Nach Stotterstart: Glasner erklärt Trapps Leistungsexplosion | OneFootball

Nach Stotterstart: Glasner erklärt Trapps Leistungsexplosion

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Nach dem 2:1-Sieg beim FC Bayern München und einer Weltklasseleistung befindet sich Kevin Trapp, Torhüter von Eintracht Frankfurt, in Topform und ist wohl der formstärkste Schlussmann der Bundesliga. Für seinen Trainer war das nur eine Frage der Zeit.

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Das Pokal-Aus beim Drittligisten Waldhof Mannheim, durchwachsene Leistungen bei Borussia Dortmund (2:5) und gegen den FC Augsburg (0:0) in der Bundesliga. Kevin Trapp kam nur schwer in die aktuelle Saison und stand zeitweise auch in der Kritik. Die Gründe dafür waren vielfältig, wie auch sein Coach Oliver Glasner auf Nachfrage von fussball.news erklärte: "Er hatte eine sehr enttäuschende Rückrunde am Ende mit dem Verpassen der Champions League. Dann fährt er zur Europameisterschaft, scheidet aus und es ist wieder enttäuschend." Nach nur zweieinhalb Wochen Urlaub sei er dann schon wieder ins Training eingestiegen: "Und dann sollst du vom ersten Tag an wieder auf Topniveau spielen. Das war halt wahrscheinlich in der Summe, was die Monate vorher passiert ist plus die kurze Vorbereitungszeit, nicht möglich." Hinzu kam auch noch die Kapitänsfrage, bei der der 31-Jährige von Glasner außen vor gelassen wurde. Nach fussball.news-Informationen war der gebürtige Saarländer vor allem von der Art und Weise der Kommunikation enttäuscht.

"Seit Wochen und Monaten in herausragender Form"

Die Folge: Durch den Stotterstart wurde Trapp auch beim DFB vom neuen Bundestrainer Hansi Flick aussortiert. Bei seinen ersten Länderspielen verzichtete Flick auf den Eintracht-Keeper, degradierte ihn gar zur Nummer vier im DFB-Team. Davon angestachelt zeigte dieser dann in der Auswärtspartie beim FC Bayern München eine seiner besten Leistungen überhaupt im Frankfurt-Trikot und rettete mit starken Paraden den 2:1-Sieg. Zu den nächsten Länderspielen wurde er folgerichtig wieder eingeladen. "Kevin ist sehr, sehr ehrgeizig, ein Vollprofi von A bis Z", so Glasner. Der Schlussmann sei sogar noch nach dem Training für die Torschüsse seiner Mitspieler bereit. Da, wo sonst Ersatzkeeper einspringen: "Weil er auch da die Bälle halten will." Für Glasner war die Formexplosion Trapps "nur eine Frage der Zeit. Jetzt ist er seit Wochen und Monaten in einer herausragenden Form." Und die Eintracht wünscht sich wohl sehr, dass er diese über die ganze Saison konservieren kann.

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