Lemke erklärt: Darum sind die Bayern "Lichtjahre entfernt"

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Nach fünf Spieltagen der neuen Saison ist an der Spitze der Bundesliga wieder die alte Ordnung hergestellt. Der FC Bayern grüßt nach dem ersten Punktverlust des VfL Wolfsburg vom Platz an der Sonne. Die Befürchtung vieler Beobachter lautet, dass der Rekordmeister diesen Rang nicht mehr hergeben wird. Willi Lemke ist gelangweilt.

"Es bringt doch den Leuten keinen Spaß mehr. Wollen sie 20 Jahre lang Deutscher Meister Bayern München sehen? Ich nicht", sagt der langjährige Manager von Werder Bremen gegenüber dem TV-Sender Sport1. Für die Bundesliga sei es auch wirtschaftlich nicht vorteilhaft, dass ein Klub der Konkurrenz so weit enteilt ist. "Da muss Spannung rein. Das hat auch Uli Hoeneß zu mir gesagt, als wir uns getroffen haben in München", so Lemke.

Herausragendes Management

Der 75-Jährige galt über Jahre als Intimfeind von Bayern-Boss Hoeneß, in dieser Zeit ärgerte Werder den Rekordmeister immer wieder. Heute kann davon in Bremen keine Rede sein und auch anderswo sieht man den FC Bayern nur mit dem Fernglas. "Wenn sie sich die Daten und das Management anschauen, die vielen Leute, die da auch im Aufsichtsrat sitzen, alle sind hervorragend geeignet, den Verein zu leiten, zu führen und zu beraten. Die sind Lichtjahre von uns entfernt", konstatiert Lemke. Und meint damit sicher nicht nur den Zweitligisten Werder Bremen.

Absage an Super League "hat mich gewundert"

Wohl auch wegen der mangelnden Konkurrenzsituation habe er erwartet, dass sich die Münchner den zwölf abtrünnigen internationalen Klubs anschließen würden, die im Frühjahr für helle Aufregung sorgten: "Mich hat es gewundert, dass sie nicht der Super League gefolgt sind. Sie haben ja jahrelang im europäischen Spitzenklub mitgearbeitet. Ich war mir sicher wie das Amen in der Kirche, dass das über kurz oder lang kommt", erklärt Lemke. Mit der Absage habe der FC Bayern aber einmal mehr richtig gelegen, "weil sie merkten, dass das in die falsche Richtung geht".

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