Nächster Rückschlag für Dynamo: "Bis zur 90. den Arsch in der Hose haben" | OneFootball

Nächster Rückschlag für Dynamo: "Bis zur 90. den Arsch in der Hose haben"

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Nach dem Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf gab es für Dynamo Dresden am Freitagabend den nächsten Rückschlag im Abstiegskampf. Mit 1:3 unterlag der Aufsteiger bei Jahn Regensburg und könnte weiter in den Tabellenkeller rutschen. Keeper Kevin Broll nervte vor allem die Entstehung des 1:2, Trainer Alexander Schmidt fordert unterdessen auch Besserung im Zweikampfverhalten.

"Keiner wusste, wo er stehen soll"

Nach dem Abpfiff musste Kevin Broll erst einmal Dampf ablassen. Mächtig genervt und sauer stand der Dynamo-Keeper am Mikrofon des Bayerischen Rundfunks. Was den 26-Jährigen am meisten nervte, war die Entstehung des Gegentreffers zum 1:2 durch Kaan Caliskaner nach einem Eckball (80.). "Dann gibts auf einmal Riesen Chaos vor mir, keiner wusste, wo er stehen soll. Flanke, Kopfball, Tor – Dankeschön. Ade, war schee", sagte Broll.  Nur zwei Minuten später entschieden die Hausherren die Partie, Charalambos Makridis erzielte das 3:1. Warum das Team nach dem 1:2 trotz zuvor guter Leistung prompt den nächsten Treffer kassierte, konnte auch der Schlussmann nicht erklären. "Das kapiert keiner, das sind grundlegende Dinge. Da musst du bis zur 90. den Arsch in der Hose haben."

Dabei hatte Dynamo im zweiten Durchgang kein schlechtes Spiel gezeigt, den Rückstand durch Benedikt Saller (34.) hatte Christoph Daferner ausgeglichen (47.). "Vom Spielverlauf her war es so, dass wir sogar in Führung gehen können", sagte Trainer Alexander Schmidt im Nachgang auf der Pressekonferenz. "Als wir Fußball gespielt haben, haben wir das 1:1 gemacht und hatten noch weitere Chance", war auch Broll zufrieden.  Aber: "Dann machen wir auf einmal viel zu wenig und lassen uns hinten reindrücken, da habe ich keinen Grund gesehen", monierte er. Dies sei "der Unterschiede zwischen Männer- und Jugendfußball", wie ihn die Sachsen zeigen würden. "Mir egal, was die anderen denken. Ich bin sauer", beendete er seine Ausführung.

Drei Punkte aus sieben Partien

Dass der Frust beim Aufsteiger immer größer wird, ist verständlich. Schließlich war es nach dem 1:0-Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf am vergangenen Wochenende ein weiterer Rückschlag, gingen doch sechs der vergangenen sieben Partien (dabei wurden nur drei Tore erzielt) verloren. Läuft es für die Schwarz-Gelben an diesem Spieltag maximal unglücklich, droht das Abrutschen auf den Abstiegs-Relegationsplatz 16.

Am kommenden Sonntag steht das Heimspiel gegen den Karlsruher SC an. Trotz leerer Ränge – Zuschauer sind in Sachsen nach neuer Corona-Verordnung nicht mehr zugelassen – fordert Trainer Schmidt ein anderes Auftreten bei Zweikämpfen ein. Da müsse sich sein Team "noch besser anstellen". Am Freitagabend sei wahrlich nicht alles schlecht gewesen, "aber es waren fünf, sechs Schlüsselsituationen, bei denen wir im Zweikampf nicht griffig genug waren".

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