Nach Super-League-Eintritt: Everton geht auf Big-Six los

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News | Die Gründung der Super League könnte auch die Premier League einschneidend verändern. Denn gleich sechs Vereine wollen dort an den Start gehen, was dem FC Everton ganz und gar nicht gefällt.

Everton richtete deutliche Worte an die zur Super League tendieren Big-Six: „Diese absurde Arroganz ist nirgendwo im Fußball erwünscht“

Mit den beiden Manchester-Klubs, dem FC Chelsea, FC Liverpool, Arsenal sowie Tottenham Hotspur wollen gleich sechs Vereine aus der Premier League in der Super League antreten. Die Pläne sorgten in England für reichlich Aufregung – mit hauptsächlich ablehnender Reaktion. Heute meldete sich der aktuelle Achtplatzierte FC Everton zu Wort. In einer Pressemitteilung kritisierte die Big-Six-Vereine aufs Schärfste. Nach Ansicht der Toffees „handeln sie ausschließlich im eigenen Interesse, beschmutzen den Ruf der Liga und des Spiels und missachten sämtliche anderen Premier-League-Vertreter.“ Sogar vom „Verrat der Fußballfans“ ist die Rede.

„In dieser Zeit der nationalen und internationalen Krise – und einer entscheidenden Phase für unseren Sport – sollten die Vereine zusammenarbeiten und die Ideale unseres Sports und seiner Fans in den Vordergrund stellen“, hieß es weiter. Stattdessen seien die „selbsternannten Super-Six“ aus der Fußballpyramide, in der Everton jeden Verein begrüße, ausgebrochen. Sie wollen die „Fans entrechten“, indem sie die Struktur des Spiels in Gefahr bringen. „Diese absurde Arroganz ist außerhalb der Vereine, die diesen Plan entworfen haben, nirgendwo im Fußball erwünscht“, fuhr die Vereinsführung fort.

Everton bitte darum, die Vorschläge sofort zurückgezogen werden, die „unser schönes Spiel in Bezug auf das Vertrauen auf den möglicherweise tiefsten Stand aller Zeiten gebracht haben.“ Man wolle die Eigentümer sowie Vorsitzenden jener sechs Klubs an ihre „privilegierte Position“ erinnern, die sie innehaben. Dabei sollen sie auch „als Hüter des Spiels“ fungieren und genau nachdenken, was sie als ihr Vermächtnis“ hinterlassen wollen.

(Photo: Imago)