Kaufrausch: Krasse Zahlen zum Lewandowski-Transfer beim FC Barcelona | OneFootball

Kaufrausch: Krasse Zahlen zum Lewandowski-Transfer beim FC Barcelona

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In Spanien stiehlt derzeit der FC Barcelona allen anderen Top-Klubs die Show. „Barca“ ist nach dem Transfer von Robert Lewandowski (33) vom FC Bayern München und dem Wechsel von Raphinha (25, Leeds United) im Kaufrausch – und die Konkurrenz wundert sich. Das Portal Fussballdaten.de nennt Fakten.

Den Transfer von Lewandowski und Raphinha ließen sich die stolzen Katalanen vom FC Barcelona zusammen 108 Millionen Euro kosten. Jules Koundé (23) vom FC Sevilla holten sie für 50 Millionen Euro ins Camp Nou. „Wie ist das möglich?“, wunderte sich etwa Enrico Cerezo, Präsident von Liga-Konkurrent Atlético Madrid.

Denn: Den FC Barcelona drückt ein Brutto-Schuldenstand von 1,35 Milliarden Euro. Wohl auch deshalb musste man 2021 in einem emotionalen Akt den Rekordtorschützen Lionel Messi (35) nach 20 Jahren an Paris St.-Germain abgeben. Selbst ein Gehaltsverzicht von 50 Prozent, auf den sich der Argentinier einlassen wollte, um zu bleiben, hätte die Finanzierung nicht gesichert.

Das war vor einem Jahr. Und nun? „FC Barcelona trotz Mega-Schulden im Einkaufsrausch“, titelte etwa die Wiener Kronen-Zeitung am Donnerstag, „Barca bastelt trotz tiefroter Zahlen eine neue Startruppe zusammen.“ Stimmt. Kein anderer unter den 20 Klubs in La Liga gab mehr Geld aus als der FC Barcelona.

500 Millionen Euro

Um die Regularien des Financial Fair Play der UEFA einhalten zu können, muss Barcelona ans Eingemachte gehen.

Das musste schnell passieren, denn erst, als diese Regulierung erreicht war, gab es am Freitag grünes Licht für einen Einsatz des neuen Stürmerstars Robert Lewandowski („Ich verspreche Euch viele Tore“) in La Liga. Er wird wohl am Samstagabend gegen Rayo Vallecano sein Debüt in der spanischen Eliteliga geben.

Mit dem Verkauf von 25 Prozent der TV-Einnahmen an einen US-Investorenfonds besorgte sich „Mes que un Club“ frisches Geld – 500 Millionen Euro.

Um weitere Einnahmen zu generieren, will der im letzten Jahr in der Europa League an Eintracht Frankfurt gescheiterte Verein Spieler wie Frenkie de Jong (Marktwert: 60 Mio. Euro / Interessent: Manchester United) oder Memphis Depay (35 Mio. Euro, Top-Interessenten: BVB und Juventus Turin) „zum Gehen zwingen.“ Dann mal viel Spaß mit deren Beratern und Rechtsanwälten…

Umgekehrt hat Barcelona aber bislang nur 23 Mio. Euro an Transfer-Einnahmen zu verzeichnen, den Brasilianer Philippe Coutinho (30), vorher ohnehin schon an Aston Villa verliehen, gab man nun für 20 Mio. Euro fest an den Klub aus Birmingham ab. Das allein wird nicht reichen.

300 Euro pro Möchtegern-Star

Bedenklich: Mit der Vermietung des riesigen katalanischen Fußballtempels Camp Nou an Hobby-Fußballmannschaften (300 Euro pro Spieler) und die Veranstaltung von Hochzeiten auf dem Rasen (ab 13.500 Euro) wird „Barca“ allenfalls Klimpergeld einnehmen.

Denn allein die bis 2025 geplante Sanierung des Stadions wird 1,5 Milliarden Euro verschlingen.

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