Jakic: "Dulde es nicht, dass man mich von hinten anmacht"

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Im Europa League-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Fenerbahce Istanbul (1:1) kam es kurz vor Schluss zu einer Rudelbildung. Auslöser: Frankfurts Sechser Kristijan Jakic, der sich von seinen Gegenspielern nicht alles gefallen lassen will.

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Die sozialen Medien waren nach dem Spiel von Eintracht Frankfurt gegen Fenerbahce Istanbul in der Europa League voll von lobenden Worten für Eintrachts Sechser Kristijan Jakic, der in seinen drei Einsätzen bisher mit Mentalität, aber auch einem feinen Füßchen zu überzeugen wusste. Der 24-jährige Kroate war kurz vor Transferschluss von Dinamo Zagreb an den Main gewechselt und hat die Herzen der Anhänger spätestens nach seiner Aktion gegen das türkische Topteam in der Schlussphase erobert. Dort unterband der Defensivspieler in der fünften Minute der Nachspielzeit einen Konter von Fenerbahce mit einem taktischen Foul. Dem gefoulten Bright Osayi-Samuel gefiel das gar nicht, weshalb der 23-jährige Engländer prompt aufstand und Jakic von hinten schubste. Es folgte eine Rudelbildung, bei der sich auch die beiden Bänke einmischten und vier Gelbe Karten. "Es war die 90. Minute. Meine Aufgabe als Sechser ist es, da keine Konter zuzulassen. Deshalb habe ich meinen Gegenspieler gefoult", erklärte Jakic nun mit etwas Abstand auf Nachfrage von fussball.news

Glasner gefällt Jakics giftige Art 

Trainer Oliver Glasner zeigte sich im Anschluss an die Partie von der Mentalität des Neuzugangs beeindruckt: "Mir hat gefallen, dass er sich mit dem einen oder anderen Spieler angelangt hat. Man darf sich nicht alles gefallen lassen." Der jüngst für die kroatische Nationalmannschaft nominierte Jakic macht auf dem Platz keine Gefangenen, bewegt sich dabei aber in einem fairen Rahmen. Das fordert er auch von seinen Gegenspielern: "In der Situation war es von ihm nicht in Ordnung, mich von hinten nochmal zu schubsen. Ich bin ein Spieler, der so etwas nicht mag und nicht dudelt, dass man mich von hinten anmacht." Dass das Team ihn in der Folge bei der Rudelbildung unterstützte, gefiel ihm: "Man hat gesehen, dass wir als Mannschaft zusammenstehen, alle standen sofort hinter mir und haben geschlichtet." Eine Aktion, die auch beim Frankfurter Anhang nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat. 

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