Medienrunde: Wie Haaland die Journalisten zur Verzweiflung treibt

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Zugang Erling Braut Haaland elektrisiert die Fans von Borussia Dortmund. Im Trainingslager im spanischen Marbella stellte sich der Norweger nun in einer Medienrunde den Fragen der Journalisten. Seine Antworten: kurz und knackig.

Die Vor-Ort-Reporter hätten vorgewarnt sein müssen. Legendär schon ist ein TV-Interview von Haaland nach einer Champions-League-Partie seines Ex-Klubs RB Salzburg. Der Reporter erwartet von Haaland ausführliche Antworten, der Stürmer brachte es aber mit wenigen Worten jeweils auf den Punkt. Ein Auszug:

Reporter: „Gratulation, Du bist der jüngste Spieler, der je bei seinem Debüt einen Hattrick in der Champions League erzielt hat. Wie fühlst Du Dich?“

Haaland: „Ich fühle mich sehr gut.“

Reporter: „Möchtest Du noch was sagen?“

Haaland: „Du hast gefragt, wie ich mich fühle – ich habe die Antwort bereits gegeben.“

Reporter: „Du hast sehr viele Tore in dieser Saison bereits erzielt. Was ist Dein Erfolgsgeheimnis?“

Haaland: „Stets hart zu arbeiten.“

Das Interview behielt die Gesprächsatmosphäre bei. Nach etwas mehr als einer Minute war das Interview mit dem Spieler des Spiels beendet.

Haaland hält an seinem Stil fest

Wer dachte, dass Haaland ansonsten bei Interviews ausführlicher antwortet, der muss sich spätestens seit Freitag nochmal umstellen. Auch bei der Medienrunde mit den BVB-Reportern, die der Klub via BVB TV auch öffentlich ins Netz stellte, hielt der 19-Jährige an seiner Art der Interviewführung fest. Die Fragen der Journalisten konnten noch so kreativ, so ausführlich, so gesprächsöffnend wie möglich sein, Haaland setzte auf kurze Antworten. Eine Auswahl an Fragen und Antworten:

Reporterin: „Was sind Deine Stärken – mental wie körperlich – auf dem Platz?“

Haaland: „Ich möchte, dass Ihr das selbst entscheidet, wenn ihr mich spielen seht.“

Reporter: „Warum hast Du Dich für Dortmund und nicht für Manchester United entschieden?“

Haaland: „Lustige Frage. Ich habe mich für Dortmund entschieden, weil ich dabei das beste Gefühl hatte.“

Reporter: „Was könnt Ihr in der Rückrunde erreichen?“

Haaland: „Wir haben ein gutes Team. Es hängt davon ab, wie gut wir spielen und welche Resultate wir erzielen. Ich denke schon, dass wir einige gute Momente erleben können.“

Reporter: „Was weißt Du über die Bundesliga?“

Haaland: „Ich weiß, dass es eine tolle Liga ist. Es wird ein schöner Fußball gespielt, der gut zu mir passt.“

Reporter: „Wir fragen uns alle, wann Du einsatzbereit sein wirst?“

Haaland: „Ich hoffe, dass ich Morgen (vs. Rotterdam und Mainz; Anm. d. Red.) einsatzbereit bin.“

Reporterin: „Welchen nächsten Schritt willst Du persönlich in Dortmund gehen?“

Haaland: „Als nächstes möchte ich jeden Tag voll mittrainieren.“

Reporterin hakt nach: „Und in Deiner persönlichen Entwicklung?“

Haaland: „Morgen mein Debüt für den BVB geben.“

Danach mussten auch die Journalisten vor Ort lachen. Denn natürlich hatten sie auf lange, ausführliche und packende Antworten gehofft. Haaland aber, fast bewundernswert, zog seelenruhig und freundlich seinen Stil von kurzen und knackigen Antworten durch. Am Ende der Medienrunde wurde es aber nochmal gefühlvoll für alle BVB-Fans:

Reporter: „Der Wechsel zu Dortmund war Deine Idee. Du hast Deine Entscheidung auch gegenüber Deinem Vater erläutert. Wie kamst Du auf die Idee, nach Dortmund zu wechseln?“

Haaland: „Der BVB ist ein großer Klub. Ich mochte den BVB schon immer! Wie Du siehst, fange ich an zu lächeln, wenn Du davon erzählst, weil ich den Verein sehr mag.“

Reporter hakt nach: „Aber was magst Du genau am BVB? Den Spielstil, die Farben, die Fans? Was genau magst Du?

Haaland wieder klassisch: „Ich mag alles am BVB, was Du genannt hast.“