Kann die WM kommen? Die Favoriten im Formbarometer | OneFootball

Kann die WM kommen? Die Favoriten im Formbarometer

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Die Winter-WM in Katar wirft immer mehr ihre Schatten voraus. Es ist schon viel und wird noch viel mehr über das Turnier am Golf gestritten werden, die Menschenrechtslage im Gastgeberland bleibt stets präsent. Aus sportlicher Sicht hält die WM einige Besonderheiten parat.

Durch die Terminierung im Winter fällt eine geordnete Vorbereitung auf das Turnier weg. Umso wichtiger war es für die teilnehmenden Nationen aus Europa, dass am Ende der abgelaufenen Saison die UEFA Nations League gestartet ist. In Ermangelung langer Trainingslager vor dem WM-Auftakt im November gereichte der eigentlich eher ungeliebte Wettbewerb durchaus zu einer Art Vorbereitung auf die Endrunde. Dass der neue Weltmeister sich entweder aus den 13 UEFA-Vertretern oder dem südamerikanischen Duo Argentinien und Brasilien rekrutieren dürfte, ist eine naheliegende Prognose. fussball.news hat die insgesamt also 15 Nationen in einem Formbarometer eingeordnet.

15 Wales

Nach der insgesamt doch recht glücklichen Qualifikation im Playoff-Finale gegen die Ukraine waren die Waliser womöglich noch siegestrunken. Und obendrein im Dauereinsatz, weil sie nach Saisonende sogar fünf Partien absolvieren musste. Dabei gelang immerhin ein Punkt gegen Belgien.

14 Serbien

Serbien spielt als einziger europäischer Teilnehmer nicht in Liga A der Nations League. In der zweitklassigen Liga B rangiert das Land derzeit hinter Norwegen. Zuletzt verspielte man eine 2:0-Führung gegen Slowenien.

13 Polen

Den einzigen Sieg feierte die Elf um Robert Lewandowski gegen Wales. In den Niederlanden verspielte Polen eine Zwei-Tore-Führung. Wie zuletzt auch reist die Mannschaft als Außenseiter zu einem Turnier.

12 Frankreich

Der Titelverteidiger steckt in einer großen Krise. Noch ohne Sieg, ist Frankreich in der Nations League Tabellenletzter, also auch hinter einem ÖFB-Team im Neuaufbau. Die spielerische Negativentwicklung der EURO setzt sich nahtlos fort. Das Team hat genügend Klasse, aber ein neuer Impuls hätte womöglich gut getan.

11 Schweiz

Nach schwachem Start in die Nations League mit drei Niederlagen gab es zuletzt ein zumindest im Resultat versöhnliches 1:0 gegen Portugal. Die Eidgenossen hatten mit Personalproblemen zu tun und entwickelten sich zuletzt immer wieder zur Turniermannschaft. Dennoch steht Auswahltrainer Murat Yakin unter öffentlicher Beobachtung.

10 England

Neben Frankreich sind die Three Lions wohl das europäische Sorgenkind. Die historische Heimpleite gegen Ungarn (0:4), die es allerdings nicht für die erste Elf setzte, bringt auch den beliebten Nationaltrainer Gareth Southgate in Erklärungsnöte. Die grundsätzliche Qualität des Teams steht außer Frage.

9 Kroatien

Der Vizeweltmeister von 2018 holte in der Nations League vier Punkte gegen Frankreich und schlug auch Dänemark, kassierte aber zum Auftakt eine empfindliche Heimschlappe gegen Österreich. Bei den Kroaten scheint die Spannbreite der Leistungen in einer teils neuformierten Elf noch immer groß.

8 Belgien

Für die 'Goldene Generation' um Eden Hazard könnte es in Katar die letzte Chance werden, endlich einen Titel zu holen. Die jüngsten Leistungsnachweise fallen wechselhaft aus. Einer Klatsche gegen die Niederlande folgte ein Kantersieg gegen Polen, aber auch ein Remis in Wales.

7 Portugal

Vor der Niederlage einer geschwächten Elf gegen die Schweiz spielte Portugal wie unter Fernando Santos eigentlich immer: Unspektakulär, aber solide. Die Formel ist bei Turnieren durchaus erfolgsversprechend, solange Superstar Cristiano Ronaldo vorne für genügend Momente sorgen kann.

6 Dänemark

Nach der überraschend starken EURO im Vorjahr ist der dänische Fußball weiter auf dem Vormarsch. Die Truppe von Kasper Hjulmand führt die hochkarätige Nations-League-Gruppe mit Frankreich, Kroatien und Österreich an.

5 Spanien

Die Roja ist weiter eher minimalistisch in der Erfolgsspur, sechs Tore reichen in vier Spielen für acht Punkte: Spanien treibt den Generationswechsel weiter voran. Ist die Mannschaft nach dem Elfer-Drama im Halbfinale der EURO schon bereit für den großen Wurf?

4 Deutschland

Das hohe Ranking des DFB-Teams mag überraschen, wenn man den öffentlichen Diskurs bis Dienstagabend verfolgte. Nach dem Kantersieg über Italien sind einige Zweifel weggewischt. Fakt ist: Unter Hansi Flick ist Deutschland inzwischen 13 Spiele unbesiegt, zudem kann sich die Elf wie eh und je auf Manuel Neuer als besten Torhüter der Welt verlassen.

3 Argentinien

Die Gauchos spielten bei der 'Finalissima' gegen Italiens Europameister groß auf und ließen dank einer Gala von Lionel Messi ein 5:0 gegen Estland folgen. Wie immer vor einer WM stellt sich die Frage, wie weit der siebenfache Weltfußballer sein Land in Katar tragen kann. Es ist wohl seine letzte Chance auf die absolute Krönung der Karriere.

2 Niederlande

Oranje ist der überzeugendste Start in die Nations League geglückt, die Elftal hat nach vier Spieltagen die meisten Punkte und Tore unter den WM-Teilnehmern auf dem Konto. Bei den Siegen zeigte die Mannschaft von Louis van Gaal zudem große Mentalität, zweimal schlug sie Wales in der Nachspielzeit. Mit dem Trainer-Ass muss man die Niederlande immer auf der Rechnung haben.

1 Brasilien

Brasilien ist seit dem Finale der Copa America gegen Argentinien ungeschlagen, zuletzt hat die Selecao gegen die wohl besten asiatischen Teams Japan und Südkorea. Bei den Buchmachern gilt der Rekordweltmeister weiter als Favorit auf den Titel. Im Hinterkopf bleibt: Bei Turnieren hat das Land zuletzt bisweilen eher enttäuscht.

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