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·7. Dezember 2023

Kniat fordert: "Abstand nach unten muss jetzt größer werden"

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Der goldene Herbst mit drei Siegen in Folge ist für Arminia Bielefeld vergangen. Aber die Ostwestfalen blieben zuletzt auch wieder dreimal in Folge ungeschlagen. Beim Halleschen FC (Freitag, 19 Uhr) möchte Cheftrainer Mitch Kniat wieder einen Dreier einfahren, um den Abstand nach unten zu vergrößern.

"Gegner nicht zu Großchancen einladen"

Der Aufschwung der Bielefelder war im Oktober deutlich zu erkennen, doch den Blick nach oben haben nur die kühnsten Träumer gewagt. Beim Zweitliga-Absteiger geht es auch kurz vor der Winterpause noch um gesunden Realismus. "Wenn man da ist, wo wir gerade sind, darf man nicht auf Platz 3 schielen. Der Abstand nach unten (sieben Punkte, d. Red.) muss jetzt größer werden", ordnete Mitch Kniat die Situation vor dem Kellerduell mit dem Halleschen FC ein. Die Arminia möchte kein Aufbaugegner für die Saalestädter sein, die mit einem Sieg bis auf einen Zähler an den DSC heranrücken könnten.


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"Nach dem Spielausfall (letzten Freitag in Unterhaching, d. Red.) hatte Halle ein paar Tage länger frei. Ob das ein Vorteil oder Nachteil ist, kann ich nicht beurteilen", so Kniat im Vorfeld der Partie. Umso mehr fokussierte sich der Fußballlehrer auf seine eigene Mannschaft: "Wichtig ist, wenn der Schiri am Freitag anpfeift, dass wir bei 100 Prozent sind. Und wenn wir das schaffen, mache ich mir keine Sorgen um das Spiel." Eine Vorstellung wie gegen Aue, als Bielefeld zwar gut spielte aber hinten die Tore kassierte, soll es nicht noch einmal geben. Und trotzdem: "Genauso gehen wir in das Spiel rein, wie zuletzt auch. Nur mit dem einen Unterschied, dass wir den Gegner nicht zu Großchancen einladen wollen."

Kinderfreude für den Teamgeist

Zugute kommt den Bielefeldern die Größe des Kaders, der sich mittlerweile besser eingespielt habe. "Als Fußballer hat man ja immer wieder gute und schlechte Phasen. Deswegen kommen dann die vermeintlichen Back-ups rein, die aber bei uns keine Back-ups sind. Jeder kriegt bei uns Spielzeiten", erklärte Kniat seine Ansicht auf die Mannschaftsentwicklung. Die Forderung an alle war aber umso eindeutiger: "Wir müssen definitiv die Zweikämpfe eher führen, dürfen uns nicht so tief fallen lassen. Der Gegner dribbelt dann oft an, und hat es dann wie beim ersten Gegentor gegen Aue ziemlich einfach."

Gerade der HFC sei als heimstarke Mannschaft ein Gegner, der ebenfalls diese Zweikämpfe suchen wird. "Sie stellen alle paar Spiele ein bisschen was um. Wenn es dann funktioniert, behalten sie es bei", stellte Kniat dazu noch heraus. Selbst schloss er nicht aus, dass er "ein, zwei Sachen wieder ändern" könnte. Wichtig bleibt dem 38-Jährigen das Miteinander, was auch bei einem Besuch im Kinderzentrum des Klinikums Bethel unter der Woche deutlich wurde. "Wir waren am Dienstagnachmittag alle gemeinsam vor Ort. Michael Mutzel, alle Spieler und das komplette Trainerteam haben die Kinder dort besucht (…) Auch wenn es nur 15, 20 Minuten für jedes Kind waren, haben wir denen eine kleine Freude gemacht.", erklärte Kniat, dass Fußball auch zur Nebensache werden kann. "Der Termin gestern hat alle nochmal geprägt, jeder nimmt da auf jeden Fall auch was mit für die nächste Zeit."

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