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·24. September 2022

Nach öffentlicher Kritik: Darum ist Gravenberch so unzufrieden beim FC Bayern

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Mit Ryan Gravenberch haben die Bayern im vergangenen Sommer einen der vielversprechendsten Nachwuchs-Mittelfeldspieler in Europa verpflichtet. Der 20-Jährige hat sich zuletzt öffentlich über seine Reservistenrolle beim Rekordmeister beschwert. Aktuellen Meldungen zufolge liegt dies vor allem daran, dass Gravenberch unbedingt mit den Niederlanden zur Fußball-Weltmeisterschaft möchte.

Im Sommer kürte Julian Nagelsmann Gravenberch noch zu einem der „Gewinner der Saisonvorbereitung beim FC Bayern“. Auch seine neuen Kollegen schwärmten von dem Youngster und waren auf Anhieb von seinen Qualitäten überzeugt. Trotz einer starker Vor-Saison und guten Trainingseindrücken, hat das Top-Talent bisher nur etwas mehr als 200 Minuten für die Münchner absolviert und muss sich hinter Marcel Sabitzer, Leon Goretzka und Joshua Kimmich hinten anstellen.

Während er im DFB-Pokal gegen Viktoria Köln sein Startelf-Debüt für die Münchner feiern durfte, muss er sich in der Bundesliga und Champions League bisher mit wenigen Einsatzzeiten zufriedengeben. Gravenberch hat sich diese Woche erstmals zu seiner aktuellen Lage beim FCB geäußert und seinen Unmut dabei deutlich zum Ausdruck gebracht: „Du willst spielen, aber der Trainer wählt andere Spieler. Ich habe das zu akzeptieren, doch es ist schwierig. Eigenen Aussagen zufolge hatte dieser „auf mehr Minuten gehofft“. Der Niederländer will aber „ruhig bleiben“ und weiter Vollgas geben.

Gravenberch droht WM-Teilnahme zu verpassen

Wie „SPORT1“-Reporter Kerry Hau in seinem Podcast „Die Bayern-Woche“ berichtet, gibt es zwei konkrete Gründe, warum Gravenberch derzeit Frust schiebt. Demnach bangt der 20-Jährige vor allem um seine WM-Teilnahme mit den Niederlanden. Der Youngster stand zuletzt im vorläufigen Kader der Elftal für die beiden Nations-League-Spiele Partien gegen Polen und Belgien, schaffte jedoch nicht den Sprung ins finale Aufgebot und wurde zur U21 degradiert. Bondscoach Louis van Gaal betonte, dass er Gravenberch die Gründe für seine Nicht-Nominierung transparent dargestellt habe. Es ist ein offenes Geheimnis, dass van Gaal mit den Einsatzzeiten seines Schützlings unzufrieden ist. Sollten sich diese in den kommenden Wochen nicht stabilisieren, droht Gravenberch auch die WM-Endrunde in Katar zu verpassen – ein Szenario, welches der Spieler selbst unbedingt vermeiden möchte.

Laut Hau ist Gravenberch auch unzufrieden, weil die Bayern ihn im Sommer mit deutlichen Versprechungen an die Isar gelockt haben. Demnach wurde ihm in Aussicht gestellt, dass er eine echte Chance hätte den Platz im Mittelfeld neben Mittelfeld-Boss Kimmich einzunehmen. Besonders interessant: Allen Anschein nach wurde ihm sogar in Aussicht gestellt, dass Sabitzer den Verein noch verlassen könnte. Die vielversprechenden Gespräche mit Sportvorstand Hasan Salihamidzic und Chefscout Marco Neppe waren maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich Gravenberch gegen Manchester United und für den FC Bayern entschieden hat.

Wie reagiert Nagelsmann?

Es wird spannend zu sehen wie Julian Nagelsmann auf die „öffentliche Kritik“ von Gravenberch nach der Länderspielpause reagiert. Kurioserweise hat der Bayern-Trainer vor dem letzten Bundesliga-Spiel gegen Augsburg zugegeben, dass der Niederländer in der Rotation bisher ein wenig zu kurz gekommen ist: „Er hat ein paar Spiele gemacht, für seine Fähigkeiten vielleicht ein bisschen zu wenig, was auch an der Konkurrenz liegt.“

Klar ist aber auch: Der 35-Jährige wird sich durch die getätigten Aussagen des Spielers nicht unter Druck setzen lassen. Vor allem nicht in der aktuellen Lage, bei der die Bayern so schnell wie möglich wieder zurück in die Erfolgsspur kommen müssen.

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