"Mia san mia" in Aue: Nur drei Nicht-Bayern unter Neuzugängen | OneFootball

"Mia san mia" in Aue: Nur drei Nicht-Bayern unter Neuzugängen

Logo: liga3-online.de

liga3-online.de

"Mia san mia" im Erzgebirge? Cheftrainer Timo Rost schnappte sich in diesem Sommer auffällig viele Spieler mit Erfahrungen im Freistaat Bayern. Selbstverständlich hat die Kaderplanung des Fußballlehrers nichts mit Geografie zu tun. Viel mehr betonte der 43-Jährige, dass er wissen will, was er an den jeweiligen Spielern habe.

"Weiß, was ich bekomme"

Tim Danhof und Ivan Knezevic hat Timo Rost direkt aus Bayreuth mitgebracht, Linus Rosenlöcher und Paul-Philipp Besong kommen wiederum aus Nürnberg und Felix Göttlicher war bislang ausschließlich bei der SpVgg Unterhaching tätig. Es sind nur ausgewählte Beispiele, denn bis auf wenige Spieler haben beinahe alle 15 Neuzugänge des FC Erzgebirge Aue schon Erfahrungen in Bayern gemacht.

Kann das noch Zufall sein? "Das spielt für mich eigentlich keine Rolle, wo der Spieler her ist. Ich will aber auch nicht sagen, dass es Zufall ist. Ich habe lange in Bayern gearbeitet und weiß daher, was ich bekomme", erklärt der FCE-Coach gegenüber "Tag24" mit einem Schmunzeln. Tatsächlich sind unter den Neuzugängen nur Marco Schikora, Steffen Nkansah und Lukas Sedlak ohne bayrische Erfahrungen. Selbst Elias Huth hat in seiner Jugend für Bayern Alzenau gekickt – trotz Zugehörigkeit zum hessischen Fußballverband ist es ein bayrischer Klub.

Rost will es wissen

Dass nun so viele gebürtige Bayern und Spieler mit ehemaligen Stationen im Freistaat nach Aue kamen, ist zumindest ungewöhnlich. "Ich kenne die Spieler, das war mir wichtig. Es war nicht explizit Bayern, das war nicht bewusst. Es war eher das Bewusste auf das, was ich bekomme", betont Rost, worauf er in der Kaderplanung den Fokus richtete.

Wohl dem, der in den vergangenen Jahren dann auch mal gegen die Teams des 43-Jährigen kickte. Denn eigene Eindrücke sind das, was für Rost zählt: "Mir ist wichtig, in der Kaderplanung zu wissen, welchen Kicker bekomme ich. Ich werde niemals so arbeiten, dass ich irgendwelche auf Zuruf nehme, weil ein Berater sagt, er muss sie unters Volk bringen."

Männel trainiert wieder

Derweil ist Stammkeeper Martin Männel nach seinem Anfang April erlittenen Muskelschaden wieder ins Training eingestiegen. Wie die Veilchen mitteilten, absolvierte der Kapitän am Mittwochnachmittag mit Torwarttrainer Tomislav Piplica "torwartspezifische Übungen". Ob der 34-Jährige rechtzeitig zum Saisonstart in rund drei Wochen fit wird, ist aber noch ungewiss.

Impressum des Publishers ansehen