Matarazzo: "An Leistungsgrenzen zu gehen, ist für mich sehr oft Charaktersache"

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Nach der Niederlage des VfB Stuttgart gegen Bayer Leverkusen fordert Pellegrino Matarazzo im Auswärtsspiel beim VfL Bochum eine Reaktion seiner Mannschaft. Gegen den Aufsteiger soll die Wende nach einem ernüchternden Saisonstart erfolgen. 

Der VfB Stuttgart wartet seit dem ersten Spieltag (5:1 gegen Greuther Fürth) auf ein Erfolgserlebnis. In den darauffolgenden vier Partien sammelten die Schwaben nur einen Punkt, die Negativ-Höhepunkte stellen das 0:4 gegen RB Leipzig und das 1:3 gegen Bayer Leverkusen dar. Nun erwartet Cheftrainer Pellegrino Matarazzo einen deutlich besseren Auftritt gegen den VfL Bochum: "Gegen Leverkusen gab es viele Dinge, mit denen ich unzufrieden war. Darüber habe ich mich sehr geärgert", sagt der US-Amerikaner im Interview mit den Stuttgarter Nachrichten und betont: "Jetzt geht es darum, dass die Spieler eine Reaktion zeigen. An Leistungsgrenzen zu gehen, ist für mich sehr oft Charaktersache."

Matarazzo vermisst die letzte Konsequenz

Als Schwachpunkte seiner Mannschaft macht Matarazzo zu viele Ballverluste und fehlende Konsequenz aus: "Wir hatten einerseits in den ersten Spielen zu viele Ballverluste in gefährlichen Räumen. Andererseits benötigen wir wieder diese absolute Konsequenz im Verteidigen. Eine Flanke mit letzter Kraft zu blocken, sich ohne Rücksicht auf Verluste ins Kopfballduell zu werfen, übertrieben formuliert, bereit sein zu sterben, um ein Gegentor zu verhindern: Das ist eine Einstellung, an der wir noch arbeiten können. Und das tun wir auch", so der 43-Jährige.

Die Mannschaft muss sich finden

In Panik verfällt Matarazzo aber keineswegs. Er habe bereits frühzeitig betont, die Mannschaft müsse sich nach den Transfers und Verletzungen "jeden Punkt hart erarbeiten" und erst noch finden: "Einen Mannschaftskern, eine stabile Achse auf dem Platz zu haben und das Leistungspotenzial abzuschöpfen", so Matarazzo, "das war und ist zum jetzigen Zeitpunkt der nächste Schritt".

"Wir sind jetzt in dem Prozess, uns zu stabilisieren"

Das alles sollen aber keine Ausreden sein, sondern eine Beschreibung des Zustandes, in welchem sich die Mannschaft befindet: "Ich will keine Ausreden suchen. Wer das tut, begibt sich in die Opferrolle. Es geht vielmehr darum, die aktuelle Situation zu analysieren, die richtigen Schlüsse zu ziehen und besser zu werden", sagt Matarazzo, der betont: "Wir sind jetzt in dem Prozess, uns zu stabilisieren. Und ich bin mir sicher: Wenn wir weitere Schritte machen, werden wir Ergebnisse erzielen, Punkte holen und auch wieder ein anderes Gefühl bekommen." Gegen Bochum soll der Startschuss erfolgen.

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