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·3. Juni 2023

Klub für Klub: Die besten Neuzugänge der Saison 2022/23

Artikelbild:Klub für Klub: Die besten Neuzugänge der Saison 2022/23

Die Bundesliga-Saison 2022/23 ist Geschichte. In einigen Jahren wird der oberflächliche Blick auf die Tabelle darüber hinwegtäuschen, wie turbulent es in den vergangenen Monaten im deutschen Oberhaus oftmals zugegangen ist. Die Sorge, die Bundesliga könne nach dem Abgang von Robert Lewandowski und Erling Haaland an Anziehungskraft verlieren, hat sich nicht bewahrheitet.

Zwar fällt beim Blick auf die Torschützenliste, die Niclas Füllkrug und Christopher Nkunku mit dem neuen Negativrekord von nur 16 Treffern angeführt haben, durchaus auf, dass die beiden Top-Stürmer nach Spanien und England gewechselt sind. Dennoch konnten die Bundesligisten auf dem Transfermarkt auch viele gute Deals einfädeln. Im Rahmen des Saisonrückblicks kürt fussball.news an dieser Stelle den besten Neuzugang jedes der 18 Erstligisten der nunmehr abgelaufenen Spielzeit.


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FC Bayern: Matthijs de Ligt

Wer annähernd 70 Millionen Euro für einen Abwehrmann ausgibt, hat hohe Erwartungen. De Ligt hat sie erfüllen können: Der Niederländer ist direkt Chef der Defensivabteilung der Münchner geworden und hat sich in die Herzen der Fans gearbeitet.

Borussia Dortmund: Niklas Süle

Der BVB hat mit vielen Transfers richtig gelegen, aus diversen Gründen konnten das aber etwa Karim Adeyemi, Sebastien Haller und Nico Schlotterbeck weniger konstant zeigen als Süle. Das Preis-Leistungs-Verhältnis macht den Abwehrmann unschlagbar, er kam ablösefrei aus München.

RB Leipzig: Xaver Schlager

Die Einkäufe von David Raum und Timo Werner haben bei den Sachsen mehr Schlagzeilen geschrieben, der beste Neuzugang von RB war aber Schlager. Wer weiß, was für Leipzig möglich gewesen wäre, wäre der Österreicher nicht so lange ausgefallen.

Union Berlin: Danilho Doekhi

Die Eisernen gelten seit Jahren als heimliche Meister des Transfermarkts. Auch in der Saison 2022/23 lagen die Berliner zumeist richtig. Das galt beispielsweise für Diogo Leite oder Janik Haberer, aber eben auch für Doekhi. Den Ausschlag gibt hier die große Torgefahr des Abwehrmanns (fünf Treffer).

SC Freiburg: Matthias Ginter

Dass Freiburg Schlotterbeck kaum vermisst hat, ist vor allem der herausragenden Saison von Ginter geschuldet. Die ablösefreie Rückholaktion des Weltmeisters war ein absoluter Triumph für die Breisgauer, der 29-Jährige war neben De Ligt wohl der beste Verteidiger der Bundesliga-Saison.

Bayer Leverkusen: Adam Hlozek

Die Werkself hat sich auf dem Transfermarkt eher in Zurückhaltung geübt, Hlozek war der einzige externe Neue, der es auf große Spielanteile gebracht hat. Das Top-Talent deutete seine Qualitäten mehrfach an, der Durchbruch soll kommende Saison folgen.

Eintracht Frankfurt: Randal Kolo Muani

So gut es Mario Götze bei seiner Rückkehr in die Bundesliga auch gemacht hat, bei den Hessen kann die Wahl nur auf Kolo Muani fallen. Der Franzose dürfte gemeinhin auch als bester Neuzugang überhaupt anerkannt sein.

VfL Wolfsburg: Patrick Wimmer

Zwölf Scorerpunkte weisen eine gute Saison von Wimmer bei den Wölfen aus, dabei hat der Österreicher vor der WM-Pause wegen einer Gehirnerschütterung mehrere Wochen gefehlt. Der 22-Jährige ist immer noch auf dem aufsteigenden Ast.

FSV Mainz 05: Ludovic Ajorque

Die Top-Rückrunde von Mainz war mit vielen Namen verbunden, unter anderem auch zwei starken Winter-Transfers: Andreas Hanche-Olsen in der Abwehr und Ajorque im Angriff haben sofort funktioniert. Der Sturmtank steuerte gute sechs Tore bei.

Borussia Mönchengladbach: Jonas Omlin

Der Skiunfall von Manuel Neuer hat im Winter eine Kettenreaktion heraufbeschworen, aus der Gladbach als Gewinner hervorgegangen ist: Omlin stellt gegenüber Yann Sommer keine merkliche Verschlechterung dar, obendrein ist er deutlich jünger und ein Faktor für den Neuaufbau am Niederrhein.

1.FC Köln: Eric Martel

Es gibt wenige Mannschaften, bei denen zu spielen eine derart große Intensität erfordert, wie es beim 1.FC Köln der Fall ist. Martel hat sich dabei mit 21 Jahren auf Anhieb in der Bundesliga etabliert und das Potenzial zum A-Nationalspieler angedeutet.

TSG Hoffenheim: Angelino

Am Ende einer enttäuschenden Saison für die Kraichgauer ist auch festzuhalten, dass viele Transfers nicht gefruchtet haben. Zu den Treffern gehört die Leihe von Angelino, der im Vergleich zu seinem direkten Vorgänger Raum bei Leipzig die deutlich bessere Spielzeit hinter sich hat (zehn Torvorlagen).

Werder Bremen: Niklas Stark

Werder hatte vor der Saison die Aufstiegsmannschaft weitgehend beisammen gehalten und nur punktuell ergänzt. Die stärkste dieser Ergänzungen wurde nach einigem Anlauf Stark, der nach und nach zum heimlichen Abwehrchef aufsteigen konnte.

VfL Bochum: Philipp Hofmann

Bochum verzeichnete vor der Saison einen der größten Umbrüche in der Bundesliga. Unter anderem galt es Sebastian Polter und seine zehn Treffer aus der Vorsaison zu ersetzen. Das ist Hofmann zwar nicht ganz gelungen, ohne die neun Tore des Stürmers wäre der Klassenerhalt aber schwerlich vorstellbar gewesen.

FC Augsburg: Mergim Berisha

Auch Berisha hat für den FCA neunmal getroffen, mit seinen Leistungen hat sich der 25-Jährige sogar bis zum Nationalmannschaftsdebüt gespielt. Die Leihe von Fenerbahce hat sich für beide Seiten gelohnt und wird demnächst per Kaufoption endgültig zum Festtransfer.

VfB Stuttgart: Serhou Guirassy

Das Stichwort 'Lebensversicherung' wird im Fußball wohl etwas inflationär gebraucht, beim VfB und Guirassy ist es aber angebracht. Es scheint mehr oder minder unvorstellbar, dass sich die Schwaben ohne den Stürmer in die Relegation gerettet hätten, in der er beim 3:0-Hinspielsieg über den HSV erneut traf.

FC Schalke 04: Moritz Jenz

Der Abstieg von Schalke mag am Saisonende besiegelt worden sein, Schuld ist in erster Linie die Phase bis zur WM-Pause. Auf die reagierte S04 mit einigen Winter-Transfers, der beste darunter war Abwehrchef Moritz Jenz. Der 24-Jährige soll nun irgendwie auch im Unterhaus gehalten werden.

Hertha BSC: Jessic Ngankam

Zugegeben: Mit der Wahl von Ngankam wird hier gewissermaßen geschummelt, weil der Stürmer nach Leihe an die SpVgg Greuther Fürth erst ver- und dann per Klausel zurückgekauft wurde. Da sich aber kein anderer Neuzugang wirklich aufdrängte, Ngankam ein seltener Lichtblick war und auch klar ein Teil des Wiederaufbaus nach dem Abstieg sein soll, scheint die Wahl dennoch angebracht.

(Statistiken via Transfermarkt)

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