Kein ganz normales Testspiel: Die Bayern sind in Nürnberg zu Gast

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Niklas Levinsohn

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Wenn der FC Bayern am Samstagnachmittag in Nürnberg gastiert, schwingen Erinnerungen an die Vorsaison mit. Für beide Teams geht es aber auch im Hier und Jetzt darum, sich für eine anspruchsvolle Rückrunde in Form zu bringen.

Als die beiden süddeutschen Rivalen das letzte Mal aufeinander trafen, ging es im Max-Morlock-Stadion dramatisch zu. Am 31. Spieltag empfing der eigentlich schon abgeschriebene, aber unter Interimscoach Boris Schommers wieder wachgeküsste 1. FC Nürnberg den großen FC Bayern zu einer für beide Mannschaften wegweisenden Partie. Für den Club ging es ums Überleben, für die Münchner um die Titelverteidigung.

Dass es am Ende 1:1 stand, war durch die Niederlage des BVB im Revierderby für den Rekordmeister so nützlich wie schmeichelhaft. Noch in der Nachspielzeit hatten die Nürnberger in Person von Tim Leibold die Chance gehabt, den großen Coup perfekt zu machen. Der inzwischen beim HSV unter Vertrag stehende Linksverteidiger scheiterte jedoch vom Elfmeterpunkt am Innenpfosten. Bayern wurde Meister, der FCN stieg ab.


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Ähnlich emotional aufwühlend dürfte es am Samstag um 15.30 Uhr nicht zugehen, dafür geht es um zu wenig. Aus rein sportlicher Perspektive geht es sogar um nichts, aber der Derbycharakter einer historisch so aufgeladenen Partie wie Nürnberg gegen Bayern lässt sich auch in einem Testspiel nicht einfach so abschütteln. Noch dazu, weil das Spiel beiden Mannschaften die Gelegenheit bietet, ein positives Momentum für den Rückrundenstart mitzunehmen.

Hüben wie drüben könnten sie ein bisschen Aufwind gut gebrauchen, denn in der Hinrunde sind der Club und der FCB auf ihre eigene Weise weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Nürnberg, eigentlich mit dem Ziel in die Saison gestartet, zumindest lose mit dem Wiederaufstieg kokettieren zu können, findet sich auf Platz 16 wieder. Die Münchner hecheln an dritter Stelle den um vier Punkte vorausgeeilten Leipzigern hinterher. An der Seitenlinie stehen inzwischen Jens Keller und Hansi Flick, wo zu Beginn der Spielzeit noch Damir Canadi und Niko Kovać standen.

Nürnbergs neuer Übungsleiter ließ gegenüber den vereinseigenen Medien bereits erkennen, das er um den Reiz des Fränkisch-Bayerischen Derbys weiß: „Das wird ein intensiver Start ins neue Jahr mit dieser spannenden Aufgabe. Für die Fans ist es sicher schon mal ein erster Höhepunkt zum Start ins neue Jahr.“ Und wahrscheinlich auch die einzige Chance, den Club und die Bayern 2020 im direkten Duell zu sehen. Wer das anders sieht, glaubt entweder an eine sensationelle FCN-Rückrunde oder vertraut auf die Losfee im DFB-Pokal.