Kumpel-Duell am Samstagabend: Schon wieder ein Endspiel für Grammozis? | OneFootball

Kumpel-Duell am Samstagabend: Schon wieder ein Endspiel für Grammozis?

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Es schien alles so auszusehen, als wäre Schalke auf einem guten Weg, sich endlich spielerisch zu verbessern. Nach den guten Spielen gegen Sandhausen, Nürnberg und dem HSV am Ende des letzten Jahres war die Stimmung auf Schalke gut und hoffnungsfroh. Doch dann kam letzte Woche der Dämpfer für die Königsblauen nach dem 1:1 gegen Kiel. Das Spiel gegen Aue am Samstagabend wird also umso wichtiger sein im Kampf um den Aufstieg.

Heute um 20:30 Uhr (live auf Sky und Sport1) kommt es zum Kumpel-Duell zwischen dem FC Erzgebirge Aue und Schalke 04. Für beide Mannschaften ein Spiel von hoher Bedeutung. Während Schalke als Favorit in das Spiel gehen wird und dringend drei Punkte braucht, um an der Spitzengruppe der zweiten Liga dranzubleiben, benötigen die Sachsen wichtige Zähler für den Klassenerhalt.

Grammozis spürt Druck

Für manche gilt dieses Spiel unter Flutlicht als ein Endspiel für Schalke-Trainer Grammozis (mal wieder). Schalke holte aus den vergangenen acht Partien lediglich neun Punkte. Zuletzt gegen Kiel gab es nur ein Remis. Und das, obwohl Kiel stark ersatzgeschwächt war und die „Knappen“ quasi aus den Vollen ihres Kaders schöpfen konnten. Aber nicht nur, dass man nur für einen Punktgewinn sorgen konnte. Auch die spielerische Art und Weise war ein Rückschritt im Vergleich zu den beiden vorangegangen Auftritten gegen Nürnberg und in Hamburg. Und so kommt es wieder dazu, dass Grammozis von den Fans in Frage gestellt wird. Nicht viele Fans sind zu 100% davon überzeugt, dass der Grieche der richtige Trainer für den direkten Wiederaufstieg ist.

Gut möglich, dass der Schalker Coach selbst diesen Druck spürt. In dieser Woche fand nämlich jede Trainingseinheit unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Es steht viel auf dem Spiel, für Grammozis und den Verein. Sollte man das Spiel heute nicht gewinnen, könnte man einem möglicherweise neuem Trainer zwei Wochen Zeit geben, auf Schalke anzukommen. Denn das kommende Wochenende ist aufgrund von WM-Quali-Spielen und des Afrika-Cups spielfrei. Aber dieses Szenario ist erst einmal nur spekulativ.

Viele Veränderungen in der Startelf?

Eine Sache muss man Grammozis lassen: Er hat mit der Startaufstellung im letzten Spiel Mut bewiesen. Denn, obwohl Drexler und Latza wieder fit und im Kader waren, hat er an Blendi Idrizi und Rodrigo Zalazar im Mittelfeldzentrum festgehalten. Das wird er heute Abend in Aue aber aller Voraussicht nach nicht machen. Wie die „BILD“ berichtet, erwägt der Coach, mit dem Mittelfeld bestehend aus Palsson, Latza und Drexler zu beginnen. Dann müssten Idrizi und Zalazar wieder auf die Bank weichen. Vor allem bei Zalazar wäre das unverständlich. schließlich war der Uruguayer der Offensivspieler, dem am vergangenen Wochenende offensiv noch am meisten gelungen ist. Eine Entscheidung nach Leistungsprinzip wäre dieser personelle Wechsel also nicht.

Gut möglich, dass es weitere Veränderungen in der Startelf geben wird. Darko Churlinov konnte seine zuletzt guten Leistungen gegen die „Störche“ leider nicht bestätigen. Es wird also wahrscheinlich wieder auf das Sturmduo Bülter und Terodde hinauslaufen.

Weitere Fragezeichen stehen hinter den Personalien Ranftl und Sané. Ranftl hat gegen Kiel kein gutes Spiel gemacht, sah beim Gegentreffer nicht gut aus. Neuzugang Vindheim sitzt ihm hier im Nacken. Bei Salif Sané muss man abwarten, wie sein Gesundheitszustand ist. Er konnte am vergangenen Sonntag sein Startelf-Comeback nach langer Verletzungspause geben und stand 70 Minuten auf dem Platz, machte zudem eine gute Partie. Ob es auch heute wieder für einen Startelfeinsatz reicht, bleibt abzuwarten. Mit dem norwegischen Neuzugang Marius Lode stünde ein guter Ersatz parat.

Insgesamt kann Dimitrios Grammozis das erste mal in dieser Saison (fast) aus dem Vollen seines Kaders schöpfen. Lediglich Marcin Kaminski (Covid-19) und Mehmet Can Aydin (Oberschenkelverletzung) stehen ihm nicht zur Verfügung.

Es darf also endgültig keine Ausreden mehr geben für den Schalker Cheftrainer. Das Spiel heute Abend ist ein Pflichtsieg. Ansonsten wird die Luft dünn…

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