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·5. Februar 2023

Medien: TSG Hoffenheim stellt Breitenreiter frei

Artikelbild:Medien: TSG Hoffenheim stellt Breitenreiter frei

News | Fußball-Bundesligist TSG Hoffenheim hat Medienberichten zufolge Trainer André Breitenreiter freigestellt.

Nach sieben Monaten: Breitenreiter bei Hoffenheim vor dem Aus

Der Nagelsmann-Fluch ist auch Andre Breitenreiter zum Verhängnis geworden: Die monatelange Talfahrt der TSG Hoffenheim hat den Trainer des Fußball-Bundesligisten offenbar den Job gekostet. Nach Informationen des kicker wurde der 49-Jährige am Tag nach dem desaströsen 2:5 (0:3) beim VfL Bochum freigestellt. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht.

Damit muss auch der dritte Nachfolger des einstigen Erfolgstrainers Julian Nagelsmann vorzeitig gehen. Breitenreiter war erst zu Saisonbeginn mit den Vorschusslorbeeren des Schweizer Meistertrainers (FC Zürich) zum „Dorfklub“ gekommen.

Seit Mitte Oktober warten die ambitionierten Hoffenheimer auf einen Dreier, seit nunmehr zehn Pflichtspielen ist die TSG sieglos. Nach dem zehnten Spieltag noch auf Rang vier, rutschte der Klub von Mehrheitseigner Dietmar Hopp tief in den Tabellenkeller ab. Breitenreiter wirkte zunehmend ratlos. In Bochum sollte es den Befreiungsschlag geben, doch nach der laut Sportchef Alexander Rosen „indiskutablen“ Klatsche war es um Breitenreiter geschehen.

Das Besondere? Der Absturz ist nicht neu. „In einem Zeitraum von zwölf Monaten erleben wir die gleiche Situation zum zweiten Mal“, betonte Rosen. Im Vorjahr hatte die TSG unter Sebastian Hoeneß noch am 25. Spieltag auf Champions-League-Kurs gelegen, ehe sie komplett einbrach. Nach neun Spielen im Saisonendspurt ohne Sieg musste Hoeneß seinen Posten räumen, weil Hopp seinen Verein durchgehend im internationalen Geschäft sehen möchte. Vor Hoeneß musste deshalb auch Alfred Schreuder seinen Hut nehmen.

Diesmal sollte die T-Frage laut Rosen jedoch zu kurz greifen. Denn trotz Trainerwechsel sei ein Teil gleichgeblieben, „und das ist der Klub. Das sind Protagonisten, das ist eine Geschäftsleitung, wie ich es bin“. Sich selbst nehme er „voll mit rein“, denn: „Wenn es in diesen Extremen passiert, müssen wir uns vielleicht größere Fragen stellen.“

Wie in der vergangenen Spielzeit haben die Hoffenheimer erneut mit langatmigen Personalsorgen zu kämpfen, seit Wochen fallen immer wieder Leistungsträger wie Abwehrchef Kevin Vogt aus. Woran das liegt? „Ich habe keine Antwort“, gab sich der Sportchef (noch) ratlos: „Wir haben ein anderes Setting, wir haben andere Spieler. Warum passiert das?“

Klar ist: Zu lange schon ließ die Mannschaft unter Breitenreiter die Basics vermissen, agierte zu selten auf „einem erwartbaren Grundniveau“ und rief ihre nicht abzusprechenden Qualitäten kaum ab. Seit dem 3:0 beim Schlusslicht Schalke 04 holte das Team nur zwei mickrige Pünktchen, schied zudem im DFB-Pokal in Leipzig (1:3) aus.

Zeigte die TSG wie im Vorjahr zunächst ihr schönstes „Champions-League-Gesicht“, stolpert sie derzeit wie ein Absteiger durch die Liga. „Irgendwo dazwischen“, mutmaßte Sportdirektor Rosen, „muss es eine Wahrheit geben – und da muss es Antworten geben.“

Am Sonntag gab es die erste. (sid)

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