Kovac kritisiert: Bayern bindet Trainer nicht in die Kaderplanung ein

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News | Passend zu der aktuellen Debatte rund um Trainer Hansi Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic hat nun Ex-Coach Niko Kovac die Kaderplanung des FC Bayern München kritisiert. Der Verein würde seinen Trainer nicht genug in Transfers einbinden.

Kovac: „Man will bei der Kaderplanung mitgenommen und eingebunden werden“

Während das Verhältnis zwischen Hansi Flick (56) und Hasan Salihamidzic (44) beim FC Bayern München einen Tiefpunkt erreicht zu haben scheint, hat sich nun auch Ex-Coach Niko Kovac (49) passiv in die Debatte eingeschaltet. Kovac, von Juni 2018 bis November 2019 Bayern-Trainer, hat das Arbeiten des deutschen Rekordmeisters kritisiert. Dazu zog der 49-Jährige einen Vergleich zu seinen Stationen in Frankfurt und aktuell Monaco. „Wir sprechen alles durch, führen gemeinsam die Gespräche mit den Zugängen oder potenziellen neuen Spielern“, erklärte Kovac der Sport Bild. „Ich finde, das ist etwas, was jeder Klub braucht, das hat mich auch dazu gebracht, hier zu unterschreiben.“

Keine Selbstverständlichkeit, wie Kovac mit seinem Vergleich zum FC Bayern aufzeigt. „Wir wissen alle, wie es in München abläuft: Dort ist es genau das Gegenteil“, so der Deutsch-Kroate. „Die Situation, welche ich in Monaco vorfinde, ist die gleiche wie damals in Frankfurt – und genau das möchte man als Trainer.“ Kovac hält fest: „Man will bei der Kaderplanung mitgenommen und eingebunden werden.“

Wie die Personalie Jerome Boateng (32) aufzeigt, ist Kovac womöglich nicht der letzte Trainer, der solche Probleme bei den Münchenern vorgefunden haben wird. Bei der AS Monaco hingegen läuft es für Kovac bislang sehr erfreulich. Der Ex-Frankfurt-Coach hat den Ligue-1-Klub stabilisieren können: Nach 32 Spielen steht Monaco mit 65 Punkten auf Tabellenplatz drei. „Im ganzen Verein herrscht eine Aufbruchstimmung“, stellt Kovac erfreut fest. „Wir wollen bis zum Schluss oben bleiben, uns auf jeden Fall für das internationale Geschäft qualifizieren.“

Foto: IMAGO