Löw enthüllt: Müller, Boateng und Hummels sind nur eine Option für die EM

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Bundestrainer Joachim Löw hat am Sonntag vollkommen überraschend im Interview mit der „ARD Sportschau“ die Tür für ein Comeback von Thomas Müller & Co. aufgemacht und dieses nicht mehr kategorisch ausgeschlossen. Im Gespräch mit dem „kicker“ legte er nun nach und betonte dabei, dass die Rückkehr nur eine temporäre Lösung für die EM 2021 wäre.

Der 61-jährige verteidigte seinen personellen Umbruch, den er im März 2019 mit der Ausbootung von Müller, Boateng und Hummels angestoßen hat: „Der Umbruch ist richtig, er war überfällig, davon bin ich überzeugt. Grundsätzlich gilt: Einen eingeleiteten Umbruch sollte man nicht leichtfertig abbrechen, das macht keinen Sinn. Da muss man Kurs halten, auch wenn es Rückschläge gibt, von denen wir alle wussten, dass sie kommen würden.“

Bedingt durch die Corona-Krise ist Löw jedoch bereit eine „Pause von seinem Umbruch“ zu machen: „Wenn man nun ehrlich ist, wurde uns durch Corona fast ein ganzes Jahr genommen. Das fehlt uns in der Entwicklung, das war nicht vorhersehbar. Es kann also besondere Umstände geben, die mit Blick auf ein Turnier eine Unterbrechung des Umbruchs rechtfertigen.“ Ein Blitz-Comeback von Müller & Co. im März wird es laut Löw nicht geben: „Kurz vor dem Turnier muss ich eine Antwort auf die Frage gefunden haben: Was ist für dieses eine Turnier das Allerbeste?“

„Nach der EM müssen wir die Mannschaft auf die WM 2022 und die EM 2024 im eigenen Land vorbereiten“

Laut Löw ist eine Rückkehr des Trios jedoch nur eine kurzfristige Option für die bevorstehende EM: „Wenn man den Umbruch bei der EM unterbricht, sollte man ihn nach dem Turnier auf jeden Fall fortsetzen.“ Heißt im Klartext: Müller, Boateng und Hummels hätten keine langfristige Perspektive: „Nach der EM müssen wir die Mannschaft auf die WM 2022 und die EM 2024 im eigenen Land vorbereiten.“