Jubeltrauben trotz Corona: Labbadia wirbt um Verständnis

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Bruno Labbadia hat auf der Trainerbank von Hertha BSC einen Einstand nach Maß gefeiert. Die Alte Dame feierte zum Einstand des neuen Übungsleiters einen 3:0-Sieg bei der TSG Hoffenheim. Über ihre drei Treffer jubelten die Profis ohne größere Einschränkung.

Dabei sieht das DFL-Hygiene-Konzept einen Verzicht auf unnötigen Körperkontakt beim Torjubel vor. Während auf anderen Plätzen Ellbogen aneinander geklatscht wurden, zeigten sich die Spieler von Hertha eng umschlungen. „Es gehört zum Fußball dazu. Wir sind so oft getestet, dass man das glaube ich zulassen kann“, sagte Labbadia nach der Partie beim TV-Sender Sky. Durch engmaschige Tests und eine einwöchige Quarantäne der Teams sollen Infektionen in der Bundesliga vermieden werden. Eine vollständige Sicherheit gibt es deshalb nicht.

Drum regte sich wenig überraschend in den sozialen Medien ein durchaus bemerkenswertes Echo nach den drei Torerfolgen der Hertha. Dass ausgerechnet das Team, aus dem Salomon Kalou nach einem schon heute legendären Video-Livestream suspendiert wurde, die Prinzipien des Social Distancing beim Torjubel außer Acht lässt, hatte für viele User großen Symbolcharakter. Labbadia jedoch wirbt um Verständnis für die Kicker. „Es wäre schade, wenn man gar nicht mehr feiern kann. Dann geht noch mehr kaputt. Deswegen bin ich froh, dass die Mannschaft Grund gehabt hat heute“, so der Chefcoach. Damit zu rechnen hatte er nicht gewagt. Und lobte das Hertha-Team stattdessen dafür, in den fünf Wochen der Zusammenarbeit trotz aller Widrigkeiten sehr gut mitgemacht zu haben.