarf auch diese Zahl einer gewissen Einordnung: Sie umfasst alle (externen) Neuzugänge, also auch beispielsweise Perspektivspieler oder ausgewiesene Ersatzleute wie 2. Torhüter. Zudem gehen Langzeitverletzte in die Berechnung ein. Bei Borussia Dortmund etwa lesen sich 37,4 Prozent der möglichen Einsatzminuten für Neuzugänge als eher schwacher Wert. Dabei ist aber zu beachten, dass unter die acht Neuen mit Marcel Lotka und Alexander Meyer zwei Ersatztorhüter fallen und Sebastien Haller wegen seiner Hodenkrebserkrankung noch überhaupt nicht spielen konnte. Dennoch gibt die Statistik des Magazins interessante Einblicke, wenn man sie einzuordnen weiß.

Bei wem spielen die Neuzugänge am meisten?

1. Hertha BSC, 6 eingesetzte Neuzugänge, 64,6 Prozent der möglichen Einsatzminuten

2. FC Augsburg, 5 eingesetzte Neuzugänge, 61,1 Prozent der möglichen Einsatzminuten

3. SC Freiburg, 4 eingesetzte Neuzugänge, 59,1 Prozent der möglichen Einsatzminuten

4. RB Leipzig, 5 eingesetzte Neuzugänge, 44,3 Prozent der möglichen Einsatzminuten

5. TSG Hoffenheim, 5 eingesetzte Neuzugänge, 44,0 Prozent der möglichen Einsatzminuten

6. FC Schalke 04, 12 eingesetzte Neuzugänge, 43,5 Prozent der möglichen Einsatzminuten

7. FC Bayern, 5 eingesetzte Neuzugänge, 38,6 Prozent der möglichen Einsatzminuten

8. Borussia Dortmund, 6 eingesetzte Neuzugänge, 37,4 Prozent der möglichen Einsatzminuten

9. VfL Bochum, 7 eingesetzte Neuzugänge, 35,0 Prozent der möglichen Einsatzminuten

10. FSV Mainz 05, 5 eingesetzte Neuzugänge, 34,1 Prozent der möglichen Einsatzminuten

11. Bayer Leverkusen, 2 eingesetzte Neuzugänge, 34,0 Prozent der möglichen Einsatzminuten

12. Union Berlin, 9 eingesetzte Neuzugänge, 31,9 Prozent der möglichen Einsatzminuten

13. Werder Bremen, 5 eingesetzte Neuzugänge, 31,8 Prozent der möglichen Einsatzminuten

14. Eintracht Frankfurt, 7 eingesetzte Neuzugänge, 26,0 Prozent der möglichen Einsatzminuten

15. Borussia Mönchengladbach, 3 eingesetzte Neuzugänge, 25,9 Prozent der möglichen Einsatzminuten

16. 1.FC Köln, 7 eingesetzte Neuzugänge, 24,6 Prozent der möglichen Einsatzminuten

17. VfB Stuttgart, 4 eingesetzte Neuzugänge, 22,9 Prozent der möglichen Einsatzminuten

18. VfL Wolfsburg, 4 eingesetzte Neuzugänge, 22,2 Prozent der möglichen Einsatzminuten

(Angaben via Sport Bild)

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