Krach zwischen der Wolfsburger Polizei und Werder-Ultras: Verein gibt Stellungnahme ab | OneFootball

Krach zwischen der Wolfsburger Polizei und Werder-Ultras: Verein gibt Stellungnahme ab

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Werder Bremen hat beim 2:2 in Wolfsburg einen guten Start in die neue Saison hingelegt, selbst wenn es letztlich mit den drei Punkten nicht ganz geklappt hat. Mit dabei waren allerdings weniger Werder-Anhänger als geplant. Dies lag daran, dass es im Vorfeld zu strengen Kontrollen der Wolfsburger Polizei kam. Der Verein hat mit Unverständnis auf die Ereignisse reagiert.

Laut Angaben eines Polizeisprechers wurden im Vorfeld der Partie von Wolfsburg gegen Werder 600 bis 800 Fans kontrolliert. Damit wollte man verhindern, dass Pyrotechnik ins Stadion gelangen könne. Der SV Werder Bremen hat für die umfangreiche Durchsuchungsaktion kein Verständnis. "Mit großem Unvertändnis hat der SV Werder Bremen die Maßnahmen der Polizei am Wolfsburger Bahnhof zur Kentniss genommen", schrieb der Klub und begründete dies wie folgt: "Obwohl das Spiel im Vorfeld von beiden Clubs als unbedenklich eingestuft worden ist, werden von der Polizei intensive Durchsuchungsmaßnahmen und Personalienfeststellungen durchgeführt." Der Klub bemängelte, dass "Fans festgehalten wurden" und nicht die Möglichkeit hatten, "sich frei zu bewegen".

Klarer Wettbewerbsnachteil: Werder-Ultras kehren nach Bremen zurück

Die Werder-Ultras haben sich daher entschieden, "wieder nach Bremen zurückzukehren", was einen "klaren Wettbewerbsnachteil" bedeutet hat. Zuvor skandierten sie immer wieder "Fußball-Fans sind keine Verbrecher". Die Polizei rechtfertigte ihren Einsatz hingegen via Twitter. "Aus gefahrenabwehrrechtlichen Gründen wurde eine Kontrollstelle eingerichtet, um Auseinandersetzungen von Fangruppierungen zu verhindern", so die Erklärung. Zudem ließ man gegenüber der WAZ folgendes verlauten: "Die überwiegende Mehrheit der Fans ließ die Kontrollmaßnahmen entspannt geschehen." So hätten sich die Werder-Anhänger die Rückkehr in die Bundesliga sicherlich nicht vorgestellt. Auch wenn die Sicherheit stets eine große Rolle spielt, müssen örtliche Behörden im Umgang mit den Ultras Vorsicht zeigen.

"Wir sind stolz darauf, in Deutschland eine lebendige Fanszene in allen Stadien zu haben, Auswärtsfans zu haben. Wenn wir Gäste dann so willkommen heißen, kann das nicht im Sinne des Zuschauersports Fußball sein", sagte dazu Werder-Geschäftsführer Hess-Grunewald gegenüber Sky.

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